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Alle Artikel kategorisiert unter »Duisburg«
Warten bis zur Selbstaufgabe: Toshio Hosokawas Kammeroper „Hanjo“ bei der Ruhrtriennale
07.10.11 (Stefan Pieper) -
„Alle Liebe ist schrecklich und da gibt es keine Regeln“ ist einer der dunklen Sätze, die in der Kammeroper „Hanjo“ auf eine Schattenwelt jenseits der großen Gefühle verweist. Und gerade einmal anderthalb Stunden benötigte dieses vom Japaner Toshio Hosokawa komponierte Bühnenstück, um Grenzerfahrungen von Verzweiflung, brennender Sehnsucht und Selbstaufgabe extrem zu verdichten – und mit so etwas eine der stärksten und zu recht stürmisch gefeierten Produktionen bei dieser Ruhrtriennale zu liefern.
Buddhismus als Ausweg
06.10.11 (Georg Beck) -
Mit einem Bekenntnis geht diese Intendanz zu Ende. Isoldes „Liebestod“ nicht in den Armen Brangänes über dem Leichnam Tristans, vielmehr stehend, außerhalb der Spielfläche, vor dem Publikum, über dem Orchester. Als hätte Willy Decker sein religions-(nicht kirchen-)affines Triennale-Konzept der „Urmomente“, dessen dritter und letzter Durchlauf mit der „Suche nach dem Jetzt“ nun abgeschlossen ist, auf diesen einen Moment ausgerichtet. Fürs Wollen der zurückliegenden Jahre, für Anspruch und Vision noch einmal ein Bild bringen. Eins, das ganz ihm gehört. Und eins, das die Grenze markiert, an der sich Theater und Leben berühren.
„Louise“ im Wartesaal: Christof Loy inszeniert Gustave Charpentier an der Rheinoper
18.02.10 (Peter P. Pachl) -
Den im Jahre 1900 an der Pariser Opéra Comique uraufgeführten Roman musical in vier Akten, „Louise“ von Gustave Charpentier (1860–1956), erlebt man hierzulande seltener auf der Bühne, ganz im Gegensatz zum französischen Sprachraum, wo dieses Werk in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts zu den meistgespielten Opern gehörte.
Studentin am Pult: Katharina Stiebing dirigiert in Oberhausen und Duisburg
07.01.10 (Ulrich Breitbach (ddp)) -
Reaktionen wie «Hätte ich nicht gedacht» oder «Kann ich mir nicht vorstellen» hört Katharina Stiebing oft, wenn sie erzählt, welcher Tätigkeit sie neben ihrem Studium der Geschichte und Schulmusik nachgeht. Während sich andere in ihrem Alter - sie ist 26 - mit Babysitten oder bei McDonald's etwas zum BAföG hinzuverdienen, schwingt sie den Taktstock und leitet gleich zwei Klangkörper: das Junge Orchester Oberhausen und das Rheinische Orchester Duisburg.
