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Alle Artikel kategorisiert unter »Wien«
Wortschwall und Amoral des globalen Marktes: Die Wiener Festwochen eröffnen im Museumsquartier mit der Uraufführung von Franz Koglmanns „Join!“
10.05.13 (Frieder Reininghaus) -
Da ist Musik drin: „Hard Working! Hard Selling!“ ist die Devise des multinationalen Konzerns „Gen & Brain“, der einen Super-Chip, vorstellt: Direkt ins Gehirn implantiert, erlaubt das Gedankenlesegerät seinem Träger, rund um die Uhr online zu sein. Alfred Zellinger, früher als Manager bei verschiedenen Konzernen tätig, konzipierte in den 80er-Jahren ein Stück über die Regelhaftigkeit von Wirtschaftskriminalität und den Eingriff in eine der intimsten menschlichen Zonen.
Stelle einer Universitätsprofessorin/ eines Universitätsprofessors für Komposition
STELLENAUSSCHREIBUNG
Am Institut für Komposition und Elektroakustik der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien ist voraussichtlich ab 1. Oktober 2014 die unbefristete Stelle einer Universitätsprofessorin/eines Universitätsprofessors für
Komposition
zu besetzen.
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Historismus der Moderne: die Rekonstruktion des Wiener „Skandalkonzerts“ von 1913
07.04.13 (Frieder Reininghaus) -
Die musikalische Moderne entzweite das Publikum in den europäischen Metropolen zu Beginn des 20. Jahrhunderts und führte immer wieder zu lautstarken Kontroversen in Konzerten oder Opernaufführungen. Die handfesten Auseinandersetzungen, die ein Konzert am 31. März 1913 auslöste, wurden Legende: Arnold Schönberg dirigierte im Saal des Wiener Musikvereins, musste aber abbrechen. Mit klammheimlicher Freude berichtete die örtliche Presse von der Ohrfeige, die einer der Veranstalter verabreichte und damit das Fass zum Überlaufen brachte, allgemeinen Tumult und handfeste Auseinandersetzungen sowie den Abbruch der Veranstaltung auslöste.
Musikalische Naturkost: Beethovens „Fidelio“ mit Nikolaus Harnoncourt und Herbert Föttinger im Theater an der Wien
19.03.13 (Frieder Reininghaus) -
Ludwig van Beethoven schrieb nur eine Oper – von der aber drei Versionen. Sie wurden allesamt im Theater an der Wien uraufgeführt: 1805, 1806 und 1814. Nun hat Nikolaus Harnoncourt, der Grandseigneur der Alten Musik und des intelligenteren musikalischen Historismus, mit Juliane Banse als Leonore/Fidelio, das Schreckens-, Rühr- und Rettungsstück am Originalschauplatz herausgebracht – in seiner dritten Version.
Eine kleine niederösterreichische Komödie: Gioacchino Rossinis „Le Comte Ory“ gelangt ins Theater an der Wien
17.02.13 (Frieder Reininghaus) -
Wien dürfte eine der wenigen Millionenstädte sein, in denen nicht nur die Pop- und Rockstars auf die Titelseiten der Presseerzeugnisse gelangen. Auf den besten Plätzen der sogenannten „Qualitätszeitungen“ wie der Gratis-Blätter für die U-Bahn-Eingänge erscheinen gelegentlich auch herausragende Ereignisse des Burg- oder Musiktheaters. Und nicht nur der „Opernball“.
Hör- und Gedenkstunde: Uraufführung von Peter Androschs Opernoratorium „Spiegelgrund“ im österreichischen Parlament
26.01.13 (Frieder Reininghaus) -
Wien, 25. Jänner 2013. – Wie lässt sich angemessen gedenken? Die Beantwortung dieser Frage dürfte nicht viel schwieriger sein als die Quadratur des Kreises. Zu dem von den Vereinten Nationen ausgerufenen Internationalen Holocaust-Gedenktag am 27.1. hat sich das österreichische Bundesparlament eine Oper bestellt. Ausgerechnet eine Oper! – Aber, auf den zweiten Blick betrachtet: warum nicht?
Wenig Adrenalin und viel Spitzenhäubchen: Vincent Boussard lässt Händels „Radamisto“ im Theater an der Wien ausstatten
23.01.13 (Frieder Reininghaus) -
Nicola Francesco Hayms Libretto zur Oper „Radamisto“ bildet die Grundlage eines königstreuen Werks mit den einschlägigen Komponenten des Schmeichlerischen. In der Handlung geht es vordergründig um einen Krieg zwischen den Truppen Thrakiens und Armeniens in der Antike. Doch die Story von der tiefen Zerstrittenheit in den verwandtschaftlich eng verbundenen Herrscherfamilien der beiden Länder nebst der gänzlich argumentativ, d.h. ohne Wehr und Waffen herbeigeführten finalen Versöhnung wurde nicht nur bei der Uraufführung 1720 vor dem Hintergrund der Aussöhnung des britischen Königs George I mit seinem Thronfolger (nachmals George II August) rezipiert, sondern blieb dauerhaft als ein Huldigungsstück mit Pauken und Trompeten in gelegentlicher Erinnerung.
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