Neu an der Hochschule für Musik Trossingen

Beatriz Blanco – Ingo Dannhorn


(nmz) -
Beatriz Blanco wird neue Cello-Professorin an der Hochschule für Musik Trossingen. Zuvor war sie Professorin für Violoncello und Kammermusik im Königlichen Konservatorium von Madrid. Im Studienjahr 2018/19 übernahm sie einen Lehrstuhl für Violoncello im Landeskonservatorium in Feldkirch, Österreich.

Beatriz Blanco ist Stammgast bei Festivals und Meisterklassen wie dem Talis Festival Switzerland, der Academia Sighişoara in Rumänien oder dem Curso Santa María del Paular in Madrid. Sie selbst gründete das Festival y Academia Ribeira Sacra, einem Treffpunkt für Künstler aus der ganzen Welt. Die spanische Cellistin  wird von der Musikkritik für ihr leidenschaftliches, ausdrucksstarkes und sensibles Spiel gepriesen. Ausgezeichnet mit dem Ersten Preis der Association Suisse des Musiciens und dem österreichischen Staatspreis spielte sie für die öffentlichen Rundfunkanstalten der Schweiz, Italiens und Spaniens mehrere Konzerte ein. Debütiert hat sie 2004 mit dem Symphonieorchester von Kastilien und Leon. Die Cellistin erhielt zahlreiche Preise in renommierten internationalen Wettbewerben. Ihr künstlerischer Werdegang wurde 2015 mit dem spanischen Racimo Preis der Künste ausgezeichnet. Studiert hat Beatriz Blanco bei Asier Polo (San Sebastián), Ivan Monighetti (Basel), Clemens Hagen (Salzburg) und Thomas Grossenbacher (Zürich). Sie ist Nachfolgerin von Prof. Francis Gouton, der an die Musikhochschule Mannheim gewechselt ist.

Prof. Ingo Dannhorn hat zum Wintersemester eine Klavier-Professur an der Staatlichen Hochschule für Musik Trossingen übernommen. Damit konnte die Hochschule einen erfahrenen Konzertpianisten und -pädagogen gewinnen: Dannhorn konzertierte in den bekanntesten Musikzentren und Konzertsälen und arbeitete mit renommierten Künstlern zusammen wie Kurt Eichhorn, Dennis Russel Davies, Kurt Masur, Francisco Araiza, Kieth Engen, Jose Cura, Christian Altenburger oder Maxim Vengerov.
Als Preisträger des renommierten Beethoven-Wettbewerbs in Wien, der Sydney International Piano Competition sowie der internationalen Klavierwettbewerbe in Salzburg, Wien, Senigallia und Ettlingen stand Ingo Dannhorn bereits früh weltweit auf dem Podium.

Neben seiner Konzerttätigkeit gibt Ingo Dannhorn weltweit Masterclasses. Von 2016 bis 2020 war er Gastprofessor an der koreanischen Eliteuniversität Yonsei in Seoul, an der er neben seiner eigenen Klavierklasse auch das DMA-Programm bzw. Doktoratsstudium betreute. 2019 wurde er mit dem Preis des Präsidenten der Yonsei Universität für exzellente Lehre geehrt. Zuvor unterrichtete Ingo Dannhorn als Professor für Klavier an der Sungshin University in Seoul sowie an den Hochschulen in München, Augsburg, Bremen und an der Wiesbadener Musikakademie.

Ingo Dannhorn wurde von Anton Czjzek entdeckt und sofort in dessen Hochbegabtenklasse am Salzburger Mozarteum aufgenommen. Sein Studium an der Hochschule für Musik in München bei Margarita Höhenrieder schloss er einstimmig „mit Auszeichnung“ ab, es folgten Meisterklassen und Fortbildungsstudien bei Gerhard Oppitz, Noël Flores und Gitti Pirner. Vertiefende Inspiration holt er sich unter anderem bei Bruno Leonardo Gelber, Peter Lang, Tatjana Nikolajewa, Dieter Zechlin, Jacob Lateiner, Elza Kolodin, Karl-Heinz Kämmerling, Aquiles Delle-Vigne und Rudolf Kehrer.

Prof. Dannhorn ist künstlerischer Leiter des Wilhelm-Kempff-Festivals, in dessen Zentrum der legendäre Beethoveninterpret Kempff, seine Klavierkunst und seine Klangästhetik stehen und das den Anspruch hat, traditionelle Interpretationskunst auf höchstem Niveau mit neuen Formen der Aufführungspraxis unter Einbeziehung der modernen Medien zu verbinden. In Trossingen tritt er die Nachfolge von Prof. Wolf­gang Wagenhäuser an, der in den Ruhestand verabschiedet wurde. 

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