Immer im Dienste der Musik

Bundesverdienstkreuz für Hedy Stark-Fussnegger und Harald Rüschenbaum


(nmz) -

Hedy Stark-Fussnegger, Leiterin der Musikschule Grünwald e. V., hat für ihr vielfältiges Engagement das Bundesverdienstkreuz erhalten. Seit 30 Jahren arbeitet Stark-Fussnegger als Akkordeonlehrerin, seit 20 Jahren steht sie an der Spitze der Musikschule. Reinhold Bocklet, Bayerischer Staatsminister für Bundes- und Europaangelegenheiten, verlieh die hohe Auszeichnung. In seiner Laudatio lobte er Stark-Fussnegger für ihren unermüdlichen Einsatz, ihre eigene Liebe zur Musik der jungen Generation zu vermitteln. Dabei beschränke sie sich nicht nur auf den Musikunterricht, sondern musiziere selbst überaus erfolgreich und habe eine Reihe erfolgreicher Musikgruppen initiiert.


Vor über 30 Jahren habe sie beispielsweise das Akkordeonorchester Würmtal-Wessling gegründet, das heute auf eine glanzvolle Konzerttätigkeit und Wettbewerbsteilnahmen im In- und Ausland zurück blickt. 1989 gründete die Geehrte das Landes-Jugendakkordeonorchester Bayern, das seinen hohen künstlerischen Anspruch durch eine „bezaubernde klangliche Vielfalt“ dokumentiere. Darüber hinaus engagiert sich Stark-Fussnegger in verschiedenen Gremien und Verbänden. Ob als Vorsitzende des Regionalausschusses „München-Süd“, beim Wettbewerb „Jugend musiziert“ oder im Deutschen Harmonika-Verband, im Landesverband Singen und Musizieren in Bayern oder als Präsidiumsmitglied im Bayerischen Musikrat. „Sie leisten“, so Bocklet, „eine hervorragende Arbeit im Dienste der für den Kulturstaat Bayern so wichtigen Musik“. In Grünwald unvergessen ist überdies das Engagement der Musikpädagogin für den August-Everding-Saal und die Unterbringung der Musikschule im Kulturbau.

Ebenfalls mit dem Bundesverdienstkreuz wurde Harald Rüschenbaum, musikalischer Leiter des Landes-Jugendjazzorchesters Bayern, ausgezeichnet. Der ehemalige Wissenschaftsminister, Hans Zehetmair, ehrte in seiner Laudatio den Jazzmusiker, der sich vor allem durch das hohe Maß an künstlerischer Kreativität und die souveräne Beherrschung des musikalischen Handwerks auszeichnet. „Sie haben dazu beigetragen, dass sich in Bayern eine mittlerweile international anerkannte Jazzszene entwickeln konnte“, lobte Zehetmair. Nach Abschluss des Studiums am Richard-Strauss-Konservatorium und Studienreisen in die Vereinigten Staaten gründete der Münchner Jazzmusiker im Jahre 1980 das „Harald Rüschenbaum Jazz Orchestra“. Aus dieser Big Band und weiteren Combo-Besetzungen sind im Laufe der Jahre viele bedeutende deutsche Instrumentalisten hervorgegangen. Neben seinen eigenen Ensembles leitet Rüschenbaum seit 1993 das „Landes-Jugendjazzorches-ter Bayern“. Vielen jungen und noch unerfahrenen Orchestermitgliedern eröffnet er neue Perspektiven. In Workshops mit hunderten von engagierten Musikern prägte er die Jazz-Nachwuchs- und Weiterbildungsarbeit in Bayern. Darüber hinaus engagiert sich Rüschenbaum als Koordinator deutsch-russischer Jazzkontakte.

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