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Alle Artikel kategorisiert unter »Kritik«

Amarcord und Calmus: Luxus-Konzerte in Leipzig und in Oberbayern

29.06.17 (Roland H. Dippel) -
Außerhalb dieses Luther- und Reformationsjahr müsste man dahinter eine fulminante PR-Attacke vermuten. Aber in der Veranstaltungsdichte mit Bachfest, „Unerhörtes Mitteldeutschland“ und „Straße der Musik“ scheint so gut wie nichts unmöglich.

Die Grausamkeit des Banalen – HK Grubers „Geschichten aus dem Wiener Wald“ in Hagen

Die Grausamkeit des Banalen – HK Grubers „Geschichten aus dem Wiener Wald“ in Hagen 45 Jahre lang war ihm das Theater Beruf und Berufung gleichermaßen, 27 Jahre davon hat er als Intendant gewirkt, die letzten zehn als Verantwortlicher des Theaters Hagen, auf der Grenze Westfalens zum Sauerland gelegen: Norbert Hilchenbach. Er hat sich nun mit einer letzten Inszenierung als Theatermann verabschiedet. In Hagen feierten die „Geschichten aus dem Wiener Wald“ Premiere und ernteten mächtig Beifall.

„Das Biest kann schwimmen“ – Kinderchor der Oper Leipzig feiert „Luther 500“

27.06.17 (Roland H. Dippel) -
Trotz Wasserschäden durch massive Sommerunwetter am Bühnenportaldach zwei Tage davor kam es unter Einsatz aller doch noch zur Uraufführung des ambitionierten Musiktheaterprojekts „Das Biest kann schwimmen. An Luthers langer Tafel“. Ein beträchtlicher und glänzend gemeisterter Kraftakt ist das. Tobias Rohe hat für diese erste Gemeinschaftsprojekt des Kinderchors der Oper Leipzig und der Jugendmusiziergruppe „Michael Praetorius“ ein stimmiges Genrebild kombiniert. Dabei ist dieser Beitrag im durch Event-Überfülle leicht ermüdeten Reformationsjubiläum ein echter Wurf. Mit nur einem Nachteil: Eine einzige Aufführung ist bei dieser rühmenswerten Qualität zu wenig!

Transkulturell bis zum Wellensalat: „Orientation-Festival“ am Staatstheater Mainz

27.06.17 (Andreas Hauff) -
Drei Jahre schon existiert am Staatstheater Mainz Anselm Dalferths experimentelle Reihe „Hörtheater“, die das Hören selbst und sein Verhältnis zum Sehen immer wieder auf den Prüfstand stellt. Auf zwei Jahre angelegt war die von der Bundeskulturstiftung „Doppelpass“ geförderte Zusammenarbeit des Staatstheaters mit dem Mannheimer Oriental-Jazz-Ensemble LebiDerya. Die über zwei Spielzeiten wachsende Berührung beider Konzepte mündete nun in das „transkulturelle Orientation-Festival“ des Staatstheaters.

Aribert Reimanns Kammeroper „Gespenstersonate“ in der Werkstatt der Staatsoper Berlin

26.06.17 (Peter P. Pachl) -
Reimanns Oper, nach seiner Opernadaption von Shakespeares „Lear“ entstanden, basiert auf Johan August Strindberg, der sein Drama als „literarische Sonate“ bezeichnete, womit der Bewunderer Beethovens auf dessen „Gespenstersonate“ und „Gespenstertrio“ Bezug nahm.

Eine Traumfrau von Heute – Die St. Gallener Festspiele mit Catalanis selten gespielter „Loreley“

25.06.17 (Wolf-Dieter Peter) -
Eine Nixe mit Goldhaar auf dem Rheinfelsen; verführte Adelige und scheiternde Schiffer auf dem Fluss; herrschaftliche Hochzeit und Volksfest; ein Flussfürst namens Alberich – und all das übergossen mit italienischer Musik? Eigentlich geht das doch nicht mehr… doch auf St.Gallens Festspieltribüne klatschten und trampelten die 1400 Premierenbesucher begeistert.

Lichtspielszenen zwischen Wald und Meer – Wim Wenders’ Operndebüt mit Bizets „Perlenfischern“ an der Staatsoper

25.06.17 (Peter P. Pachl) -
Wim Wenders gehörte zur Gruppe jener Regisseure, die gefragt worden waren, ob sie den derzeit in Bayreuth spielenden „Ring“-Zyklus inszenieren würden. Dass Wenders’ Wagner-Projekt, gemeinsam mit Pina Bauschs Bühnenbildner Peter Pabst, seinerzeit nicht zustande gekommen ist, scheint angesichts seines nachgeholten Musiktheater-Regiedebüts mit George Bizets Oper „Les pêcheurs de perles“ nicht bedauerlich.

Traurige Schmonzette als zähe Revue – „Das Land des Lächelns“ am Opernhaus Zürich

22.06.17 (Georg Rudiger) -
Der schwarze Bühnenvorhang mit schmalen, goldenen Bordüren ist noch geschlossen, da wird im Orchestergraben der Züricher Oper die Musik angeknipst. Fabio Luisi geht mit der Philharmonia Zürich in die Vollen und fordert von Beginn an bei Franz Lehárs Operette „Das Land des Lächelns“ einen opulenten Sound, der das Melos betont und Streicherschmelz mit Blechglanz kombiniert. Und wenn die Melodie des Operettenschlagers „Dein ist mein ganzes Herz“ im Orchester erklingt, dann ist man schon mitten in der traurigen Schmonzette angekommen.

Bachfest 2017 glänzte mit kontrastreicher Programmfülle

22.06.17 (Roland H. Dippel) -
Unter dem Motto „Ein schön new Lied – Musik und Reformation“ gab es bei 120 Konzerten und Rahmenveranstaltungen noch genügend Freiräume neben „Luther 2017.“ Mit Spitzenensembles, Jubiläumsveranstaltungen und regionalen Musikeinrichtungen zeigte das Bachfest auch 2017 eine künstlerisch bemerkenswerte Vielfalt und erreichte vom 9. bis 18. Juni eine Platzausnutzung von über 90 Prozent.

Der Prinzessin und die Mausefalle – „Salome“ an der Oper Leipzig

20.06.17 (Joachim Lange) -
Die neue „Salome“, die Ulf Schirmer, Aron Stiehl und Rosalie in der Oper Leipzig herausgebracht haben, überzeugte das Premierenpublikum und war der Höhepunkt eines Richard-Strauss-Wochenendes. Joachim Lange berichtet.
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