Carl Philipp Emanuel auf Vorrat

Noten-Neuerscheinungen für Flöte


(nmz) -
Noten-Neuerscheinungen für Flöte von Carl Philipp Emanuel Bach und Barbara Hintermeier.
Ein Artikel von Gabriele Sebald

Carl Philipp Emanuel Bach: Sämtliche Sonaten für Flöte und obligates Tasteninstrument. Breitkopf & Härtel

  • Bd. 1: D-Dur Wq 83 / E-Dur Wq 84, EB 9352
  • Bd. 2: G-Dur Wq 85/ G-Dur Wq 86, EB 9353
  • Bd. 3: C-Dur Wq 87 / B-Dur Wq 161,2, EB 9354

Der Verlag Breitkopf und Härtel hat sich mit der Herausgabe der Sonaten von Carl Philip Emanuel Bach seiner Aufgabe bestens entledigt. Die erste Serie umfasst die Sonaten für Flöte und ein obligates Tasteninstrument mit je zwei Sonaten in einem Band. Anhand verschiedener Quellen fand der Herausgeber Ulrich Leisinger heraus, dass bis auf die Sonate C-Dur (Bd. 3) all diese Werke ursprünglich Triosonaten waren und von Bach selbst in späteren Jahren in die vorliegende Fassung für Flöte und Tasteninstrument umgearbeitet wurden. So obliegt der rechten Hand die Violinstimme und der linken Hand der Bass. Jeder Band ist versehen mit einer Einführung zu den jeweiligen Sonaten und einem kritischen Bericht am Ende (deutsch und englisch). Der sorgfältige Druck auf gelblichem Papier ist angenehm zu lesen.

Carl Philipp Emanuel Bach: Sämtliche Sonaten für Flöte und Basso Continuo. Breitkopf & Härtel

  • Bd. 1: G-Dur Wq 123/ e-Moll Wq 1234, EB 9346
  • Bd. 2: D-Dur Wq 126 / g-Moll Wq 127, EB 9347
  • Bd. 3: a-Moll Wq 128 / G-Dur Wq 134, EB 9348
  • Bd. 4: B-Dur Wq 125 / B-Dur Wq 130, EB 9349
  • Bd. 5: D-Dur Wq 129 / D-Dur Wq 131, EB 9350
  • Bd. 6: G-Dur Wq 133, EB 9351

Die zweite Serie der Flötensonaten ist mit der traditionellen Begleitung des Basso continuo vorgesehen. In den Bänden 1 bis 5 sind je zwei Sonaten abgedruckt, die nachweislich in seinen jungen Jahren in Frankfurt/Oder und in Berlin entstanden. Teilweise hat Bach sie später noch einmal überarbeitet. Der 6. Band beinhaltet nur die Sonate in G-Dur Wq 133, eine Sonate aus seinen Hamburger Jahren, bei Flötisten allgemein bekannt unter dem Titel „Hamburger Sonate“. Sie ist sehr virtuos mit einem eher einfachen Generalbass, vermutlich entstanden durch die Bekanntschaft mit dem jungen Flötenvirtuosen Friedrich Dulon. In den Vorworten zu den Ausgaben werden kurze Erläuterungen zu den Werken und zu möglichen Besonderheiten gegeben. Den Abschluss bilden jeweils die kritischen Anmerkungen auf englisch und deutsch. Der Verlag hat neben dem ausgesetzten Continuopart zwei Stimmen eingelegt, in denen die Flötenstimme und die Bassstimme zusammen abgedruckt sind. Das ist einerseits wunderbar für das Zusammenspiel, da man die jeweils andere Stimme mitverfolgen kann, andererseits kann ein geübter Continuospieler sich an Hand der Bezifferung die Begleitung selbst aussetzen. Das Manko der Partitur: Das optisch schöne Layout der Flöten-/Bassstimme bietet nicht überall praktische Wendestellen an.

Barbara Hintermeier: Weihnachtsmelodien für 1–2 Sopranflöten, Klavier ad lib. (Blockflöte mein schönstes Hobby). Mit CD. Schott ED 23014

In diesem Heft wurden viele Lieder zu Advent, Weihnacht, und Winter für das Spiel mit ein bis zwei Sopranflöten und Klavier zusammengetragen. Alle deutschen Lieder sind mit vollständigem Text abgedruckt, ebenso die fremdsprachigen Lieder im Originaltext mit einer Inhaltsangabe auf deutsch. Die Ausgabe wird bereichert mit passenden Texten zu Bräuchen, mit Geschichten und Gedichten rund um die Feste im Dezember. Der Tonumfang geht von c’ bis f’’, einige Lieder eignen sich auch für Querflötenanfänger. Der Klavierpart ist für mittelmäßige Spieler zu bewältigen. Ansonsten ist die CD eine gute Stütze und gegebenenfalls „Mitspieler“.

 

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