Kongress will Robert Schumanns Werk neu beleuchten
«Schumann war unter den bedeutenden Komponisten sicher einer der literarisch gebildetsten», sagte sie. Sein musikalisches Werk gehe über die reine Rezeption von Literatur weit hinaus, vielmehr erkenne man immer mehr eine Art «Seelenverwandtschaft» zwischen seiner Musik und der Literatur.
Auch Schumanns Spätwerk verdiene eine Neubetrachtung, sagte Bodsch. Seine Kompositionen seien damals und in den Jahren nach seinem Tod von Verlegern und seiner Familie unter dem Eindruck seiner schweren Erkrankung betrachtet worden, und man habe von einer Veröffentlichung abgesehen, sagte Bodsch. Diese Sicht habe über Jahrzehnte nachgewirkt, heute aber bemerke man immer mehr, dass Schumanns Spätwerk sehr zukunftsweisend und mitnichten von seiner Krankheit beeinträchtigt gewesen sei.
Parallel zum Kongress führt das Gewandhausorchester am Donnerstag ein großes Konzert zum 200. Geburtstag des Komponisten auf. Gespielt werden Schumann «Szenen aus Goethes Faust».
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