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Alle Artikel kategorisiert unter »Der ferne Klang«
Flammen aus einem Wahn: drei Schreker-Opern als Neueinspielungen: „Irrelohe“, „Der ferne Klang“ und „Der Schmied von Gent“
04.05.12 (Peter P. Pachl) -
Da die von John Dew in Bielefeld intendierten Bühnenwerke Franz Schrekers nicht für Tonträger koproduziert wurden und Kirsten Harms’ Reihe ihrer Kieler Schreker-Ausgrabungen keine Fortsetzung mehr fand, gibt es noch immer Lücken bei den Opern dieses Komponisten auf CD. Zwei komplementäre Einspielungen der Opern „Der ferne Klang“ und „Irrelohe“ beweisen die Interpretationsbreite dieser Bühnenpartituren, und die Erstveröffentlichung des Spätwerks „Der Schmied von Gent“ ergänzt den Höreindruck seines Gesamtwerks um einen weiteren Baustein.
Animalische Fährten: Schrekers „Der ferne Klang“ überzeugt in Bonn als Totaltheater
22.01.12 (Peter P. Pachl) -
Dirigent Will Humburg kehrt mit dem bestens disponierten Beethoven Orchester Bonn alles Unkonventionelle an der 1912 in Frankfurt uraufgeführten Oper hervor, arbeitet die schreienden Einzelmomente in Schrekers Mischklang solistisch heraus, stellt permanent die Modernität dieser Partitur unter Beweis und rückt sie doch stets in einen traditionell spätromantischen Zusammenhang und zeigt so die künstlerische Herkunft und musikdramatische Verwandtschaft des von Paul Bekker als „einzigen Nachfolger Richard Wagners“ deklarierten Komponisten auf – auch mit der äußeren Gewichtigkeit zweier großer Pausen.
Zeitübergreifende Extravaganza: Zürcher Erstaufführung von Franz Schrekers „Der ferne Klang“
10.05.10 (Peter P. Pachl) -
Seit Ingo Metzmacher im Jahre 1988 für seinen damaligen Chef Christoph von Dohnanyi in der Brüsseler Premiere von Schrekers „Der ferne Klang“ als Dirigent eingesprungen war, hat sich seine Interpretation der Oper merklich verändert. Klang die 1912 in Frankfurt uraufgeführte Oper in Brüssel noch vorherrschend rau und schroff, so, als gelte es zu beweisen, dass mit dieser Partitur der entscheidende Schritt zur Moderne vollzogen wurde, so fiebert sie nun unter Metzmacher in ambivalentem Glanz, mit deutlicher Verwurzelung in den Scherben einer zerbrochenen Romantik.
Die Spiegelwelt des Theaters: Schrekers „Der ferne Klang“ in Augsburg
04.03.10 (Peter P. Pachl) -
Die Produktion von Franz Schrekers Oper „Der ferne Klang“ am Stadttheater Augsburg, einer Bühne mit einschlägigen Schreker-Erfahrungen aus den 20erjahren – damals sang die Gattin des Komponisten die weibliche Hauptpartie im „Schatzgräber“ –
stand zunächst unter keinem guten Stern, nachdem bereits am ersten Probentag der Regisseur Nicholas Broadhurst ausgefallen war. Um so beachtlicher nun das Ergebnis, das mit nur einer Woche Verschiebung herauskam, nachdem die Regisseurin Renate Ackermann in das bereits fertige Ausstattungskonzept eingestiegen war.
Voller Schlagkraft, aber unerlöst: Schrekers „Der Schmied von Gent“ in Chemnitz
31.01.10 (Peter P. Pachl) -
In Chemnitz stand erstmals seit 1921 eine Oper Franz Schrekers auf dem Spielplan. Nach der Berliner Staatsoper und den Bühnen in Bielefeld erfuhr Schrekers letztes vollendetes Werk „Der Schmied von Gent“ damit erst die dritte Produktion seit dem erzwungenen Verklingen dieses Komponisten im NS-Staat. Kurz vor Machtantritt Hitlers hatte diese Große Zauberoper in Berlin noch ihre umstrittene Premiere erlebt.

