Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld / Mönchengladbach droht das Aus

19.12.08 -
Gemeinschaftstheater Krefeld Mönchengladbach akut bedroht +++ Ohne Nachtragshaushalt droht das Aus +++ Mönchengladbach verwährt Aufstockung von 485 000 Euro
19.12.2008 - Von PM Theater Krefeld/Mönchengladbach, KIZ

Krefeld/Mönchengladbach. Die Existenz der Vereinigten Städtischen Bühnen Krefeld und Mönchengladbach ist akut bedroht. Bei seiner Sitzung am Mittwoch, dem 17. Dezember 2009, genehmigte der Rat der Stadt Mönchengladbach den vom Theaterkuratorium bereits beschlossenen Nachtragshaushalt für die laufende Spielzeit 2008/2009 nicht. Eine Aufstockung der Zuschüsse beider Trägerstädte war notwendig geworden, da die auch für die deutschen Theater übernommenen Tariferhöhungen im Öffentlichen Dienst ein Loch von einer knappen Million Euro in den aktuellen Etat des ältesten deutschen Fusionstheaters gerissen hatte. Die Zustimmung aus Krefeld war bereits am 11. Dezember gekommen. Gegen die Gewährung der von Mönchengladbach aufzubringenden Summe von 485 000 Euro stimmte jetzt die Ratsmehrheit von CDU und FDP. "Wenn es dabei bleibt, sind wir Anfang Juli 2009 zahlungsunfähig", skizziert Generalintendant Jens Pesel, der das Gemeinschaftstheater am Niederrhein seit zwölf Jahren erfolgreich leitet, die düsteren Zukunftsaussichten der Bühnen.

"Nachgerade absurd", so Pesel, mute da die Ratsentscheidung an, die die Mönchengladbacher Kommunalpolitiker im vorgelagerten Tagesordnungspunkt herbeigeführt hatten: Mit den Stimmen von CDU und SPD wurde beschlossen, für mehrere Millionen eine ehemalige Bundeswehr-Depothalle zu einem Ausweichquartier für das wegen sanierungs- und brandschutzbedingter Umbaumaßnahmen im kommenden Sommer zu schließende Theater Mönchengladbach herzurichten. "Ob wir in diesem Gebäude, das sich unweit des Mönchengladbacher Borussen-Stadions im Nordpark befindet, in den Spielzeiten 2009/2010 sowie 2010/2011 überhaupt Theateraufführungen werden anbieten können, steht nach der Ablehnung des Nachtragshaushaltes allerdings in den Sternen", verdeutlicht Pesel die brisante Situation.

http://www.theater-krefeld-moenchen…
 

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