Mit der bisher praktizierten Stundenreduzierung werde der Verlust kultureller Möglichkeiten und Traditionen in Kauf genommen sowie das Allgemeinwissen auf naturwissenschaftliches und ökonomisches Wissen beschränkt, bemängeln die Autoren. Seit 1993 seien die Musikstunden der Sekundarstufe I von 2 auf 1,5 Stunden oder sogar auf nur 1 Stunde gekürzt worden, heißt es weiter. Seit diesem Jahr könne Musik sogar zugunsten von Kunst abgewählt werden: «Dies hat in unseren Augen eine fatale Wirkung auf die Musikkultur unserer Stadt.»
Zu den Unterzeichnern gehören auch die Chefdirigenten Donald Runnicles (Deutsche Oper), Carl St. Clair (Komische Oper), Lothar Zagrosek (Konzerthausorchester), Ingo Metzmacher (Deutsches Symphonie-Orchester Berlin) und Marek Janowski (Rundfunk Sinfonieorchester Berlin). Bildungssenator Zöllner reagierte nach den Worten seins Sprechers mit «Erstaunen und Unverständnis» auf den Brief. Zöller werde auf die Betroffenen zugehen und ihnen aufzeigen, welche Möglichkeiten sich für die Fächer durch die Veränderung an der Sekundarschule ergeben würden.
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