Musikstadt Leipzig - Antrag auf Aufnahme in Welterbe-Liste übergeben
"Wir verbinden mit dem Antrag auf internationaler Ebene hohe Chancen, weil bisher kein Baudenkmal wegen seines Musikbezuges auf die Welterbeliste aufgenommen wurde", erläuterte Jung bei der Abgabe des Schreibens an das Innenministerium Sachsens. In Dresden wird entschieden, welche zwei der vorliegenden zehn sächsischen Projekte für eine neue deutsche Warteliste vorgeschlagen werden soll.
"Die Leipziger Musikstätten legen ein außergewöhnliches Zeugnis ab von den vielfältigen Kräften, aus denen heraus sich Leipzig zu einem zentralen Ort europäischer Musikgeschichte entwickeln konnte", erklärte Leipzigs parteiloser Kulturbürgermeister Michael Faber. Die Kreativität der in Leipzig wirkenden Komponistenpersönlichkeiten, die dort entstandenen Werke, die vorgelegten musikpraktischen und musiktheoretischen Publikationen und der in der Stadt ausgeformte Musikbetrieb beeinflussten bis heute das klassische Musikwesen auf allen Erdteilen.
In die Leipziger Liste aufgenommen wurden unter anderem die Thomaskirche und die Nikolaikirche als Wirkungsstätten Johann Sebastian Bachs, das Mendelssohnhaus als letzte Wohnstätte des Komponisten in Leipzig sowie das Schumann-Haus, in dem die erste gemeinsame Wohnung von Clara und Robert Schumann war. "Die historischen denkmalgeschützten Orte dienen bis heute der Musikpflege, der Musikvermittlung sowie der Musikdokumentation und Musikforschung", erklärte die Stadtverwaltung. Die Initiative wird ihren Angaben zufolge von wichtigen Persönlichkeiten des kulturellen Lebens unterstützt, so von Gewandhauskapellmeister Riccardo Chailly, Thomaskantor Georg Christoph Biller und MDR-Chefdirigent Jun Märkl.
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