Thüringen: Orchestervereinigung befürchtet kulturelle Zweiklassengesellschaft
Nach Ansicht der DOV ist durch die Einteilung der Theater und Orchester in national und regional bedeutsame Ensembles sowie die damit verbundene Mehrbelastung der Kommunen der Kulturabbau im ländlichen Raum vorprogrammiert. Die DOV fordert Matschie auf, seiner Verantwortung auch dort gerecht zu werden.
Konzept in Gesprächen mit Theatern entwickelt
Matschie verwies darauf, dass die Förderrichtlinie in den Gesprächen mit den Theatern entstanden sei. Es kein Vorschlag «von oben» gewesen, sagte er. Zugleich bezeichnete die DOV die Pläne des Ministers nach einer Rückkehr der Orchester zum Flächentarifvertrag als Scheinforderung. Bei einer Umsetzung müssten die Kommunen und Landkreise die Mehrkosten tragen.
Vergangenen Mittwoch hatte Matschie im Landtag angekündigt, die künftige Struktur und Finanzierung der Thüringer Kulturlandschaft kommenden Monat vorzustellen. Zugleich sagte er, dass auch die Kommunen einen finanziellen Beitrag leisten müssten, um die Thüringer Kulturlandschaft in ihrer Dichte und Vielfalt zu erhalten. Die CDU lehnt eine Mehrbelastung der Städte und Gemeinden dagegen ab. Die Opposition hatte das neue kulturpolitische Konzept als überfällig bezeichnet.
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