Aktuelles von nmzMedia (mehr)
Dietrich Fischer-Dieskau und Julia Varady: Meisterkurs an der Hochschule für Musik Karlsruhe
19.05.12 -Dietrich Fischer-Dieskau war nicht nur der gefeierte Liedsänger - auch das Unterrichten war ihm ein besonderes Anliegen. Mehrmals waren er und seine Frau Julia Varady in den vergangenen Jahren zu Gast an der Hochschule für Musik Karlsruhe, um dort mit jungen Sängerinnen und Sängern musikalisch zu arbeiten. Hier ein kleiner Rückblick auf die Meisterklasse 2008 – ein Film von Felix Hentschel, Silke Panitz und Katharina Herkommer, damals Musikjournalismus-Studenten an der Hochschule.
Menschen
Die Kunst der höchsten Verfeinerung: Murray Perahia zum 65. Geburtstag – Bemerkungen zu seinem aktuellen Recital-Programm
20.05.12 (Christoph Schlüren) - Murray Perahia ist unter den großen Musikern unserer Zeit ein Solitär der Schwerelosigkeit. Am 19. April wurde der aus einer aus Griechenland eingewanderten sephardischen Familie stammende, in New York geborene Pianist 65 Jahre alt. Das könnte überraschen, denn eigentlich hat Perahia immer ‚alterslos’ gewirkt. Wenn er auf die Bühne kommt, bietet er eher das Bild eines versehentlichen Anti-Stars, so bar jeglicher Allüren und Bedeutungsschwere ist sein Auftritt – es wirkt, als wolle er selbst gar nicht gesehen werden, als bitte er darum, ihn hier einfach sein Amt verrichten zu lassen, im zutiefst ernsthaften Streben, gemeinsam einen musikalischen Kosmos entstehen zu lassen und der Welt der lebendigen Tonbeziehungen zu huldigen.
Szene
Abgesang einer Epoche: Cornelius Meister verabschiedet sich mit „Ariadne auf Naxos“ aus Heidelberg
21.05.12 (Frieder Reininghaus) - Der Donner aus der Höhe und der prasselnde Regen auf dem provisorischen Dach waren echt. Ansonsten alles Kulisse im Blickfeld der Zuschauer: Eine flache Bühne, hinter einem Gitterzaun in drei Stufen steil ansteigend und sich perspektivisch rasch verjüngend, zeigt den hochherrschaftlichen Park und das Stadtschlösschen des „reichsten Manns von Wien“. Entworfen von Rolf Käselau und ausgeführt von den Werkstätten des Heidelberger Theaters wie für eine Vorstadtbühne in der Zeit kurz vor dem ersten Weltkrieg. Deren Mode und Uniformen zitiert Sabine Bickenstorfer herbei. Rechts und links, auch wie aus Pappe, Proszeniums-Logen, die ins Spiel mit einbezogen werden.
Szene
Am Tag der kulturellen Vielfalt polterts zum Thema Urheberrecht
21.05.12 (Martin Hufner) - Am Tag der kulturellen Vielfalt polterts zum Thema Urheberrecht
Heute legte nicht nur der Arbeitskreis Urheberrecht der SPD-Bundestagsfraktion seine „Zwölf Thesen für ein faires und zeitgemäßes Urheberrecht“ vor – diese Thesen wurden auch fast zeitgleich schon vom Bundesverband der Musikindustrie in Teilen begrüßt. Und die Piratenpartei „kontert" (kentert, entert?) heute mit „Die zehn wichtigsten Punkte einer Urheberrechtsreform“. Der Deutschen Kulturrat stürmt das Netz mit einem Aufruf: „Für kulturelle Vielfalt im Internet“ und fordert ein „starkes Urheberrecht“. Daneben tritt einigermaßen unerwartet ein juristischer Akt: Die GEMA geht wegen des sogenannten „YouTube-Urteils“ des Landgerichts Hamburg in Berufung.
Rezensionen
Rezension
Das Ewige, das Weibliche und der stete Lauf der Welt: „Sonne, Mond und Sterne“ – eine szenische Kantate von Peter Schindler
19.05.12 (Max Nyffeler) - Rein quantitativ tendiert diese Kantate zu Superlativen: Zwei Akte, eine Besetzung für Sopran und Bariton solo, gemischten Chor und großes Ensemble (siebzehn Spieler), nicht weniger als 22 Textdichter plus Wunderhorn- und Bibeltexte und eine Partitur im Umfang von über 300 Seiten. Das Ganze, so das sehr umfangreiche Partiturvorwort, kann auch szenisch gemacht werden, wobei der Übergang zu Oper oder Musical fließend sein soll. Der Stuttgarter Peter Schindler, vielseitig aktiv als Komponist von Musicals, Chansons und Kinderstücken, als Organist und Pianist zwischen Klassik und Jazz, hat sich mit seinem Mega-Opus „Sonne, Mond und Sterne“ viel vorgenommen.
Glossen & Kommentare
Glossen & Kommentare
Wie ich einmal einen künftigen Bundespräsidenten nach vorn bringen konnte: Theo Geißlers Kurz-Schluss
01.05.12 (Theo Geißler) - Wenn es mit rechten Dingen zuginge, müsste ich im Geld schwimmen. Aber als Ghostwriter verschiedener Regierungsinstitutionen und Parteien wird man regelmäßig mit unterentwickelten Pauschalen abgefertigt und geistig enteignet. Materiellen Rahm und Ruhm schöpfen dann irgendwelche Pappnasen ab, die gerade politisch genehm sind und angeblich einen besseren Namen haben. Ich habe natürlich gar keinen, wie sollte ich auch – der stets billig abgefundene Lohnschreiber. [aus politik & kultur 3-2012]
Dossier
El Sistema: das venezolanische Modell elektrisiert die Musikwelt
Kaum ein musikpädagogisches Projekt hat in den vergangenen Jahren weltweit so viel Echo ausgelöst wie „El Sistema“, das venezolanische Modell, das Kindern und Jugendlichen aus allen sozialen Schichten das Musizieren in Orchestern und Singen in Chören ermöglicht. Anlässlich der Publikation des Buches von Michael Kaufmann und Stefan Piendl, das in der nmz Ausgabe 3/2012 rezensiert wurde, haben wir weitere Texte zusammengestellt, die in den vergangenen Jahren bei uns zu diesem faszinierenden Thema erschienen sind.
Aus Hoch- und Musikschule
Detmold: Preis für Duo Pascher / Komatina - Der Detmolder Akkordeonist Nikola Komatina (Klasse Prof. Grzegorz Stopa) und die Flötistin Sarah Pascher (Klasse Prof. János Bá...
Detmold: Anmeldefrist endet - Die Anmeldungsphase des diesjährigen GFF-Wettbewerb für Studierende der HfM Detmold endet am 31. Mai. Im Zentrum des Wettbewerbs steht...
Detmold: Anmeldefrist endet - Die Anmeldungsphase des diesjährigen GFF-Wettbewerb für Studierende der HfM Detmold endet am 31. Mai. Im Zentrum des Wettbewerbs steht...
Detmold: DAAD Preis ausgeschrieben -
Auch in diesem Jahr stellt der DAAD den deutschen Hochschulen Mittel für die Verleihung des DAAD-Preises für hervorragende...
Detmold: Impuls-Preis für jungen Komponisten - Ehsan Mohagheghi-Fard, iranischer Kompositionsschüler der Klasse Prof. Martin Christoph Redel an der Hochschule für Musik Detmold, wurde im...
aus den nmz-Blogs
Bad Blog Of Musick: Ins Kühle. Nass. - Geiz ist geil, heißt es immer beim Mediamarkt. Oder nur noch "geil ist geil", seit kurzem. Ist das dasselbe wie "fort ist fort"? Wer hat das...
Bad Blog Of Musick: Kerne – Aufruf zu einem Musiktheaterfonds München, gerade wegen der Biennale! - Die Münchener Biennale neigt sich zum Ende hin. Das wäre konkludierend zur Festivalausgabe 2010 beinahe der inhaltliche Kernsatz gewesen....
Bad Blog Of Musick: Feilscherer & Uhrheber - Kaum widmet man sich mal ein, zwei Wochen nur der “Kunscht”, knistert und knattert es im Urwald, ähemm – wie hieß dies...
Bad Blog Of Musick: von kosmischen Kakerlaken und Frauen die es nicht gibt - Bei der diesjährigen Münchener Musiktheaterbiennale fällt beim Programm eine große Zuwendung zur so genannten Münchener "...
Bad Blog Of Musick: Friedhof der Kuschelkultur (2) - Wie ich gerade eben erst erfuhr, hat der Deutsche Musikrat eine lobenswerte große Aktion gestartet, in der 4 verschiedene Poster/Grafiken einen...
Umschlagplatz Messe: eine German Jazz Expo allein reicht nicht
Der deutsche Jazz kommt nur bis Bremen
(Andreas Kolb) Es klingt nach einer Anekdote, aber es ist verbürgt: Fragt man heute in den Vereinigten Staaten nach Namen deutscher Jazzmusiker, dann kennt man dort meist nur einen: Peter Brötzmann, eine Leitfigur aus der Epoche des Freejazz. Wie kommt das? An achtzehn deutschen Hochschulen werden seit beinahe drei Jahrzehnten Jazzmusiker auf internationalem Niveau ausgebildet, Deutschland besitzt heute eine der lebendigsten Jazzszenen. Warum kennt im Ausland keiner die Namen ihrer Protagonisten?
Magazin: 11 Fragen ans Susanne Asche
Kommentar/Glosse: Nachschlag 2012/05 - Kölner Oper am Abgrund
Musikleben: Personalia 2012/05
Berichte: Kunst ist doch die bessere Theologie - Das Forum neuer Musik beim Deutschlandfunk zum Thema „Komponieren als Dialog mit Gott“
Chorszene: Keine Zeit für Nabelschau und Vereinsmeierei - Mit dem Chorfest in Frankfurt setzt der Deutsche Chorverband auf mehreren Ebenen Zukunftssignale
Hochschulmagazin: Klare Signale an Hochschulleitung und Stadt - Tönender Übestreik an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg
Pädagogik: Den Hörern reinen Wein einschenken - Zur Tagung „Musikvermittlung – auf dem Weg zur Partizipation?“ an der Zürcher Hochschule der Künste
Rezensionen: Die Kunst der Verführung - Kompakte Opernbücher bei Bärenreiter, Henschel und C.H.Beck
Verbände: Kammermusik in Schloss Krickenbeck - Überzeugende Ergebnisse der Preisträger des Wettbewerbs „Jugend musiziert“ aus NRW
DTKV: „It’s a long way“ - Annette Degenhardt spielt Eigenkompositionen















