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Ein Artikel von Martin Hufner.
In Deutschland kann man von einer solchen Community vorerst nur träumen. Musikkultur als Gegenstand ausführlichen Informationsaustausches und konstruktiver Diskussion bleibt dem Verbandsvorstandsstammtisch vorbehalten. Muss ja nicht so bleiben. Die letzten Versuche der neuen musikzeitung, da etwas in Gang zu setzen, sind eigentlich als gescheitert anzusehen. Das mahnte damals anno 2000 so mancher an. Zitat: „Da erzählt mir Theo der Große begeistert, welche unglaublichen Reaktionen das Thema Orangenhaut im Leserkreis der nmz ausgelöst hat. Das weckte Neugier und ich wollte nun natürlich mehr wissen, nicht was da gesagt wird, sondern vor allem wer im Deutschen Musikleben sich intensiver mit diesem Thema beschäftigt. Was muss ich feststellen: Die Redaktion redet mit sich selbst. Auch bei anderen Themen habe ich das Gefühl, dieses ganze Kommunikationsbord dient nur dazu, damit die nmz-Redaktion mal miteinander ins Gespräch kommt. Trefft ihr euch eigentlich nie auf dem Gang oder beim Händewaschen? Hat jeder eine eigene Kaffeemaschine und einen eigenen Eingang? Gibt es überhaupt noch ein gemeinsames Büro oder hängt in der ,Von-der-Tann-Straße‘ nur ein einsamer Briefkasten mit der Aufschrift nmz?“ Der gute Mann bekam natürlich seine Antwort vom Administrator höchstselbst: „Ich wollte Dich, lieber Thomas, mal dazu bewegen, wenigstens ins KIZ zu gucken. Dass dazu ein außermusikalisches, ein ,sinnliches’, ein Dich subjektiv betreffendes Thema (z.B. Deine Altersproblematik berührendes) am geeignetsten war, schien mir naheliegend. Was lernen wir daraus: Wir müssen noch viel lernen. Herzlich, Theo“ Ja, wir müssen noch viel lernen im Bereich des kulturellen Zusammentreffens mit einem Medium, welches eigentlich dafür besonders gut geeignet sein könnte.
Vielleicht wird es dieses Mal besser: Das Nachrichtenportal „KIZ (http://www.nmz.de/kiz/) hat jetzt auch wieder ein Forum zum Informieren und Streiten. Die ersten Diskussionen zum Thema „Deutscher Musikrat“ können Mut machen. Bernhard Frevel, Stefan Liebing, Torsten Tannenberg, Marie-Luise Dingler spielen schon mit und der Deutsche Musikrat füttert seine aktuellen Meldungen auch mit unserem Material. Vielleicht wächst hier doch auch mal was zusammen, was eigentlich nicht zusammen gehört.
Und nun das Zitat des letzten Jahres, gefunden auf der Internetseite des Bundesverbandes der fonografischen Wirtschaft in Deutschland (www.IFPI.de): „Kopiergeschützte CDs entsprechen Verbraucherinteressen.“ Na, danke.
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