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Alle Artikel kategorisiert unter »Wien«

Besinnlich, kontemplativer Seniorenspielplatz – Achim Freyer bebildert Sciarrinos „Luci mie traditrici“ für die Wiener Festwochen

18.05.15 (Frieder Reininghaus) -
La Malaspina ist schon da, bevor die Erörterung der Beziehungstragödie zu scharren beginnt. Stumm steht Anna Radziejewska im Halbdunkel und schweigt. Sie ist fixiert in einem am Körper anliegenden Gitter auf einer in halber Bühnenhöhe schwebenden Plattform. Diese Königin der Nacht harrt der formschönen und zugleich abgründigen Dinge, die auf sie zukommen und sie in ihrem letzten Stündlein begleiten werden. Der matte Schein der liegenden Mondsichel wechselt mit dem gleißenden Licht, das sich auf einen Präsentationsblock unten im Orchestergraben richtet. Auf ihm und um ihn herum zeigt sich zu diskretem Gemurmel das seit vielen Jahren bewährte Personal und so manche Requisite des Freyerschen Theatermachens.

Regula Rapp verzichtet auf Rektorenamt an der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien

13.05.15 (PM) -
Regula Rapp, derzeit Rektorin der Musikhochschule in Stuttgart, habe sich «unerwartet entschlossen, die Wahl zur neuen Rektorin der Universität für Musik und darstellende Kunst Wien» (mdw) auf Anfang Oktober dieses Jahres doch nicht anzunehmen, schreibt die Wiener Uni.

Rückblende 2015/05

30.04.15 (Eckardt Rohlfs) -
Vor 100 Jahren: Der Wiener Tonkünstlerverein veranstaltete eine Ausstellung von Manuskripten und Instrumenten, die mit dem Kriege zusammenhängen. +++ Vor 50 Jahren: Japans Kinder spielen Bach – Erstbegegnung mit Suzukis frühinstrumentaler Muttersprache-Methode

Hübsch daneben – Marc Minkowski dirigiert, Felix Breisach inszeniert „Le nozze di Figaro“ im Theater an der Wien

12.04.15 (Frieder Reininghaus) -
Stücke wie der „Figaro“ gelten nach fünf Jahrzehnten „Regietheater“ als ausgereizt: Die Möglichkeiten der Politisierung, Sexualisierung, Dekonstruktion, Ironisierung oder Veralberung sind im Wesentlichen durchgespielt. Felix Breisach, ein Routinier auf dem Feld der Fernsehdokumentationen und der TV-Portraits prominenter Musiker (wie Boulez, Harnoncourt oder Hampson), hat im Theater an der Wien bereits die halbszenische Einstudierung der von Nikolaus Harnoncourt zelebrierten Da Ponte/Mozart Trilogie betreut.

Wiener Musik-Uni mit deutscher Rektorin - Regula Rapp ist erste Frau an der Spitze

08.04.15 (dpa) -
Wien/Stuttgart - Die deutsche Musikwissenschafterin Regula Rapp leitet künftig die Universität für Musik und darstellende Kunst Wien. Sie tritt ihr Amt am 1. Oktober an, teilte die Universität am Dienstag mit. Damit steht erstmals eine Frau an der Spitze der Fach-Uni mit ihren 2500 Studenten. Aktuell ist Rapp Rektorin der Staatlichen Hochschule für Musik und Darstellende Kunst in Stuttgart.

Avantgarde-Komponistin Neuwirth schreibt Stück für Wiener Staatsoper

11.03.15 (dpa) -
Wien - Die österreichische Avantgarde-Komponistin Olga Neuwirth komponiert für die als traditionell geltende Wiener Staatsoper ein Auftragswerk. Die 46-Jährige solle die Oper «Orlando» basierend auf dem gleichnamigen Roman der britischen Schriftstellerin Virginia Woolf (1882-1941) entwerfen, teilte die Staatsoper am Dienstag mit.

Verwechslungskomödie im Zeitalter der Smartphones – Offenbachs „Pariser Leben“ an der Volksoper Wien

22.02.15 (Frieder Reininghaus) -
Frieder Reininghaus stattete der Volksoper Wien einen Besuch ab und sah nur Bahnhof in Yves-Klein-Blau. „Das Offenbachsche Ideal, durch Gelächter der Vielen menschliche Unzulänglichkeiten der hochgestellten Einzelnen zumindest einzudämmen, ist von einer Wirklichkeit desavouiert worden, von der die Theatermacher in Wien keine Notiz nehmen.“

Berenike und der Friseur – Jommellis „Vologeso” wird in Stuttgart, Paisiellos „Barbier” im Theater an der Wien präsentiert

17.02.15 (Frieder Reininghaus) -
Unser Kritiker Frieder Reininghaus weist auf zwei Ausgrabungen aus der Operngeschichte hin. In Stuttgart gab es Niccolò Jommellis „Berenike, Königin von Armenien“ und im Theater an der Wien Giovanni Paisiellos „Barbier von Sevilla“. Ob es sich gelohnt hat und was das wirklich ausgegraben und wie inszeniert wurde, hier in der länderüberschreitenden Doppelkritik.

WKO-Intendant Christoph Becher wechselt zum ORF Radio-Symphonieorchester Wien

09.02.15 (PM) -
Der Intendant des Württembergischen Kammerorchesters Heilbronn, Christoph Becher, ist zum Orchesterintendanten des ORF Radio-Symphonieorchesters Wien ernannt worden. Der Stiftungsratsvorsitzende des WKO, Ralf Peter Beitner teilt mit, dass Becher beim WKO noch bis zum Jahresende 2015 unter Vertrag steht. Abhängig vom Stand der Nachfolgeregelung werde aber ein Stabwechsel in der Geschäftsführung des Kammerorchesters zu Beginn der kommenden Konzertsaison angestrebt.

Zarte Visionen, ernüchternde Bürokratie

04.02.15 (Reinhard Kager) -
In den letzten Jahren ist es beängstigend ruhig geworden um „Wien Modern“. Hatte das Festival unter der Leitung von Berno Odo Polzer, dem nunmehrigen Kurator der Berliner Maerz-Musik, mit zahlreichen thematisch innovativen Ideen geglänzt und die Bahnen des rein Retrospektiven längst verlassen, so bilden, seit Matthias Lošek 2010 die Geschicke des Festivals übernahm, überwiegend solche Rückschauen das Rückgrat von „Wien Modern“. Auch in diesem Jahr stand wieder das Schaffen eines Komponisten im Blickfeld, der immerhin zu Österreichs international bekanntesten zählt: der 1953 in Graz geborene und derzeit in New York lebende Georg Friedrich Haas.
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