Bass-Bariton Thomas Quasthoff erhält den Herbert von Karajan Musikpreis 2009
„Thomas Quasthoff gilt zu Recht als Ausnahmeerscheinung unter den Sängern, er ist führender Interpret im oratorischen Fach wie auch im Liedgesang, hat erfolgreiche Ausflüge ins Opernfach unternommen und mit nahezu jedem seiner Auftritte die Herzen seiner Zuhörer im Sturm erobert“, heißt es in der Begründung des Kuratoriums. Gleichzeitig mache sich Quasthoff seit Jahren für die Nachwuchsförderung stark und initiierte dazu den Gesangswettbewerb „Das Lied“, der im Februar 2009 erstmals in Berlin ausgetragen wurde.
Die Auszeichnung wird von der Kulturstiftung jährlich im Festspielhaus Baden-Baden an bedeutende Persönlichkeiten des internationalen Musiklebens vergeben und erinnert an Herbert von Karajan, der sich neben seiner Tätigkeit als Dirigent für die Förderung des musikalischen Nachwuchses einsetzte. Bisherige Preisträger waren die Geigerin Anne-Sophie Mutter, die Berliner Philharmoniker, der Pianist Yevgeny Kissin, der Dirigent Valery Gergiev, der Choreograf John Neumeier und der Pianist Alfred Brendel.
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Quasthoff-Musikpreis für Karajan?
…ich finde es widerlich, wie da namedropping-motiviert die Kohle hin und her geschoben wird. Wenn der Quasthoff-Preis demnächst - spät posthum - an Karajan vertickt wird, sollte sich Quasthoff dran erinnern, dass Karajan den Nazis gut gedient hat. Die hätten kurze Arme und Kleinwuchs als Euthanasie-Argument realisiert. Also, Quasthoff: weg mit dem Schweinegeld. Vielleicht Hypo-Real-Estate spenden?
meint: Theo Geißler.
Theo Geißler
www.nmz.de
Quasthoff-Musikpreis für Karajan
bekloppter theoretischer und konstruierter Kommentar
Geschichtliche Zusammenhänge
…ach, verehrter anonymer Wolfi, wer historische Fakten und ihren Bezug zur aktuellen Situation “bekloppt, theoretisch und konstruiert” findet, der hat sein BWL-Studium wohl etwas zu früh beendet…
Theo Geißler
www.nmz.de
Danke Theo Geissler, für in
Danke Theo Geissler,
für in wenigen Worten alles Nötige sagen.
Was soll das? Quasthoff hat
Was soll das? Quasthoff hat den Preis doch nicht wegen (und auch nicht trotz) seiner körperlichen Behinderung bekommen - sondern einfach, weil er ein grossartiger Künstler ist.
Was für eine Rolle spielt denn die Länge von Armen und Beinen beim Singen? Auf CD hört man jedenfalls nichts davon.
Das solls:
…Thomas Quasthoffs sängerische Qualität sei völlig unbestritten.
Aber:
1. fällt auf, dass im biggen Namedropping-Karussell immer ein Big-Name den andern bepreist, wahrscheinlich weils so viel öffentlichkeitswirksamer ist als tolle Nachwuchs-Künstler oder Neuentdeckungen auszuzeichnen. Barenboim kriegt den Karajan-Preis - im nächsten Jahr - posthum - Karajan den Barenboimpreis - das wirkt doch irgendwie inzestuös.
2. Karajan war unbestritten ein treuer Diener des Nazi-Regimes - und damit auch dessen “eugenischer” Menschen-Vernichtung. Da muss es dann jeder Künstler mit sich selbst abmachen, ob er einen derart belasteten - freilich hochdotierten und immer noch yellow-press-trächtigen - Preis annimmt. Na ja, non olet…
Theo Geißler
www.nmz.de
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