In der Vorbereitung auf den Bildungskongress des Deutschen Musikrats am 25. und 26. März in Berlin unter dem Titel „Musikalische Bildung im Ökosystem Musik“ fanden bereits seit November 2025 mehrere Pre-Events als digitale Zoom-Konferenzen statt.
Auf der Zielgeraden
Jede der insgesamt fünf Online-Veranstaltungen steht dabei unter einem anderen Subthema des weit verzweigten Gesamtfelds musikalischer Bildung in Deutschland. Die vier davon bislang gelaufenen Veranstaltungen – allesamt auf der Website des DMR als Aufzeichnung nachhörbar – erfreuten sich nebst Podiumsmitgliedern und Moderation an jeweils etwa 30–40 Teilnehmenden quer aus Deutschland und aus den unterschiedlichsten Bereichen der Musikkultur und -pädagogik. Unter den Vortragenden befanden sich dabei Vorstandsmitglieder des Verbands deutscher Musikschulen (VdM), Professor:innen deutscher Musikhochschulen und engagierte Musikpädagog:innen, die eigene bereits implementierte oder geplante Projekte vorstellten.
Anschließend steuerte der Austausch aus verschiedenen Blickwinkeln hin zu Kernfragen wie „Welche grundsätzlichen Änderungen braucht es bei der Musiker:innenausbildung, um dem systematischen Mangel an musikpädagogischen Fachkräften entgegenzuwirken?“ oder „Welche Rolle spielt die Musik und ihre Vermittlung im deutschen und europäischen Bildungs-, Wirtschafts- und Wertesys-tem unserer Zeit eigentlich noch?“. Im jüngsten Pre-Event „Musikkulturen gemeinsam gestalten“ wurde, dem Titel entsprechend, schließlich die Frage verhandelt, inwieweit interkulturelle Musikprojekte, also solche, die gezielt Musik außerhalb der deutschen Mehrheitskultur einbeziehen wollen – seien es Baglama-Orchester oder tamilische Tanzkurse – stärker institutionalisiert werden sollten und müssten, um in einer zunehmend multikulturellen europäischen Gesellschaft das breitere Interesse für musikalische Angebote anzukurbeln und aktiv das vielleicht eingestaubte, elitäre Image der Konzerthäuser und Musikhochschulen zu verändern.
Die entsprechenden Projekte und Expert:innen in Deutschland gibt es bereits – das war in der Konferenz hinlänglicher Konsens und wurde zahlreich durch konkrete Projektvorstellungen belegt – sie arbeiten bislang aber so gut wie ausschließlich ehrenamtlich und fernab der traditionellen und finanziell geförderten Institutionen. Der rege Austausch verschiedenster musikalischer, musikpädagogischer und musikkultureller Expert*innen, die durch diese Konferenzreihe miteinander in Austausch kommen, teilweise bereits über sehr konkrete Projekte, macht durchaus Appetit auf die Hauptveranstaltung in physischer Präsenz am 25. & 26. März 2026 in der UdK Berlin.
Weiterlesen mit nmz+
Sie haben bereits ein Online Abo? Hier einloggen.
Testen Sie das Digital Abo drei Monate lang für nur € 4,50
oder upgraden Sie Ihr bestehendes Print-Abo für nur € 10,00.
Ihr Account wird sofort freigeschaltet!