10 kleine Klavierhersteller - Auch Bösendorfers Zukunft ist ungewiss [update]
Laut Medienberichten (ORF, Standard) muss im schlechtesten Fall mit einer Verlagerung der Produktion nach Fernost gerechnet werden, bestenfalls mit Entlassungen im Wiener Unternehmen. Darüber will Hiroo Okabe, Vertreter der Musiksparte des japanischen Großkonzers, heute informieren.
Seit der Übernahme durch Yamaha schreibt der über 180 Jahre alte Klavierhersteller Bösendorfer rote Zahlen. Im vergangenen Geschäftsjahr verkaufte der Hersteller rund 200 Klaviere und musste daher einen Verlust von mehr als 3 Millionen Euro verbuchen. Um die von Yamaha vorgegeben Ziele zu erreichen, müsste Bösendorfer allerdings jährlich 400 bis 500 Flügel verkaufen.
Die weltweite Finanzkrise hat bereits mehrere Klavierhersteller im deutsch-sprachigen Raum in Mitleidenschaft gezogen: So mussten der Braunschweiger Klavierhersteller Schimmel sowie das Leipziger Unternehmen Rönisch und Hupfeld im August 2009 in die Insolvenz gehen, die Mitarbeiter von Seiler Pianos sind seit vergangenem Monat in Kurzarbeit.
[update 26.11., 21.00 Uhr]: "Aus für Bösendorfer in Wien"
Wie der ORF berichtet, geht die Tradition der Klaviermanufaktur Bösendorfer an einem seiner beiden Standorte zu Ende. Der Verkaufsraum und die Verwaltungszentrale in Wien werden geschlossen, der Standort in Wiener Neustadt bleibt. Wieviele Mitarbeiter ihren Job verlieren, steht noch nicht fest.
Der Betrieb soll grundsätzlich in Österreich erhalten bleiben und nicht nach Japan verlagert werden. Derzeit beschäftigt der Klavierhersteller 179 Mitarbeiter. Von der Schließung in Wien sind 50 Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer betroffen.
Einige von ihnen werden beim Standort Wiener Neustadt weiterarbeiten können. Dort soll ein gemeinsamer Verkaufsraum von Bösendorfer und Yamaha eingerichtet werden, wie es am Donnerstag vom Vorstand hieß.
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Entlassungen ...
Wenn, dann müsste mit “Kündigungen” gerechnet werden.
Bei Entlassungen handelt es sich um besonders schwerwiegende Umstände, die dem Arbeitgeber eine Weiterbeschäftigung des Arbeitnehmers unzumutbar machen.
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