Kritik

Lenny forever – Fulminante Vorgeburtstagsfeier von Leonard Bernsteins 100.Geburtstag in München

17.02.18 (Wolf-Dieter Peter) - In der Papierform das derzeit Übliche: jeglicher Ehrentag wird heutzutage in allen Medien nicht am exakten Datum, sondern vorweg abgehandelt und gefeiert. Dass Leonard Bernsteins runder Geburtstag statt am 25.August nun schon mit einem Musiktheaterabend gefeiert wurde, ließ dennoch fast den Kopf schütteln – und dann hingerissen staunen…

Kritik

Auf Wiedersehen, Kinder: Mozarts „Idomeneo“ am Staatstheater Nürnberg

18.02.18 (Juan Martin Koch) - Um Troja dreht sich so manches in dieser Spielzeit an der Nürnberger Oper. Berlioz’ „Trojanern“ folgte nun Mozarts „Idomeneo“ in der Inszenierung von David Bösch: als gelungene Kenntlichmachung eines Meisterwerks. Juan Martin Koch berichtet:

Aktuelles

KIZ

Deutscher Komponist und Hochschuldozent gewinnt richtungsweisenden Prozess in der Türkei um seine Hochschulentlassung

Deutscher Komponist und Hochschuldozent gewinnt richtungsweisenden Prozess in der Türkei um seine Hochschulentlassung
16. 02. 2018 (PM - Edition Juliane Klein) - Aus politischen Gründen wurde der deutsche Komponist Stefan Pohlit Ende 2014 aus seiner Hochschulstelle an der TU Istanbul entlassen. 2015 strengte er aufgrund dessen eine Klage gegen die Universität an. Der Prozess wurde am 14.02.2018 zu seinen Gunsten entschieden.
Online

Ungewöhnlich, doch nur partiell gelungen – „Tristan und Isolde“ an der Staatsoper Berlin

Ungewöhnlich, doch nur partiell gelungen – „Tristan und Isolde“ an der Staatsoper Berlin
16. 02. 2018 (Peter P. Pachl) - Dmitri Tcherniakov hatte die Latte mit seiner Berliner Debüt-Inszenierung an der Staatsoper extrem hoch gelegt, konnte seine Leistung bei „Parsifal“ nur unterlaufen, und auch seine Inszenierung „Tristan und Isolde“ bleibt hinter der „Zarenbraut“ deutlich zurück. Auch für Wagners Handlung wählt er einen (dezenten) medialen Ansatz, verlegt sie nach heute, in eine (russische) Party-Gesellschaft. Witziges steht neben Einfallslosem, genialisch Aufblitzendes neben Banalitäten. Ebenfalls ungewöhnlich, aber überragend ist Daniel Barenboims musikalische Interpretation.
KIZ

Bayerischer Rockpreis wird der GEMA aberkannt

Bayerischer Rockpreis wird der GEMA aberkannt
16. 02. 2018 (PM - VPBy) - Der neue GEMA‐Tarif für Jugendzentren verhindert seit 1. Januar 2018 viele Konzerte von Nachwuchsbands, so der Verband für Popkultur in Bayern e.V. (VPBy). Deswegen wird der GEMA der 2004 vom Bayerischen Kunstminister Thomas Goppel überreichte „Bayerische Rockpreis PICK UP“ als Novum in der Geschichte wieder aberkannt. „Die GEMA hat die damaligen Verleihungsgrundlagen leider nach 13 Jahren selbst abgeschafft“, so der Bernd Schweinar vom VPBy.
KIZ

Künstlersozialabgabe: Verfassungsbeschwerde wurde vom Bundesverfassungsgericht abgelehnt

Künstlersozialabgabe: Verfassungsbeschwerde wurde vom Bundesverfassungsgericht abgelehnt
15. 02. 2018 (PM - Deutscher Kulturrat) - Der Deutsche Kulturrat, der Spitzenverband der Bundeskulturverbände, ist erfreut, dass die Verfassungsbeschwerde eines Unternehmens zur Künstlersozialabgabe vom Bundesverfassungsgericht nicht angenommen wurde. Ein Unternehmen hatte im Jahr 2015 vor dem Bundesverfassungsgericht die Beschwerde bezüglich der Rechtmäßigkeit der Künstlersozialabgabe eingereicht. Diese Beschwerde wurde vom Bund der Steuerzahler unterstützt. Das Bundesverfassungsgericht hat nun einstimmig geurteilt, dass die Verfassungsbeschwerde (I BvR 2885/15) nicht angenommen wird. Die Entscheidung ist unanfechtbar.
Online

Die ÖMZ schließt – Ende einer musikpublizistischen Institution

Die ÖMZ schließt – Ende einer musikpublizistischen Institution
15. 02. 2018 (mh) - Die Österreichische Musikzeitschrift (ÖMZ) gibt es bald nicht mehr. Die letzte Ausgabe wird am 1. März erscheinen zum Thema „1918 – Der große Umbruch“. Die ÖMZ ging aus den 1919 gegründeten „Musikblättern des Anbruchs“ hervor. Eine wechselhafte Geschichte findet nun ihr trauriges Ende.

Personalia

Menschen

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Aktiv für Menschenrechte: Dirigent Adam Fischer erhält Preis

16.02.18 (dpa) -
Düsseldorf - Adam Fischer (68), Chefdirigent der Düsseldorfer Symphoniker, erhält für sein humanitäres Engagement eine hochdotierte Auszeichnung der in Israel ansässigen Wolf-Stiftung. Fischer teile sich den Wolf-Preis in der Kategorie Musik mit Beatles-Sänger Paul McCartney, berichtete die Pressestelle der Symphoniker am Donnerstag.

Dossier

Umfrage: Kastriert Kapitalismus Kreativität?

Unter dem Titel „Wieviel Ökonomie braucht die Musik?“ findet am Freitag, 20. Oktober 2017 der öffentliche Teil der Mitgliederversammlung des Deutschen Musikrats statt. Im Zentrum steht unter anderem folgende Frage: „Inwiefern kann die zunehmende Ökonomisierung unserer Gesellschaft mit künstlerischer Kreativität vereinbart werden?“ Die nmz-Redaktion ließ sich vom Thema zu einer Umfrage unter Kreativen inspirieren. Etwas verschärft fragten wir „Kastriert Kapitalismus Kreativität?“
Bundestagswahl 2017 Eine Informationen und Kommentare zum Thema Bundestagswahl 2017. Positionen, Meinungen, Analysen, Wahlprüfsteine...
Fluchtort Deutschland „Die Debatte um die Integration der Geflüchteten ist sehr oft scheinheilig. Niemand im Kulturbereich...
Frauen in der Musik In der Ausgabe 10/2016 hat sich die nmz in vielen Facetten mit dem Thema „Frauen im Kulturbetrieb“ ...
Junge Komponisten im Portrait Die neue musikzeitung stellt junge Komponistinnen und Komponisten in Einzelportraits vor.
SWR-Orchesterfusion Das Bekanntwerden der Fusions- und Sparpläne des SWR in Sachen Radio-Sinfonieorchester Stuttgart und SWR...

News von Musikhochschulen und Musikschulen

Lübeck (MHL): 27. Brahms-Festival Lübeck steht bevor - Von Freitag, 4. bis Sonntag, 13. Mai feiert die MHL ihr 27. Brahms-Festival. Johannes Brahms zählt zu den herausragenden und faszinierenden...
Detmold: 1. Preis für Di Su - Di Su (Master Klavier, Klasse Prof. Elena Margolina-Hait) hat beim III. Agustín Aponte International Music Competition, der vom 10. bis 13....
Detmold: Schlagzeugerin des British German Philharmonic Orchestra - Nadine Baert (Schlagzeug, Klasse Prof. Peter Prommel) hat das Probespiel um die Stelle als Schlagzeugerin beim British German Philharmonic Orchestra...
Departement Musik der Kalaidos Fachhochschule: Grosser Erfolg für Vazyl Zatsikha - Der Geiger Vazyl Zatsikha, Student im Rahmen der Kooperation zwischen der Kalaidos Musikhochschule und der Internationalen Menuhin Music Academy bei...
Departement Musik der Kalaidos Fachhochschule: Kooperation mit der Musikakademie Wuppertal - Die Kalaidos Musikhochschule (KMH) ist Partner der Musikakademie Wuppertal (MAW). Im Rahmen der dort neu gegründeten Studienabteilung betreut die...

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Lange Schlangen, doch keine Kassen - Zehn Jahre BMW Welt Jazz Award in München – ein Resümee

Lange Schlangen, doch keine Kassen
15. 02. 2018 (Ssirus W. Pakzad) - Damit hatten wohl selbst Optimisten nicht gerechnet. Schon zur Premiere, an einem eisig kalten Sonntagmorgen im Januar 2009, pilgerten Hunderte Menschen an die Kreuzung Mittlerer Ring/ Lerchenauer Straße in München. Der Andrang hat bis heute nicht nachgelassen. Im Gegenteil. Die Warteschlangen, die sich vor den Konzerten bilden, werden immer länger, ziehen sich im Hauptgebäude der BMW Welt von einem Ende zum anderen. Warum ist der BMW Welt Jazz Award, der jetzt in die zehnte Runde geht und damit ein Jubiläum feiert, nur ein solcher Publikumsmagnet?
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„Denn wir wissen, was wir sollen“ - Das Potenzial der Ideen von 1968 ist die Messlatte für die Situation heute · Von Martin Hufner

„Denn wir wissen, was wir sollen“
15. 02. 2018 (Martin Hufner) - „Wieder revolutionieren wir. Auf der ganzen Erde aber diesmal. Setzen wir uns jetzt das höchstmögliche Ziel: eine Bewußtwerdung, daß die ganze Menschheit auf dem Spiel steht.“ Das schrieb 1968 Karlheinz Stockhausen in seinem „Freibrief an die Jugend“, veröffentlicht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 22. August 1968. „Nehmen wir also an der großen Revolution der Menschheit teil, denn wir wissen, was wir sollen. Es lohnt sich, das Leben einzusetzen, wenn es ums Ganze geht. Ja!“ Solche Emphase ist selbst unter Nichtmusikern selten. Was war passiert?
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Musikautorenpreis der GEMA 2018: Anna-Marlene Bicking, Kathrin A. Denner und Lina Maly erhalten Nachwuchspreis

Musikautorenpreis der GEMA 2018: Anna-Marlene Bicking, Kathrin A. Denner und Lina Maly erhalten Nachwuchspreis
14. 02. 2018 (PM - GEMA) - Sie sind jung, talentiert und haben in ihren Genres bereits Maßstäbe gesetzt: Die Musikautorin und Sängerin Lina Maly sowie die Komponistinnen Anna-Marlene Bicking und Kathrin A. Denner werden mit dem Nachwuchspreis des Deutschen Musikautorenpreises ausgezeichnet. Das hat die Fachjury bei ihrer Sitzung im Herbst 2017 beschlossen. Geehrt werden die Musikautorinnen bei einer Gala in Berlin am 15. März 2018.
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Münchens Gärtnerplatztheater landet mit „My fair Lady“ einen weiteren Spielplan-Hit

Münchens Gärtnerplatztheater landet mit „My fair Lady“ einen weiteren Spielplan-Hit
14. 02. 2018 (Wolf-Dieter Peter) - „Deutsch und Spanisch sind für Ausländer zugänglich: Englisch noch nicht einmal für einen Engländer!“ stellte George Bernard Shaw im Vorwort zu seinem Drama „Pygmalion“ ironisch fest. Aus dem Schauspiel machten Alan Jay Lerner und Frederick Loewe 1956 einen Musical-Welterfolg, dem erst 1984 eine Inszenierung am Gärtnerplatztheater folgte: Cornelia Froboess, Helmut Griem, Lambert Hamel und Regisseur August Everding zündeten einen Dauerbrenner – 234 Vorstellungen bis 2011. Die Messlatte für die Neuinszenierung lag also hoch.
KIZ

Metallica und Musikinstitut Afghanistans erhalten Polar-Musikpreis

Metallica und Musikinstitut Afghanistans erhalten Polar-Musikpreis
14. 02. 2018 (dpa) - Stockholm - Der hochdotierte schwedische Polar-Musikpreis geht in diesem Jahr an die US-Metalband Metallica und das Nationale Musik-Institut Afghanistans (ANIM). Das teilte die Jury am Mittwoch in Stockholm mit. «Seit Wagners Gefühlsaufruhr und Tschaikowskys Kanonen hat niemand mehr eine Musik geschaffen, die so körperlich und wütend und doch so zugänglich ist», so die Würdigung der US-Band.
Das einstige Skandalstück ist im Konzertbetrieb angekommen: Mitte November 2017 spielte das SWR Symphonieorchester Hans Werner Henzes Oratorium „Das Floß der Medusa“ in der Elbphilharmonie. Foto: SWR/Klaus Mellenthin
Das Potenzial der Ideen von 1968 ist die Messlatte für die Situation heute · Von Martin Hufner

„Denn wir wissen, was wir sollen“

(Martin Hufner) „Wieder revolutionieren wir. Auf der ganzen Erde aber diesmal. Setzen wir uns jetzt das höchstmögliche Ziel: eine Bewußtwerdung, daß die ganze Menschheit auf dem Spiel steht.“ Das schrieb 1968 Karlheinz Stockhausen in seinem „Freibrief an die Jugend“, veröffentlicht in der Frankfurter Allgemeinen Zeitung vom 22. August 1968. „Nehmen wir also an der großen Revolution der Menschheit teil, denn wir wissen, was wir sollen. Es lohnt sich, das Leben einzusetzen, wenn es ums Ganze geht. Ja!“ Solche Emphase ist selbst unter Nichtmusikern selten. Was war passiert?
Dossier: Die alte Arroganz - Ein Solo von Dieter Hildebrandt
Kommentar/Glosse: Lehrerchen wechsel Dich - Absolute Beginners 2018/02
Berichte: Hybridisierung - Uraufführungen 2018/02
Pädagogik: Aufbruch zu neuen Konzertformaten - In Berlin fand erstmals der Musikhochschulwettbewerb „D-bü“ statt
Rezensionen: Linktipps 2018/02 - Von Konzertgängern in Berlin
Verbände: JugendJazzOrchester NRW in Zypern - 40. Auslandreise nach Nikosia und Larnaka

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Preisträger von Violinwettbewerb spielen Konzerte in Hannover

Preisträger von Violinwettbewerb spielen Konzerte in Hannover
14. 02. 2018 (dpa) - Hannover - Die bisherigen Sieger des hochdotierten Joseph Joachim Violinwettbewerbs geben anlässlich der zehnten Auflage des Wettbewerbs Jubiläumskonzerte. Die Preisträger kehren zwischen dem 6. März und dem 8. Juli nach Hannover zurück, teilte die Stiftung Niedersachsen am Dienstag mit.
KIZ

Spahn: «Leitkultur» muss sich in Bildungspolitik wiederfinden

Spahn: «Leitkultur» muss sich in Bildungspolitik wiederfinden
14. 02. 2018 (dpa) - Berlin - CDU-Präsidiumsmitglied Jens Spahn plädiert für die Vermittlung von Anstand und Tugenden als Teil einer Leitkultur an Deutschlands Schulen. Mindestens genau so wichtig wie Fakten über Geschichte und Gesellschaft sei die Frage, «ob wir jungen Menschen vermitteln, wie wir zusammenleben wollen», sagte Spahn der «Neuen Berliner Redaktionsgesellschaft» (Märkische Oderzeitung und Südwest Presse, Dienstag).
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Immer mehr Rentner lernen an Thüringens Musikschulen

Immer mehr Rentner lernen an Thüringens Musikschulen
14. 02. 2018 (dpa) - Weimar - An Thüringens Musikschulen lernen immer mehr Schüler, die bereits im Rentenalter sind. Zwischen 2012 und 2016 hat sich die Zahl der Erwachsenen über 60 Jahre von 246 auf 420 erhöht, wie der Landesverband der Thüringer Musikschulen auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur mitteilte. Insgesamt waren an den Musikschulen 2016 rund 28 000 Schüler eingeschrieben.