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Alle Artikel kategorisiert unter »Ruhrtriennale«

John-Cage-Oper zum Auftakt der Ruhrtriennale 2012

Essen - Die Ruhrtriennale steht in diesem Jahr im Zeichen des Musiktheaters. Die erste Saison des Kulturfestivals unter dem neuen Intendanten Heiner Goebbels wird mit dem Stück "Europeras 1&2" von John Cage eröffnet, einem der radikalsten und genialsten Entwürfe des Musiktheaters des 20. Jahrhunderts, wie Goebbels am Montag in Essen sagte. Vom 17. August bis zum 30. September sind bei der Ruhrtriennale insgesamt 37 Produktionen mit mehr als 100 Veranstaltungen zu sehen.

Ruhrtriennale bringt „Europeras 1&2“ von John Cage auf die Bühne

09.01.12 (PM) -
Die erste Saison der Ruhrtriennale unter dem neuen Intendanten Heiner Goebbels wird am 17. August 2012 mit zwei großen Produktionen eröffnet. In der Bochumer Jahrhunderthalle inszeniert Heiner Goebbels gemeinsam mit Klaus Grünberg (Bühne/Licht) und Florence von Gerkan (Kostüme) „Europeras 1&2“ von John Cage, ein Schlüsselwerk Neuer Musik und Neuen Musiktheaters.

Warten bis zur Selbstaufgabe: Toshio Hosokawas Kammeroper „Hanjo“ bei der Ruhrtriennale

07.10.11 (Stefan Pieper) -
„Alle Liebe ist schrecklich und da gibt es keine Regeln“ ist einer der dunklen Sätze, die in der Kammeroper „Hanjo“ auf eine Schattenwelt jenseits der großen Gefühle verweist. Und gerade einmal anderthalb Stunden benötigte dieses vom Japaner Toshio Hosokawa komponierte Bühnenstück, um Grenzerfahrungen von Verzweiflung, brennender Sehnsucht und Selbstaufgabe extrem zu verdichten – und mit so etwas eine der stärksten und zu recht stürmisch gefeierten Produktionen bei dieser Ruhrtriennale zu liefern.

Buddhismus als Ausweg

06.10.11 (Georg Beck) -
Mit einem Bekenntnis geht diese Intendanz zu Ende. Isoldes „Liebestod“ nicht in den Armen Brangänes über dem Leichnam Tristans, vielmehr stehend, außerhalb der Spielfläche, vor dem Publikum, über dem Orchester. Als hätte Willy Decker sein religions-(nicht kirchen-)affines Triennale-Konzept der „Urmomente“, dessen dritter und letzter Durchlauf mit der „Suche nach dem Jetzt“ nun abgeschlossen ist, auf diesen einen Moment ausgerichtet. Fürs Wollen der zurückliegenden Jahre, für Anspruch und Vision noch einmal ein Bild bringen. Eins, das ganz ihm gehört. Und eins, das die Grenze markiert, an der sich Theater und Leben berühren.

Suche nach dem Jetzt - Technophobia mit Francesco Tristano bei der Ruhrtriennale

01.09.11 (Stefan Pieper) -
Während beim Techno seit der Gründerzeit die Revolution vor allem von den Maschinen ausging, erobern die Ingredienzen dieser Musikrichtung jetzt die Konzertsäle zurück. Der Detroiter DJ-Künstler Jeff Mills hatte hier gewissermaßen eine Pioniertat vollbracht, als er seine elektronisch generierten Tracks für großes Sinfonieorchester arrangierte und damit charismatisches Hörkino lieferte! (Jeff Mills: Blue Potential –  live with Montpellier Philharmonic Orchestra, Tresor Records 2006)

Herbstkräftig die gedämpfte Welt: „Gisela!“ von Hans Werner Henze bei der Ruhrtriennale uraufgeführt

27.09.10 (Georg Beck) -
Einen „Pollicino für Erwachsene“ bitte! So hatten es die Kulturhauptstadt-Auftraggeber erbeten. So hat Hans Werner Henze seine „Gisela! oder: Die merk- und denkwürdigen Wege des Glücks“ konzipiert. Doch so war dem Herzstück der Henze-Werkschau bei ruhr.2010 nur schwer Theaterleben einzuhauchen. Die Vergangenheit eines großen Komponisten ist das eine – die große Vergangenheitsbeschwörung das andere. [Lesen Sie auch das Interview mit Hans Werner Henze in der Oktober-Ausgabe der nmz.]

Komponist Heiner Goebbels wird ab 2012 neuer Intendant der Ruhrtriennale

Der Frankfurter Komponist, Regisseur und Hochschulprofessor Heiner Goebbels wird neuer Intendant der Ruhrtriennale. Im Jahr 2012 übernimmt er die künstlerische Leitung und tritt damit die Nachfolge des amtierenden Intendanten Willy Deckers an. Der Aufsichtsrat und die Gesellschafterversammlung der Kultur Ruhr GmbH beschlossen auf ihrer Sitzung am Freitag, Heiner Goebbels mit der Intendanz der Ruhrtriennale in der Spielzeit von 2012 bis 2014 zu betrauen.

„Passio Compassio“ brachte in der Bochumer Industriekathedrale die Kulturen in Berührung

19.09.10 (Stefan Pieper) -
Mystik als übergeordnete Kategorie von Religion findet vor allem in der Musik ihren tiefen Ausdruck. Johann Sebastian Bachs Kantaten und Oratorien entfalten ihre Emotionalität auch ohne Kenntnis des religiösen Überbaus. Ebenso kann die Musik der islamischen Welt sehr wohl Nicht-Muslimen in spirituelle Stimmungen hinein verhelfen. In Zeiten sich verschärfender Kultur-Konflikten liegt es nahe, das Gemeinsame, Übergeordnete herauszustellen – vor allem auf dem Weg der Musik als ein dankbares Medium.

Im Sand von Kundus

06.09.10 (Georg Beck) -
Dieses Déjà-vu. Tanklaster, festgefahren im Wüstensand. Ein Bild, das Youtube bis dato exklusiv hatte. Jetzt, zur Eröffnung von „Wanderung“, Willy Deckers zweiter Ruhrtriennale-Spielzeit, wird die Cockpit-Perspektive über Kundus als Nahaufnahme nachgereicht. Nach der jüdischen Welt, nach einem bemerkenswerten „Moses und Aron“ (nmz 9/09), nun die muslimische. Nicht mit einem Repertoirestück, das es dazu nicht gibt, vielmehr als Neukreation des palästinensisch-israelischen Komponisten Samir Odeh-Tamimi auf einen Text von Albert Ostermaier. Letzterer schickt eine Patrouille in einen Hinterhalt, den wiederum der regieführende Intendant Decker und sein bewährter Ausstatter Wolfgang Gussmann über der Sandbank von Kundus ausmachen – und heranzoomen.

Ruhrtriennale geht mit der Uraufführung von „Leila und Madschnun“ neue Wege

Unter dem Motto "Wanderung" geht die diesjährige Ruhrtriennale neue Wege. Das Festival, das sich 2010 dem Islam widmet, eröffnet am 20. August mit der Uraufführung des Stücks "Leila und Madschnun", wie Intendant Willy Decker am Dienstag in Bochum mitteilte. "Die Liebesgeschichte ist im islamischen Kulturkreis mindestens so bekannt wie 'Tristan und Isolde' bei uns", sagte Decker. Musik und Text seien eigens für die Ruhrtriennale geschrieben worden.
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