Unsere Artikel sind vielfältig kategorisiert – nutzen sie z.B. die Auflistung der populärsten Tags in der rechten Seitenleiste, oder besuchen sie die Tag-Seite. Außerdem können sie über Rubriken, Genres und Orte navigieren.

Alle Artikel kategorisiert unter »zeitoper«

Prosperos Welt: „zeitoper“-Finale mit der Uraufführung von Ming Tsaos „Die Geisterinsel“ in Stuttgart

05.05.11 (Verena Großkreutz) -
Mit ihrer „zeitoper“-Reihe verfolgt die Stuttgarter Staatsoper seit 2006 das Ziel, öffentliche Räume in Stuttgart musikalisch zu erkunden. Mit dem Musiktheater „Paulinenbrücke“ von Daniel Ott und seiner Thematisierung umstrittener Städtebaupolitik etwa war dem künstlerischen Leiter der zeitoper Xavier Zuber und seinem Team im Mai 2009 eine Produktion gelungen, die angesichts der späteren Diskussionen um das Bahn-Projekt Stuttgart 21 wahrhaft seherische Qualitäten haben sollte: ein Glücksfall für die Kunst, die hier ihrer Aufgabe, als sensibelstes Glied der menschlichen Gemeinschaft Entwicklungen und Strömungen in der Gesellschaft vorauszuahnen, perfekt erfüllte.

Showdown im Kunstverein: Die Stuttgarter Ausstellung von Michaël Borremans eröffnet mit Helmut Lachenmanns „Got Lost“

23.02.11 (Verena Großkreutz) -
Seine Gemälde umgibt Stille, Totenstille. Menschen mit starrem Blick oder geschlossenen Augen, mit leichenfahler Haut, oft auch von androgyner Gestalt, sind darauf abgebildet. Gesichter wie Totenmasken, Körper ohne jene beseelte Aura, die die Lebenden umhüllt. Die am Wochenende im Württembergischen Kunstverein eröffnete Ausstellung mit Zeichnungen, Filmarbeiten und Malereien des belgischen Künstlers Michaël Borremans zeigt entrückte Wesen: ohne Bezug zu anderen Menschen, einsam, kommunikationslos, gefangen in surrealen, paradoxen oder ironisch gebrochenen Situationen.

Odyssee im WorldWideWeb: „the art of deleting“ in der Zeitoper-Reihe der Stuttgarter Staatsoper

18.07.10 (Verena Großkreutz) -
Aller guten Dinge seien drei, heißt es. Aber in „[the art of deleting]“ (Die Kunst des Löschens), das jetzt in der Reihe „zeitoper“ der Stuttgarter Staatsoper zur Uraufführung kam, bedeutet die Zahl Unheil: Dreimal findet der junge Ripper den Tod: Erst erschießt ihn eine mysteriöse Marienfigur, dann erdolcht er sein Alter Ego, und am Ende küsst ihn Gevatter Tod höchstpersönlich. Drei verschleierte Bräute sind es, in die sich Ripper verguckt und die sich mit einem Schlag in fiese, hässliche Furien verwandeln, die ihm die Kleider vom Leib reißen und ihn einfach so stehen lassen: in Strapsen. Peinlich. Denn die Öffentlichkeit schaut zu.

Rollenspiel in der virtuellen und der Club-Welt - «The Art of Deleting» in Stuttgart

Am 16. Juli lässt die Staatsoper Stuttgart wieder die Grenzen zwischen Performancekunst und Oper verschwimmen. «The Art of Deleting» gehört zu dem Opernprojekt «Zeitoper». Seit 2006 ist es die neunte Produktion, die auf die Bühne kommt und die an außergewöhnlichen Orten neue Musik mit aktuellen Themen verknüpft. In diesem Jahr ist die Wahl auf Innenräume in der Stuttgarter Altstadt gefallen. So will man auch dem «Innenleben der Menschen» näher kommen.

Uraufführung von Daniel Otts „Paulinenbrücke“ am Originalschauplatz in Stuttgart

26.05.09 (Verena Großkreutz) -
Zwei Frauen sind unter der Stuttgarter Paulinenbrücke gestrandet. Ihr Auto haben sie gegen einen Betonpfeiler gefahren. Ihre Wohnung in der Paulinenstraße können sie nicht beziehen. Der Vermieter ist verschwunden, kein Schlüssel da. Die Unbehausten irren mit Vogelkäfig und Gummibaum bepackt orientierungslos auf dem unwirtlichen Areal herum, treffen auf einen Märchen erzählenden Dönerverkäufer und eine Souvenirs verteilende Parkwächterin im Hirschkostüm.

Oper im Autohaus - Staatsoper Stuttgart und Theater Rampe inszenieren ungewöhnliches Musiktheater

15.12.08 (Diana Wild - ddp) -
Stuttgart (ddp). Im Stuttgarter Autohaus «Schwabengarage» zeigen die Staatsoper und das Theater Rampe am Donnerstag (18. Dezember) die gemeinsame Uraufführung des Stücks «Die Jagd». Es zeigt unter anderem die «Schizophrenie, dass man mit dem Auto in die Natur fährt», sagte Regisseurin Eva Hosemann der Nachrichtenagentur ddp am Montag in Stuttgart.
Inhalt abgleichen