GEMA schüttet 22 Millionen Euro mehr an Urheber aus
Die Erträge im Bereich Tonträger seien 2010 weiter zurückgegangen, um etwa neun Millionen auf rund 140 Millionen Euro. In der Sparte Online konnte der Ertrag um fast drei Millionen auf 13,3 Millionen Euro gesteigert werden. Die Fortschritte beim Online-Inkasso sind Heker zufolge aber auf deutlich zu niedrigem Niveau. Sie spiegelten in keiner Weise die tatsächliche Nutzung von Musik im Internet wider und könnten die Rückgänge beim Tonträgergeschäft nicht ausgleichen.
Im Bereich Rundfunk und Fernsehen wurde nach Ertragssteigerungen im Jahr 2009 dank einmaliger Nachzahlungen der Kabelunternehmen wieder ein Minus verbucht. In der Sparte Bezirksdirektionen, zu der Kneipen und Veranstaltungen gehören, gab es indes ein Plus.
Die GEMA vertritt in Deutschland die Urheberrechte von mehr als 64.000 Mitgliedern wie Komponisten, Textautoren und Musikverlegern sowie von über zwei Million Rechteinhabern aus aller Welt.
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Neues von der GEMA
Hallo, die GEMA wird demnächst noch mehr an ihre Urheber ausschütten können. Da das Leben ein Nullsummenspiel ist, muss sie anderswo sparen. Sie tut es bei den Mitarbeitern, deren Betriebsräte aber den Ernst der Lage noch nicht erkannt zu haben scheinen. Ein Teil der Mitarbeiterschaft wird demnächst zunächst in Berlin, dann in München in eine schwedische Gesellschaft namens ICE ausgesiedelt. Das wird zu Kündigungen, jedenfalls aber zu schlechteren Arbeitsbedingungen führen. Heker erzählt seinen Mitarbeitern zwar seit Wochen, ebenso wie sein Kofferträger Manfred Richter (Personalchef, der wegen seiner Menschenführung betriebsintern auch schon mit dem Spitznamen “Kongo-Richter” versehen wurde), dass man mit ICE anbandeln wolle (das Übliche: wegen Kostendrucks und Härte des internationalen Wettbewerbs), vergisst aber, den Mitarbeitern die Konsequenzen zu schildern. Die da heißen: Entlassung oder weniger Lohn. Weiter so GEMA, weiter so Heker, dem vor der Arbeitslosigkeit selbst nicht bange sein müsste. Erhält er doch nach dem Ausscheiden ein fürstliches monatliches Ruhegehalt bis zum Lebensende.
Reine Spekulation?
Nach Recherchen unserer Redaktion handelt es sich bei den von Werner Schneyder beschriebenen “GEMA-Planungen” derzeit doch um eine hochspekulative Sicht der Dinge. Die Sehnsucht nach einer GMD (Global Music Database) ist in Verwerterkreisen sicher hoch - und entbehrt nicht gewisser Vernunft, macht aber die nötige individuelle Beratung und Daten-Erfassung nicht überflüssig. Ein Stellenabbau bei der GEMA in diesem Zusammenhang ist nach Auskunft aus Aufsichtsratskreisen weder angedacht noch angesprochen.
(nmz-redaktion)
Theo Geißler
www.nmz.de
Werner Schneyder
…naja, so spekulativ ist das nicht. Zumindest der erste Teil seiner Aussage…
Kommentar Geissler
Der Kommentar von Herrn Geissler zu dem Leserbrief ist irreführend, weil er dessen Inhalt für hochspekulativ hält. Wahrscheinlich war das von ihm interviewte Aufsichtsratsmitglied schlecht informiert. Tatsache aber ist, dass die GEMA wegen des Beitritts zur Gesellschaft ICE beim Bundeskartellamt angefragt hat. Es muss also um die Frage marktbeherrschender Stellungen gehen. Das kommt aber nur dann in Betracht, wenn es um Maßnahmen mit Auswirkungen für die Mitarbeiter geht. Hoch wahrscheinlich sollen also GEMA-Mitarbeiter in die Gesellschaft ICE überführt werden. Und es wäre ein Wunder, wenn das nicht zu deutlich schlechteren Bedingungen als bisher geschähe. Sonst würde die erhoffte “Effizienrendite” nicht eintreten können. Deshalb werden auch einige Arbeitsplätze auf der Strecke bleiben. Wer das mit der Anfrage an das Bundeskartellamt nicht glaubt, sollte mal bei den Mitgliedern des Wirtschaftsausschusses nachfragen. Die haben das von ihrem Arbeitgeber schriftlich auf den Tisch bekommen. Man fragt sich allerdings, wwarum die dortigen Mitglieder nicht sofort Alarm geschlagen haben.Wahrscheinlich aus Unkenntnis darüber, was der Hinweis auf das Bundeskartellamt bedeutet.
Ein Insider
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