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Alle Artikel kategorisiert unter »Dresden«
Zirkus Lulu: Stefan Herheim inszeniert Bergs Oper an der Dresdner Staatsoper
06.02.12 (Michael Ernst) -
Die Figur der Lulu als Wille und Vorstellung. Nordisch unterkühlt inmitten von lebhafter Buntheit. In Stefan Herheims Inszenierung der gleichnamigen Oper von Alban Berg, die jetzt als Koproduktion von Kopenhagen nach Dresden übertragen worden ist, wird dieser Typus vorgeführt, seziert und gleichsam analysiert. Das musikalische Potential bleibt dabei keineswegs auf der Strecke. Für den Schlussakt bedient man sich einer Neufassung von Eberhard Kloke.
Wie hoch einer kleiner Vogel fliegen und wie tief er singen kann: Uraufführung der Comic-Oper „Jakub Flügelbunt“ an der Semperoper in Dresden
16.12.11 (Boris Michael Gruhl) -
Jakub, der kleine Vogel fliegt zu früh aus dem Netz zu hoch fliegt er auch. Er stürzt ab, bricht sich den Flügel, er ist unglücklich. Es folgt, wie fast immer in märchenhaften Geschichten, ein sehr heiterer Reifungsprozess. Der junge Vogel wird erwachsen, besteht den großen Waldlauf der Tiere, den ausgerechnet der Igel initiiert hat, führt witzige Dialoge mit Igel, Eule, Eichhörnchen und findet am Ende seine große Liebe. Das ist Magdalena Rotenband. Sie sammelt für ihn eine Unmenge bunter Federn, reißt sich selber für ihn die besten aus, jetzt ist der gebrochene Flügel geheilt, bunt ist er dazu, also steht dem gemeinsamen Höhenflug ins Glück nichts mehr im Wege. Das ist kurz beschrieben der Inhalt der Oper „Jakub Flügelbunt … und Magdalena Rotenband oder: Wie tief ein Vogel singen kann“.
„…an Vortragsbezeichnungen so gut wie nichts drin…“: Wie Christian Thielemann sich Bachs Weihnachtsoratorium zu nähern versucht
13.12.11 (Christian Thielemann) -
Am 15. und 16. Dezember setzt Christian Thielemann mit der Sächsischen Staatskapelle in der Dresdner Frauenkirche mit dem zweiten Teil die Aufführung von Bachs Weihnachtsoratorium fort. Seit einem Vierteljahrhundert hatte das Orchester den Kantatenzyklus nicht mehr aufgeführt, für den designierten Chefdirigenten ist es gar das erste Dirigat des Werkes. Im Gespräch mit Michael Ernst gibt der Maestro und Weimarer Ehrendoktor Einblicke in seinen Annäherungsversuch.
Der bissige Barde ist zahnlos geworden: Wolf Biermann kratzt am eigenen Denkmal
03.12.11 (Michael Ernst) -
Er ist wieder auf Tour. Gesamtdeutsch sowie mit Abstechern nach Zürich und Wien. Wer Wolf Biermann (noch) einmal live erleben wollte, hatte in diesem Herbst die Gelegenheit. Neulich trat der Hamburger Barde, der Mitte November seinen 75. Geburtstag begehen konnte, im Dresdner Schauspielhaus auf. Die Reihen waren nur spärlich gefüllt. Nach diesem Abend schien es nur allzu verständlich, wenn an den anderen Stationen ähnliche Reserviertheit geherrscht haben sollte.
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