Intendanten mobilisieren gegen Schließung des Schauspielhauses Wuppertal
Geplant sei, dass alle im Bühnenverein organisierten Theater an diesem Tag mit kurzen künstlerischen Beiträgen auf die «dramatische Lage» kommunaler Schauspielhäuser aufmerksam machen. Es gehe nämlich nicht nur um das Wuppertaler Haus. Dessen Schließung wäre nach dem Aus des Berliner Schillertheaters «ein verheerendes Signal für den Zusammenbruch des deutschen Theatersystems», warnte Freytag.
Zur Bedeutung des Wuppertaler Schauspielhauses sagte Freytag, es sei eines der bedeutendsten Theaterneubauten der zurückliegenden 50 Jahre. Die Einrichtung sei verbunden mit herausragenden Namen wie Arno Wüstenöfer, Peter Zadek, Hans Bauer und Pina Bausch. Freytag fügte hinzu, der Intendantengruppe seien die finanziellen Probleme der Stadt Wuppertal sehr wohl bewusst. Allerdings sei der Einspareffekt durch eine Schließung des Theaters angesichts der Höhe des Haushaltsdefizits marginal.
Die finanziell angeschlagene Stadt Wuppertal plant massive Einschnitte unter anderem bei der Kultur. Das Haushaltssicherungskonzept sieht vor, den Betriebskostenzuschuss für die Wuppertaler Bühnen bis zum Jahr 2014 um rund 2 Millionen auf 8,6 Millionen Euro zu senken. Das Schauspielhaus könnte dann nicht saniert und müsste als Theaterspielstätte aufgegeben werden. Das Ende des Sprechtheaters und möglicherweise auch der Oper werden befürchtet. Erst am vergangenen Wochenende hatten Tausende Bürger gegen eine Schließung des Schauspielhauses protestiert.
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