DOV: Kreistag in Meißen kann kulturellen Kahlschlag im ländlichen Raum verhindern
„Es ist vollkommen unverständlich und empörend, weshalb die mehr als deutlichen und klaren Aussagen aller Fachleute vom Sächsischen Kultursenat bis zur Sächsischen Akademie der Künste einfach ignoriert werden. Hiernach wird bekanntlich eine Planstellenanzahl von 86 Musikerinnen und Musikern für das zu fusionierende Orchester für unverzichtbar erachtet. Sollte die aktuelle Beschlussvorlage vom Kreistag in Meißen verabschiedet werden, ist die Konsequenz klar: Künftig wird es z.B. weniger Konzerte für Kinder und Jugendliche geben, obwohl auch hier Übereinstimmung besteht, wie wichtig insbesondere diese Arbeit für die Region ist“, sagt Masopust.
Völlig ungeklärt ist außerdem, wie die Musikerinnen und Musiker künftig vergütet werden, da die geplante Einstufung nach TVK-C in jedem Fall dem Tarifrecht widerspricht. „Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Radebeuler Musiker einem massiven Gehaltsverzicht bei gleichzeitiger Privatisierung der Arbeitsverhältnisse zustimmen werden“, so Masopust abschließend.
V.i.S.d.P.
Andreas Masopust
Stellvertretender Geschäftsführer
s. auch: 62+48=72 - Novellierung des Sächsischen Kulturraumgesetzes fordert erstes Opfer
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