Schwarzerde


(nmz) -

Junge Komponisten kritisieren die Praktiken des Musikbetriebs (siehe unten). Sie fühlen sich übersehen, ja ausgeschlossen mit ihrem Schaffen.


Junge Komponisten kritisieren die Praktiken des Musikbetriebs (siehe unten). Sie fühlen sich übersehen, ja ausgeschlossen mit ihrem Schaffen.Der Musikbetrieb beweist allerdings auch immer wieder seine Unverzicht- barkeit, vor allem wenn es darum geht, aufwendige Projekte wie eine neue Oper herauszubringen. Allein die Reihe der Premieren in den letzten ein, zwei Jahren ist beein- druckend: Reimanns „Bernarda Alba“ in München, Ruzickas „Celan“ in Dresden, die grandiose zweite Inszenierung von Lachenmanns „Mädchen mit den Schwefelhölzern“ in Stuttgart, das alles waren Aufführungen, die das Spektrum gegenwärtigen Musiktheaters erweiterten. Jetzt hat sich auch der Schweizer Komponist Klaus Huber zu Wort und Ton gemeldet: In Basel erlebte sein Bühnenwerk „Schwarzerde“ die Uraufführung. Keine Oper im tradierten Sinn, vielmehr eine hochkomplexe musikalisch-szenische Reflexion über die dichterische Existenz des russischen Poeten Ossip Mandelstam. Unser Bild zeigt eine Szene mit Rosemary Hardy als Nadja (Kritik auf Seite 33

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