«Dresden-Preis» an Daniel Barenboim verliehen
Im West-Eastern Divan Orchestra, an dessen Gründung 1999 auch der verstorbene palästinensische Literaturwissenschaftler Edward Said beteiligt war, musizieren Juden, Christen und Muslime gemeinsam. Sie kommen unter anderem aus Israel und Palästina. Das Orchester spielte unter anderem 2006 in der UN-Generalversammlung bei der Verabschiedung des Generalsekretärs Kofi Annan. Der mit 25.000 Euro dotierte internationale Dresdner Friedenspreis wird seit vergangenem Jahr verliehen. Erster Preisträger war der Friedensnobelpreisträger und ehemalige Präsident der Sowjetunion, Michail Gorbatschow.
Der 1942 in Buenos Aires als Sohn russisch-jüdischer Emigranten geborene Barenboim besitzt vier Pässe, darunter neben einem israelischen auch einen der palästinensischen Autonomiebehörde. 1949 gab er im Alter von erst sieben Jahren sein erstes Konzert als Pianist. Seit 1992 ist er Generalmusikdirektor der Staatsoper unter den Linden in Berlin und wurde in dieser Funktion 2000 zum Chefdirigenten auf Lebenszeit gewählt.
Tags in diesem Artikel
Ähnliche Artikel
17.09.2008 - Personalia - nmz-red/leipzig
20.10.2008 - Personalia - Michael Ernst
26.10.2008 - Personalia -
06.11.2008 - Personalia -
09.12.2008 - Personalia - Michael Ernst
23.05.2009 - Personalia - Agentur ddp
31.05.2009 - Personalia - Michael Ernst


Kommentar hinzufügen