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Alle Artikel kategorisiert unter »Musikdrama«
Flieder duftet besser als Nikotin – „Die Meistersinger von Nürnberg“ in Katharina Wagners Bayreuther Version
03.08.10 (Peter P. Pachl) -
Es gibt wohl in der Dialektik des Regietheaters kaum eine klaffendere Diskrepanz als die zwischen dem strahlenden C-Dur-Jubel am Ende von Richard Wagners „Meistersinger“-Partitur und der szenischen Version seiner Urenkelin bei den Bayreuther Festspielen, mit dem als bedrohliche Schreckfigur im gefährlichen Dunkel stehenden, von grässlichen Monumentalbüsten á la Breker eingerahmten Sachs. Der auf den Schlussakkord postwendend einsetzende Buh-Sturm wurde nur noch gesteigert, als Katharina Wagner mit ihrem Bühnenbildner Tilo Steffens alleine vor den Vorhang trat.
„Parsifal“ – Premieren-Höhepunkt der Bayreuther Festspiele
30.07.10 (Peter P. Pachl) -
Wie bei der Pressekonferenz der Bayreuther Festspiele zu vernehmen war, wird es den „Parsifal“ in der Inszenierung von Stefan Herheim (aufgrund finanziell zu hoher Forderungen eines Ausstatters) leider nicht als Public Viewing und damit auch nicht auf DVD geben. Dies ist nicht nur aufgrund der herausragenden Qualität dieser Arbeit, sondern insbesondere auch deshalb besonders bedauerlich, da diese Inszenierung obendrein die (Rezeptions-)Geschichte der Bayreuther Festspiele selbst ins Bild setzt.
Das Gesamtkunstwerk im digitalen Zeitalter
07.07.10 (Juan Martin Koch) -
Ein beliebtes Gedankenspiel ist es, sich vorzustellen, welche Musik ein Komponist der Vergangenheit heutzutage schreiben würde, auch wenn dieses meist dazu missbraucht wird, die zeitgenössische E- gegen die U-Musik auszuspielen. Im Falle Richard Wagners müssten die Fragen wohl ein wenig anders lauten: Aus welchen Kunstsparten würde sich der Gesamtkunstwerkler heutzutage seine Bühnenwelten zusammenbauen? Und wie weit würde er sich dabei in digitale Welten vorwagen?
