Am 11. Januar 2026 fand die Winterkonferenz der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen in der HRK (RKM) statt. Neben der Behandlung zentraler und wichtiger Themen wurde mit Prof. Andrea Tober, Rektorin der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, auch eine neue Vorsitzende gewählt.
Pressemeldung:
Winterkonferenz der deutschen Musikhochschulen – Neue Vorsitzende gewählt
Am 11. Januar 2026 fand die Winterkonferenz der Rektorenkonferenz der deutschen Musikhochschulen in der HRK (RKM) statt. Die Präsident:innen und Rektor:innen der 24 deutschen Musikhochschulen tagten traditionell an der Universität der Künste Berlin (UdK), da die Tagung jährlich am Ende des Felix Mendelssohn Bartholdy Hochschulwettbewerbs stattfindet. Der Wettbewerb wurde wieder sehr erfolgreich mit den Partner:innen UdK und Stiftung Preußischer Kulturbesitz durchgeführt wurde. Eine separate Pressemitteilung mit den Preisträger:innen finden Sie hier.
Auf der Tagesordnung der Winterkonferenz standen wieder zentrale und wichtige Themen, sowie die Wahl einer/eines neuen Vorsitzenden, da am 30. September 2026 die Amtszeit von Prof. Christian Fischer enden wird. Mit überragender Mehrheit wurde Prof. Andrea Tober, Rektorin der Hochschule für Musik Hanns Eisler Berlin, als Nachfolgerin ins Amt gewählt. Frau Tober: „Ich bin sehr dankbar für das überwältigende Vertrauen, das mir mit der Wahl in dieses bedeutende Amt entgegengebracht wurde. Gerade in einer Zeit tiefgreifender gesellschaftlicher und politischer Umbrüche, in der unsere Hochschulen vor großen Herausforderungen stehen, ist es unsere gemeinsame Aufgabe, die unverzichtbare Rolle von Kultur und Bildung als tragende Säulen unserer Gesellschaft unmissverständlich in den politischen Diskurs zu tragen. Auf dem starken Fundament, das meine Vorgänger*innen gelegt haben, gilt es nun mit voller Kraft gemeinsam die Weichen für die Zukunft zu stellen, und unsere exzellente, lebendige, offene und zukunftsweisende Musikhochschullandschaft zu stärken und dauerhaft zu sichern.“
Die offizielle Amtsübergabe wird im September stattfinden. Die weiteren Mitglieder des neuen Vorstands werden bei der kommenden Sommerkonferenz der RKM gewählt.
Neben aktuellen Themen wie der Lehrbeauftragtenthematik oder der GEMA-Reform wurde der erste bundesweite Aktionstag „KUNST. MACHT. MENSCHLICHKEIT.“ vom 27. November 2025 (Pressemeldung) besprochen. An allen 24 deutschen Musikhochschulen wurde ein vielfältiges Angebot an Workshops, Vorträgen, Diskussionsrunden und weiteren Formaten angeboten. Die Angebote wurden gut angenommen und es gab allerorten anregende Diskussionen und überwiegend positives Feedback, weswegen Aktionstage dieser Art in Zukunft weiter durchgeführt werden sollen. Die AG Antidiskriminierung wird sich neben der Begleitung der jetzt startenden bundesweiten Studie zu Machtmissbrauch an Musikhochschulen zudem mit der Erstellung weiterer Handreichungen für die Beratungsstellen der Hochschulen befassen.
Die MiKADO-Studie von 2025 zum eklatanten Nachwuchsmangel in den musikpädagogischen Bereichen (Zusammenfassung siehe hier) wird in Kürze in den entsprechenden wissenschaftlichen Zeitschriften erscheinen. Eine Pressekonferenz zu den Ergebnissen fand bereits am 25. November 2025 in Berlin statt. Die RKM nimmt sich der Problematik proaktiv an und wird, gemeinsam mit dem Deutschen Musikrat (DMR) und dem Verband deutscher Musikschulen (VdM), in den kommenden Monaten strategische Maßnahmen entwickeln, die sich auch an Bund, Länder und Kommunen richten werden.