Tief im Fabelwesenwald

Abschlussveranstaltung der Kindersingkampagne „Wer singt, gewinnt“


(nmz) -
„Möchtet ihr berühmt werden?“, fragte Moderator Nicolas Triebes die Musikerinnen und Musiker der Rockgruppe „Wheat Grain“, die sich an der Musikschule Bornheim gebildet hat. Ohne zu zögern bejahten die vier die Frage. „Und was willst du tun, damit das klappt?“, insistierte Triebes bei der Leadsängerin. „Och, ich könnte gut die Schule drangeben“, meinte diese locker und der Saal war begeistert.
Ein Artikel von Robert von Zahn.

 Der RWE-Pavillon der Philharmonie Essen war zum Bersten voll. Auf Sitzkissen und Stühlen erlebten Hunderte von Kindern den Abschluss der Kampagne „Wer singt, gewinnt“ des Landesmusikrats NRW. Viele Eltern mussten aufgrund der Enge draußen bleiben und wurden im Foyer der Philharmonie mit Getränken bewirtet. Viele waren schon eineinhalb Stunden vor der Veranstaltung gekommen, um eine der über tausend namentlich ausgestellten Urkunden zu erhalten, die die erfolgreiche Teilnahme am Singwettbewerb attestierte.

An vier Wochenenden hatten 120 Studierende der Akademie für Kommunikationsdesign Köln 170 Städte und Gemeinden in NRW mit Singmobilen angefahren und an Ständen auf Plätzen und in Fußgängerzonen für das Singen geworben. Kinder im Grundschulalter konnten spontan oder vorbereitet ein Lied in ein Aufnahmegerät singen. Sie erhielten dafür ein T-Shirt der Kampagne oder andere Teilnehmergaben. Eine Jury hörte sich später durch Hunderte von Aufnahmen hindurch.

Die Abschlussveranstaltung bot nicht nur die Musik von „Wheat Grain“, sondern auch ein Musical der Folkwang Musikschule Essen, „Aladin und die Wunderlampe“, inszeniert und einstudiert von Michael Seewald. Und drei besondere Lobredner für die Preisträger: Reinhard Knoll vom Präsidium des Landesmusikrats NRW sowie die Autoren der Musicalbücher „Ritter Rost“, Jörg Hilbert und Felix Janosa.

Vor zehn Jahren bereits hatte Michael Seewald das Musical „Ritter Rost macht Urlaub“ in Essen uraufgeführt, nun zog es Hilbert und Janosa an die Stätte der Tat zurück. Gerne überreichten sie den Preisträgern von „Wer singt, gewinnt“ ihre Geschenke und Urkunden, und begeisternd stimmten sie dann mit allen Kindern gemeinsam das „Urlied“ aus Band 1, „Tief im Fabelwesenwald“, an, das Hilbert sodann mit einer hinreißenden Interpretation des Werwolfs Mies krönte und ein vielfaches „Alles ist so langweilig“ im RWE-Pavillon der Philharmonie Essen ergähnen ließ.

Die Kampagne „Wer singt, gewinnt“ ist ein Förderprojekt des Ministerpräsidenten von Nordrhein-Westfalen und wurde vom Landesmusikrat NRW in Zusammenarbeit mit der Akademie für Kommunikationsdesign Köln durchgeführt.

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