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Alle Artikel kategorisiert unter »Wien«

„Capriccio“ von Richard Strauss im Theater an der Wien

20.04.16 (Frieder Reininghaus) -
Ein Ausflug in die Welt von gestern mit einigen Abstechern. Frieder Reininghaus war bei der Premiere dieses von Tatjana Gürbaca in Szene gesetzten eigenartigen Stoffs. Gürbacas Inszenierung verknüpfe „das werkimmanente Konflikt-Potential mit dem einen oder anderen Fingerzeig auf die militaristischen und gewalttätigen Kontexte im Entstehungszeitraum des Werks (bis hin zur Andeutung von Bücherverbrennung).“

„Der Kongress tanzt“ – natürlich in Wien. Die Operettenfassung des Erfolgsfilms an der Volksoper

25.03.16 (Andreas Hauff) -
Ein großer Erfolg war 1931 Erik Charells UFA -Film „Der Kongress tanzt“ mit den Star-Darstellern Lilian Harvey und Willy Fritsch. Die Musik im modernen, weltläufigen Operetten-Stil der Weimarer Jahre stammte von Werner Richard Heymann. Obwohl das NS-System 1937 den Film verbot, haben sich die beiden Schlager „Das gibt's nur einmal, das kommt nicht wieder“ und „Das muss ein Stück vom Himmel sein“ lange im kollektiven Gedächtnis der Deutschen gehalten.

Wiener Staatsoper gibt Oper mit ungewissem Ausgang in Auftrag

17.03.16 (dpa) -
Wien - Die schwierige Situation Europas in der Flüchtlingskrise soll auf abstrakte Weise im neuen Auftragswerk der Wiener Staatsoper verarbeitet werden. In der Oper «Die Weiden» geht es um die Odyssee eines Paares entlang der Donau. Die Geschichte soll als Parabel für Heimat und Fremde stehen. Der Österreicher Johannes Maria Staud ist der Komponist.

Das Präzisions-Genie – Am 5. März verstarb Nikolaus Harnoncourt mit 86 Jahren

07.03.16 (Roland H. Dippel) -
Bereits am 15. Dezember 2015 hatte Nikolaus Harnoncourt in einem offenen Brief mitgeteilt, dass er seine musikalischen und künstlerischen Aktivitäten beenden wird. In den Jahren davor hatte er seine Energien auf die styriarte in Graz und Leitungen des von ihm gegründeten concentus musicus fokussiert. Jetzt ist Nikolaus Harnoncourt am 5. März 2016 verstorben, wie seine Frau Alice aus der Steiermark mitteilte.

Pionier der historischen Aufführungspraxis - Nikolaus Harnoncourt ist tot

06.03.16 (dpa, Irmgard Rieger) -
Wien - Wie der ORF und die Austria Presse Agentur berichten, ist der Dirigent und Alte-Musik-Spezialist Nikolaus Harnoncourt am Sonnabend (5.3.) im Alter von 86 Jahren im Kreise seiner Familie gestorben. Er revolutionierte die historische Aufführungspraxis und war noch bis zu seinem Rücktritt vom Dirigentenpult im Dezember 2015 aktiv auf der Bühne zu erleben.

Mit bewährtem Werkzeug operiert – Brechts und Weills „Dreigroschenoper“ im Theater an der Wien

14.01.16 (Frieder Reininghaus) -
Seit zehn Jahren wird das Theater an der Wien – im späten 20. Jahrhundert zum Musical-Theater umgewidmet – wieder als Opernhaus bespielt. Das Jubiläum wird unter anderem mit festlichen Konzerten begangen (wiewohl der Haupt-Festdirigent Nikolaus Harnoncourt altersbedingt nicht mehr zur Verfügung steht), mit einer Erinnerung an den im Vorgängerhaus uraufgeführten „Fidelio“ und mit jener Anti-Oper, die Bertolt Brecht und Kurt Weill 1928 über Nacht grenzüberschreitend berühmt machte. Die „Dreigroschenoper“ traf Ende der Berliner Zwanziger Jahre den Nerv der Zeit, indem sie John Gays und John Christopher Pepuschs akkurat zweihundert Jahre zuvor entstandene Beggar’s Opera adaptierte und die urbanen Zustände thematisierte: Dickicht und Unwirtlichkeit der Städte, organisierte Straßenbettelei, Kriminalität, Prostitution, Korruption sowie die segensreiche Entfaltung des Bankenwesens.

Staatsoper Wien: Der Zusammenbruch als Mumie

16.12.15 (Joachim Lange) -
An der Staatsoper Wien kommt das erste Mal überhaupt Leoš Janáčeks „Sache Makropulos“ zur Sprache. Die „Sache Makropulos“ ist eine Oper über das Ende. Über das physische eines einzelnen Menschen. Geht es doch in Karel Capeks Geschichte, aus der sich Janáček das Libretto destillierte, um den Tod und um die Frage, ob und wie man ihn künstlich hinausschieben kann oder soll.

Konzertmeister der Wiener Philharmoniker ist Deutsch-Brasilianer

16.12.15 (dpa) -
Wien - Der brasilianisch-deutsche Geiger Jose Maria Blumenschein wird ab September 2016 neuer Konzertmeister der Wiener Philharmoniker. Der 30-Jährige habe das Konzertmeister-Probespiel in der Wiener Staatsoper gewonnen, teilte die Staatsoper mit. Als einer von vier Konzertmeistern ist Blumenschein erster Geiger und der wichtigste Mann im Orchester.

Meer und Mehrwert – Christof Loy präsentiert Brittens „Peter Grimes“ im Theater an der Wien

16.12.15 (Frieder Reininghaus) -
Die Besucher des Küstenstädtchens Aldeburgh in Suffolk erleben, wenn sie nicht eitel Sonnenschein erwischen, die von Osten an die Küste brandende aufgewühlte Nordsee. Trotz der Deichbaumaßnahmen hat sie in der Neuzeit die Hälfte der Ortschaft weggespült. In den letzten Jahrzehnten fand, nicht zuletzt dank des von Benjamin Britten und Peter Pears 1948 ins Leben gerufenen Musik-Festivals, eine kräftige Touristifizierung der Region statt und mit ihr ökonomische Aufwertung.

Dirigent Nikolaus Harnoncourt zieht sich vom Pult zurück [update]

07.12.15 (dpa) -
Der österreichische Stardirigent Nikolaus Harnoncourt hat zu seinem 86. Geburtstag am Sonntag das Ende seiner aktiven Arbeit am Pult bekanntgegeben. „Meine körperlichen Kräfte gebieten eine Absage meiner weiteren Pläne“, schrieb der in Berlin geborene Orchesterleiter in einem kurzen öffentlichen Brief an sein Publikum.
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