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Alle Artikel kategorisiert unter »Carl Maria von Weber«

Zwei Morde zum Kugelsegen: Calixto Bieitos Inszenierung des „Freischütz“ an der Komischen Oper Berlin

30.01.12 (Peter P. Pachl) -
Zu den Schrecknissen der im Jahre 1821 im Königlichen Schauspielhaus in Berlin uraufgeführten Romantischen Oper Carl Maria von Webers zählte in der Wolfsschlucht ein im Gebüsch raschelnder Eber. Die Begegnung mit einem Wildschwein hat zwar bis heute nichts an Gefährlichkeit eingebüßt, aber wenn dieses bereits zur Ouvertüre im Gegenlicht des vernebelten, Eichenwald-Jungholzes domestiziert äst und rhythmisch mit dem Bürzel wedelt, gehören ihm alle Sympathien. Was dann allerdings in Calixto Bieitos Inszenierung beim Kugelsegen passiert, ist – entgegen dem provozierend ironischen Lachen eines Besuchers bei Pausenbeginn – durchaus verstörend.

Wer lügt hat Recht! Carl Maria von Webers „Die drei Pintos“ an der Prager Staatsoper

14.01.12 (Boris Michael Gruhl) -
Als Carl Maria von Webers scherzhafter Oper in drei Aufzügen „Die drei Pintos“, am 20. Januar 1888 in Leipzig uraufgeführt wurde, war der Komponist schon über 60 Jahre tot. Er hatte die Arbeit an dem Werk 1820 begonnen, vier Jahre später beendet, aber nicht vollendet. Webers Witwe soll das Manuskript an Giacomo Meyerbeer mit der Bitte um Vollendung gegeben haben, der ließ das Material liegen, später ging es zurück an Webers Nachfahren. Enkel Carl von Weber lernte in Leipzig Gustav Mahler kennen, der hier von 1886 bis 1888 Kapellmeister war. Mahler hat das Werk vollendet, behutsam, eigentlich ganz im Sinne Webers. Aber doch hier und da, insbesondere bei der Orchestrierung, kann man doch etwas von seinen Klangvorstellungen ahnen.

„Freischütz“ als Filmoper

06.09.10 (Michael Ernst) -
Jens Neubert hat den Romantiker Carl Maria von Weber in die mediale Gegenwart geholt und frei nach seinem 1821 in Berlin uraufgeführten „Freischütz“ eine Filmoper geschaffen, die von Dresden aus die Welt erobern soll. Ihre Uraufführung hat Sachsens Landeshauptstadt beidseits der Elbe in eine „Nacht der Oper“ versetzt. Kurz vor Weihnachten kommt der Film bundesweit in die Kinos.

Tiefenpsychologische Selenreise: Carl Maria von Webers „Euryanthe“ in Karlsruhe

18.06.10 (Andreas Hauff) -
Carl Maria von Webers „Euryanthe“ auf der Bühne – kann das gut gehen? Folgt man dem einschlägigen Urteil der Fachleute, natürlich nicht. Fast überall ist zu lesen, We-bers Oper sei voller musikalischer Kostbarkeiten, aber dank ihres krausen Textbuches völlig ungeeignet für das Theater. Der arme Weber sei zum Opfer seiner dilettantischen Librettistin Helmina von Chézy geworden.

Ein farbenreicher Großraum - „Der Freischütz“ am Festspielhaus Baden-Baden

01.06.09 (Achim Ost) -
Robert Wilson hat, fast zwei Jahrzehnte nach Tom Waits' „Black Rider“ in Hamburg, endlich das Original inszeniert, Carl Maria von Webers urromantischen Freischütz. Auf der Bühne des Baden-Badener Festspielhauses gibt er sich aufklärerisch und kostümverliebt, lässt Sängerinnen und Sänger posieren und gibt ihnen Atem und Aufmerksamkeit zur Gestaltung der Gesangspartien.

An authentischem Ort - die Opernfestspiele Schloss Glatt mit Webers „Freischütz“

02.10.08 (Hermann Wilske) -
Selbst in Baden-Württemberg wissen nur wenige, wo Glatt liegt. Um es großzügig zu beantworten: Etwa auf halber Strecke zwischen der Landeshauptstadt Stuttgart und dem Bodensee. Auch als Kulturträger hat sich dieser kleine Flecken unweit des Neckars bislang nicht profiliert. Aber das ist jetzt anders geworden.
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