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Alle Artikel kategorisiert unter »Filmmusik«
Von „Musikmachern“ und „Klang-Entwicklern“
06.02.10 (Jens-Uwe Völmecke) -
Ein derartiges Motto könnte zu Missverständnissen führen, gäbe es da nicht auch noch die Unterzeile: „80 Jahre deutscher Tonfilm“. Und da viele Zeitgenossen noch wissen, wie die Zeile mit den „Millionen“ weiter geht, ist der Bezug bald wieder hergestellt: „...ich brauche weiter nichts als nur Musik! Musik! Musik!“ Ein kleines, schönes Beispiel für „Kino im Kopf“ ist dies, zumal Musik in der Tat seit den Kindertagen des Kinos das entscheidende illustrative Element des Kinos ist: von der Gefühle suggerierenden Begleitmusik des noch stummen Films über den Einsatz von Musik um ihrer selbst Willen im frühen Tonfilm der Weimarer Republik ab 1929 bis hin zum technisch ausgereiften Sounddesign neuzeitlicher Kinoproduktion.
Musik im Dienst des Bildes: Pierre Oser schuf Filmmusik für den „Bettler vom Kölner Dom“
17.01.10 (Jens-Uwe Völmecke) -
Freddy Schenk und Max Ballauf sind nicht die ersten Verbrecherjäger im Schatten des Kölner Doms. Kriminalgeschichten, gepaart mit Action- und Abenteuereinlagen, waren immer schon populär, im Tonfilm wie im Stummfilm. „Der Bettler vom Kölner Dom“ ist ein filmhistorisches Dokument, das im Jahr 1927 im alten, vom Krieg noch unversehrten Köln entstand. Der Filmkomponist Pierre Oser schuf jetzt eine neue passende Begleitmusik im Auftrag des WDR, dessen Rundfunkorchester sich damit ein neues Metier erobert.
Ein Gipfeltreffen der Filmmusik: Eindrücke von der Soundtrack Cologne 6.0
27.11.09 (Martin Gerke) -
Zum sechsten Mal traf sich in Köln die internationale Filmmusik, um einerseits das Profil der Szene in seinen zahlreichen Facetten zwischen Mainstream und Kunstfilm zu schärfen und andererseits überhaupt eine Öffentlichkeit für eine in Deutschland meist stiefmütterlich behandelte Kunst zu schaffen. Die musikalische Tonspur ist im deutschen Fernsehen meist unterfinanziert und unterliegt in der Endmischung oft einem fragwürdigen Konzept von „Realismus“. Dass dann über die mangelnde Qualität von Filmmusik geschimpft wird, ist somit nicht einfach den Komponisten anzulasten, die versuchen mit Kreativität und idealistischem Einsatz diesem Dilemma eine ordentliche Filmmusik abzutrotzen.
Toleranzinitiative: Rabih Abou-Khalils Musik zum Stummfilm „Nathan der Weise“
26.10.09 (Stephanie Knauer) -
„Seid Menschen!“, verlangt Sultan Saladin zum Schluss. Diese im letzten Zwischentitel „verbalisierte“ Forderung nach gelebtem Humanismus durchzieht den zweistündigen Stummfilm „Nathan der Weise“ wie ein roter Faden: in Form lautlos schreiender Anklage gegen visualisierte Unmenschlichkeit, gegen verbohrte christliche Intoleranz und fanatisierten Glaubensdünkel, dem Nathans Ringparabel als leuchtendes, allegorisch verbrämtes Ideal gegenübersteht; und endlich als dargestellter elysischer Religionsfriede, der die 1922 gedrehte Filmfassung des gleichnamigen Ideendramas von Gotthold Ephraim Lessing als Vision vom Paradies auf Erden krönend abschließt.
Fritz Langs „Metropolis“
06.10.09 (Robert v. Zahn) -
Das Landesblasorchester des Volksmusikerbunds NRW spielte unter Leitung von Renold Quade die Filmmusik zu „Metropolis“ am 27. August in der Kölner Philharmonie und am 29. August im Gustav-Lübcke-Museum Hamm. Theodor Burkali hat die Originalmusik von Gottfried Huppertz für Blasorchester arrangiert und schon im ersten Teil des Films wird klar, dass kaum eine andere Besetzung Fritz Langs phänomenale Stadtarchitekturen passender in Klang setzen könnte.
Soundtracks 2009/09
02.09.09 (Viktor Rotthaler) -
Irmin Schmidt: Filmmusik Anthology Volume 4 & 5 Spoon Records/Warner Music
