Seed-Sänger Peter Fox: "Alles wird flacher" - Kritik an deutscher Pop-Szene
"…:aber fast alles versinkt in Mittelmäßigkeit. Und das reicht den meisten… Es wird nicht viel gewagt. Und, ganz ehrlich, auch nicht viel gearbeitet." Zwar gebe es besonders in der deutschen Hauptstadt eine lebendige Szene, deren Ausstoß sei für den großen "markt aber nicht professionell genug: "Na ja, in Berlin passiert schon viel. Wegen der vergleichsweise niedrigen Lebenshaltungskosten sind dort viele Künstler zu Hause, einige machen auch coole Sachen. Und das ohne den Druck, alles immer gleich sofort kommerziell verwerten zu müssen - das Überleben ist ja auch so einigermaßen möglich. Im Bereich Techno und Elektro ist die Stadt total weit vorne. Aber was populäre Musik angeht - ich spreche von Popmusik, also Musik, die vielleicht auch mehr Leute ansprechen könnte als nur deine 50 Freunde -, da geht nicht genug."
Daran liege es auch, dass sich deutsche Acts international kaum behaupten können: "Rammstein hatten es geschafft, allerdings mit einem so speziell deutschen Image, dass es nicht gerade viele andere Bands mitgezogen hat. Es ist traurig, außer Kraftwerk in den 70ern und vielleicht den Scorpions fallen einem sonst nicht viele deutsche Acts ein, die die Fahne hoch gehalten hätten - ein paar One-Hit-Wonder oder Dancetrash höchstens…Die ganzen Rockbands mit den deutschen Texten - ich finde das musikalisch so schrecklich berechenbar und langweilig."
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Seeed, schreiben die sich.
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