Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »Michael Ernst«

Humanistische Botschaften

05.07.16 (Michael Ernst) -
Du liebe Zeit, ganze vier Wochen lang sollten die Dresdner Musikfestspiele 2016 dauern, erstmals so lange und dann auch noch unter dem Thema „Zeit“! Vergangen sind sie wie im Fluge. Der 39. Jahrgang war ob seiner Dauer gewiss ein Wagnis, für Festspiel-intendant Jan Vogler aber eines, das aufgegangen ist. Er habe die bisher oft parallel stattfindenden Veranstaltungen der Wochenenden entzerren wollen, begründete der in mehreren Konzerten auch diesmal wieder selbst mitwirkende Cellist sein Herangehen, an der Gesamtzahl von gut 50 Veranstaltungen habe sich aber nichts geändert.

Eugen Onegin schreibt einen Brief ... – Tschaikowskis „Eugen Onegin“ an der Dresdner Semperoper

03.07.16 (Michael Ernst) -
Eben erst „Don Giovanni“ von Mozart, jetzt Tschaikowskis „Eugen Onegin“. Ein Draufgänger nach dem anderen. Aber beide ganz anders. Die Dresdner Semperoper beendet die Spielzeit mit einem sehr runden Erfolg.

Bayreuther Festungsspiele: 1 : 0 für den Gralshüter

01.07.16 (Michael Ernst) -
Niemand weiß Bescheid, aber alle reden mit. Das klingt nach Theater-Theater. Wenn es dort in den Kulissen gärt, kommen die Erklärer zu Wort. Spätestens morgen wird es jemanden geben, der das alles schon lange geahnt hat. Wer aber konnte je den Grünen Hügel und seine Abgründe deuten?

Schostakowitsch-Tage Gohrisch: Vom Kleinod zur Großtat

30.06.16 (Michael Ernst) -
Was haben Ludwig van Beethoven und Hanns Eisler mit Dmitri Schostakowitsch zu tun? Auf den ersten Blick sicherlich nichts, beim genauen Zuhören jedoch eine ganze Menge. Den Beweis dafür traten am letzten Juni-Wochenende die Internationalen Schostakowitsch-Tage Gohrisch an, die 2010 gegründet worden sind und auch in ihrem – ganz und gar nicht verflixten – siebenten Jahr enormen Zuspruch aus aller Welt erfahren durften.

Gefühlschaos auf leerer Bühne: Oper Leipzig beendet Spielzeit mit Strauss

20.06.16 (Michael Ernst) -
Wer Richard Wagner kann, kann auch Richard Strauss. Zumindest rein musikalisch. Nachdem die Oper Leipzig ihren ersten „Ring“ seit vierzig Jahren fertig geschmiedet hat, ist sie nun „Arabella“ angegangen. Das Gewandhausorchester unter Ulf Schirmer kann beides. Und gute Sänger haben sie auch.

Aufgehoben in der Freiheit aller Musik

05.06.16 (Michael Ernst) -
Improvisation ist eine Lebenskunst. Für Johannes Bauer ist sie auch eine tief empfundene Haltung gewesen, die ihn zeitlebens nicht los ließ. Schräge Klänge, ein Ausprobieren in alle nur denkbaren musikalischen Richtungen, neue Töne und Spielweisen, eine alle Grenzen überschreitende Technik – gewiss ist es kein Zufall, dass der Free Jazz ausgerechnet in einem ummauerten Land auf- und ausbrach, um hintergründige Denkweisen freizusetzen und Selbstbehauptung erklingen zu lassen. Diese Art von Musik hat den Osten Deutschlands nicht zu Fall gebracht, aber nachhaltig erschüttert. Und einzigartige Verbindungen evoziert, sowohl zwischen Interpreten und Publikum als auch innerhalb der über Jahrzehnte so umtriebigen Szene.

Oper als Ausdruck des Lebendigseins

24.05.16 (Michael Ernst) -
Leipzigs Oper hätte eine Art lebendiges Peter-Konwitschny-Museum werden können. Der Regisseur realisierte dort ein breites Spektrum seiner Musiktheater-Inszenierungen und war von 2008 an drei Jahre lang Chefregisseur. Nicht die glücklichste Zeit in seinem Berufsleben, gekrönt von einem absurden Abgang. Umgehend wurden alle mit Peter Konwitschny geplanten Projekte sowie die meisten seiner Produktionen getilgt. Im Repertoire verblieb lediglich Puccinis „La Bohème“, herausgekommen 1991 und inzwischen zum unsterblichen Klassiker avanciert.

Aufgehoben in der Freiheit aller Musik – Zum Tod von „Hannes“ Bauer

13.05.16 (Michael Ernst) -
Improvisation ist eine Lebenskunst. Für Johannes Bauer ist sie auch eine tief empfundene Haltung gewesen, die ihn zeitlebens nicht los ließ.

Musik in Farbe und Oper in Bildern: Hindemiths „Mathis der Maler“ in Dresden

02.05.16 (Michael Ernst) -
Eine musikalische Wiedergutmachung? Dresdens Semperoper hat nun endlich – als lokale Erstaufführung – „Mathis der Maler“ von Paul Hindemith herausgebracht. Ein Werk, das in den Anfangsjahren des Nazi-Regimes entstand, in Hitler-Deutschland nicht aufgeführt werden durfte, 1938 in Zürich herauskam und erst 1946 in Stuttgart gezeigt wurde. Ein sperriges, ein spannendes Stück; ein Werk mit Geschichte.

Kunst als Zankapfel der Diplomatie – Unsatirische Verwerfungen zwischen der EU und der Türkei

26.04.16 (Michael Ernst) -
Wer entscheidet über den EU-Beitritt der Türkei, Politiker wie die Bundeskanzlerin mitsamt ihren Kollegen aus London, Paris und Rom? Sind es die Herren Davutoglu und Erdogan? Oder ist es ein Häuflein verwegener Künstler, an deren aufklärerischer Haltung nicht nur die Beitrittsverhandlungen, sondern auch die gesamte türkische Unterstützung der europäischen Flüchtlingsprogramme scheitern könnten?
Inhalt abgleichen