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Alle Artikel kategorisiert unter »Musik im dritten Reich«

Fünfundvierzig Jahre Verspätung: eine interdisziplinäre Tagung zu „Musik(wissenschaft) – Nachkriegskultur – Vergangenheitspolitik“ in Mannheim

24.01.12 (Frieder Reininghaus) -
Der vom Deutschen Germanistenverband im Oktober 1966 einberufene Germanistentag in München widmete sich unter dem Generalthema Nationalismus in Germanistik und Dichtung erstmals mit kritischen Ansätzen der neueren Geschichte des Fachs und einigen seiner wesentlichen Gegenstände. Die Denkanstöße und Ergebnisse dieser Tagung suchten die große Wissenschaftsdisziplin mit einem anwachsenden Crescendo heim und haben sie nachhaltig verändert.

Von einer gefährlichen Faszination

01.07.11 (Albrecht Dümling) -
Anton Weberns Einstellung zum Nationalsozialismus war zwiespältig. Einerseits warnte er im März 1933 in einem Vortrag vor der neuen Kunstpolitik in Deutschland, die das geistige Leben zerstöre, andererseits sah er wenig später in Adolf Hitler und dem „Neuen Reich“ die Verwirklichung eines von Stefan George schon lange gehegten Traumes. Es verwundert deshalb nicht, dass der bekennende Antifaschist Karl Amadeus Hartmann, der Ende 1942 einige Stunden bei Webern nahm, über dessen politische Haltung schockiert war. Während auch andere Mitglieder der Zweiten Wiener Schule damals den Kopf schüttelten über die merkwürdige Naivität des Komponisten, äußerte sich dessen Lieblingsschüler Ludwig Zenk (1900–1949) zustimmend.

„Zum Einschlafen gibt’s genügend Musiken“

11.12.08 (Paul Bräuer) -
Das Wesen des Faschismus ist es, jeden Aspekt menschlichen Daseins zu einem Kampf auf Leben und Tod zu erklären. Was das für die Musik bedeutet, hat vor siebzig Jahren in Düsseldorf die Ausstellung „Entartete Musik“ gezeigt. Dort wurde Musik als Begründung dafür nutzbar gemacht, Menschen zu deportieren oder in den Selbstmord zu treiben.
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