Hamburger FDP fordert neutrales Gutachten bei Elbphilharmonie
Sie wolle durch das Baugutachten auch klären, ob der Grund für die steigenden Kosten die aufwendige Zusammenführung von Wohn-Hotel- und Kulturnutzung in dem Bauwerk ist.
Die im Bau befindliche Elbphilharmonie ist seit Jahren Streitobjekt zwischen der Stadt, dem Baukonzern Hochtief, den Generalplanern und den Parteien in der Bürgerschaft. Dennoch geht Kultursenatorin Karin von Welck (parteilos) von einer planmäßigen Eröffnung des Konzerthauses im Mai 2012 aus. Hochtief hingegen hatte der Stadt zuletzt mitgeteilt, dass sich die Fertigstellung um ein Jahr verzögert.
Zudem hatte Hochtief Nachforderungen in Höhe von rund 22 Millionen Euro angemeldet. Nun wollen der Baukonzern und die zuständige städtische Projekt-Realisierungsgesellschaft ReGe über die strittigen Forderungen und Terminverzögerungen verhandeln.
Unterdessen will die SPD-Fraktion frühestens Ende des Monats über einen parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur Elbphilharmonie entscheiden. Dabei soll es um die politische Verantwortung für die Mehrkosten und Planungsfehler beim Bau des Konzerthauses in der Hafen-City gehen. Die Hamburgische Bürgerschaft bewilligte bisher Gesamtkosten in Höhe von 323,5 Millionen Euro für die Elbphilharmonie. Ursprünglich waren 77 Millionen Euro veranschlagt worden. Ende Mai soll Mai Richtfest für das umstrittene Projekt gefeiert werden.
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