Instrumentalwettbewerb Markneukirchen: Finale - Fach Violine


19.05.03 -
Am späten Freitagabend war für die Zuhörer das Orchesterfinale im Fach Violine ein weiterer Höhepunkt während der Tage des Wettbewerbes im Jahr 2003.
19.05.2003 - Von nmz-red/leipzig, KIZ

4 junge Künstler zeigten ihr musikalisch-künstlerisches Können mit reifer Gesamtausstrahlung. Das Finale wurde gekonnt begleitet von der Vogtland Philharmonie Greiz/Reichenbach unter der Leitung von Musikdirektor Stefan Fraas.
Die Solisten hatten im Orchesterfinale die Möglichkeit der Wahl zwischen dem Konzert D-Dur op. 61 von Ludwig von Beethoven (1770-1827) und von J. Brahms (1833-1897) das Konzert D-Dur op. 77. Alle 4 Finalisten entschieden sich für das Letztgenannte.

Die internationale Fachjury, unter der Präsidentschaft von Professor Manfred Scherzer, vergab folgende Platzierungen, wobei in diesem Jahr kein 1. Preisträger benannt wurde, sondern es gibt zwei 3. Preisträger:


2. Preisträger: Maxim Brylinsky, Ukraine
3. Preisträger: Vineta Sareika, Polen und David Schultheiß, Deutschland
4. Platz: Satenik Khourdoian, Frankreich


Maxim Brylinsky wurde 1985 in Lemberg, Ukraine, geboren. Im Alter von 6 Jahren begann er mit dem Violinenunterricht bei Professor L. Oleksiv und seit 1999 ist er als Student bei Professor Frischenschlager an der Universität für Musik in Wien imatrikuliert. M. Brylinsky erhielt mehrere Stipendien, so zum Beispiel an der Sommerakademie in Bled (Slowenien), am Mozarteum in Salzburg und am Herbert von Karajan Centrum in Wien. Verschiedene internationale Wettbewerbe konnte er als Preisträger verlassen.


Aus Lettland/Polen kommt Vineta Sareika (geboren 1986). Die junge Solisten kann bereits Orchestererfahrung vorweisen, so musizierte sie mit dem Lettischen Nationalen Symphonie Orchester, im Litauischen Symphony Orchester, im Riga Kammermusik-Orchester, im Kaunas Kammermusik-Orchester sowie im Symphonie-Orchester von Avignon. Sie begann ihr Violin-Studium in Paris bei Professor Gerard Poulet. Als Preisträger ging sie aus verschiedenen internationalen Wettbewerbe hervor, zum Beispiel in Rumänien und Frankreich.


Der 23-jährige David Schultheiß aus Deutschland wurde in Ludwigshafen geboren und bereits mit 5 Jahren erhielt er an der dortigen Musikschule seinen ersten Geigenunterricht. Mittlerweile studiert er an der Musikhochschule in Frankfurt bei Professorin Peinemann. D. Schultheiß wirkte beim Landesjugendorchester Rheinland-Pfalz mit, belegte verschiedene Meisterkurse und wurde zum 1. und stellvertretenden Konzertmeister der Orchesterakademie des Schleswig Holstein-Musikfestivals 2002 berufen. Beim bundesweiten Wettbewerb ?Jugend musiziert? in der Kategorie -Violine solo- erreichte er 1998 den 1. Preis.


Die Französin Satenik Khourdoian (19 Jahre) begann ebenfalls schon früh mit dem Erlernen des Instrumentes. Seit 1994 studiert sie nun bei Professor Ter-Merguerian am Perfectionnement Conservatoire de Toulon. S. Khourdoian konnte sich schon einige 1. Preise erspielen. Bereits mit 13 Jahren erhielt sie den 1. Preis des Conservatoire de Marseille, 1. Preis der Kammermusik, 1999 1 Preis beim UFAM Wettbewerb in Paris und ferner 2002 beim 10. ?Yong Interpreters International Contest? in Watterlos (Frankreich).


Mit dem 1878 am Wörthersee entstandenen Konzert für Violine und Orchester in D-Dur op. 77 erfüllte sich Johannes Brahms den lange gehegten Wunsch, seinem Freund Joachim ein anspruchsvolles und würdiges Werk zuzueignen. Er selbst beherrschte das Violinspiel nur insofern, dass es zum Musizieren in Familie reichte. Deswegen konnte er nur laienhaft die Möglichkeiten und Grenzen der Violine einschätzen. Brahms stützte sich deswegen auf die Hilfe von Joachim. Resultat dieser fruchtbaren Zusammenarbeit war ein Konzert, in dem sich der Solist, obwohl vor fast unlösbare technische Schwierigkeiten gestellt, mit dem Sinfonieorchester in Dialog tritt. Wie sein großes Vorbild Beethoven verzichtet Brahms auf brillante Bogentechnik, verlangt dafür die absolute Beherrschung des Griffbretts, Treffsicherheit und Spannweite der Finger.
Das Werk wird durch das Orchester eröffnet und bereitet auf den Einsatz der Violine vor. Das Hauptthema erinnert durch Motivmaterial und Verarbeitung unwillkürlich an Beethoven. Die innige Melodie wird von der Oboe getragen und der Geiger muss auf seinen Einsatz warten. Das mitreißende und rhythmische Finale bietet dem Solisten die Möglichkeit, sein gesamtes Können zu zeigen und das Werk mit einem temperamentvollen Abschluss zu krönen.


Die Platzierungen wurden vergeben und neben den festgelegten Geldpreisen werden zum ?Preisträgerkonzert? wertvolle Sachpreise vogtländischer Instrumentenbaumeister und weiteren Einrichtungen in den beiden Fächern überreicht.




























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