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Die Preisverleihung des Würth-Preises 2020. Foto: Peter Petter
Die Preisverleihung des Würth-Preises 2020. Foto: Peter Petter
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Junge Norddeutsche Philharmonie erhält Würth-Musikpreis [update: PM der JMD]

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Künzelsau - Die Junge Norddeutsche Philharmonie ist mit dem Würth-Preis der Jeunesses Musicales Deutschland (JMD) ausgezeichnet worden. Das Ensemble zeichne sich durch «seine unkonventionellen Impulse zu einer Zukunftsmusik von heute» aus, teilte die Stiftung Würth am Montag mit.

Mit Selbstinitiative, Tatendrang und neuen Aufführungsformaten begeistere das Orchester eine neue Musiker-Generation, hieß es zur Begründung der Preisverleihung.

Das Ensemble wurde 2010 von jungen Musikerinnen und Musikern gegründet und hat nach eigenen Worten nach und nach die Konzertsäle Norddeutschlands erobert. Die Künstler wollen demnach moderne Formen des Konzerts ausloten. 2019 realisierte das Orchester etwa mit dem Dirigenten Christoph Altstaedt das «Detect Classic Festival», bei dem mit einer Fusion von klassischer und elektronischer Live-Musik einem jungen Publikum Wege zur Klassik eröffnet werden sollten.

Der mit 15 000 Euro dotierte Preis wird seit 1991 verliehen und von der Stiftung Würth gefördert. In den vergangenen Jahren waren unter anderen der Dirigent Gustavo Dudamel (2008), der Perkussionist Martin Grubinger (2010) und Ensembles wie das STEGREIF.orchester (2018) ausgezeichnet worden.

Die JMD ist die deutsche Sektion der Jeunesses Musicales International (JMI). Sie wurde während des Zweiten Weltkriegs gegründet, um Begegnungen junger Musiker zu fördern.

 

[update: PM der JMD]:

Frischer Wind für die Klassik

Die junge norddeutsche philharmonie erhält den Würth-Preis der Jeunesses Musicales Deutschland 2020

Der mit 15.000 Euro dotierte Würth-Preis der Jeunesses Musicales Deutschland (JMD) wurde am 7. September 2020 an die junge norddeutsche philharmonie verliehen. Ausgezeichnet wurde das Ensemble für seine „unkonventionellen Impulse zu einer Zukunftsmusik von heute“, hieß es zur Begründung. Mit Selbstinitiative, Tatendrang und neuen Aufführungsformaten be- geistere das Orchester eine neue Musiker*innen-Generation.

Überreicht wurde die Auszeichnung von Prof. Dr. h. c. mult. Reinhold Würth, Aufsichtsratsvor- sitzender der Stiftung Würth, und Maria Würth, Vorständin der Stiftung Würth, sowie JMD- Präsident Johannes Freyer. "In dieser Zeit der Pandemie, in der ein Hauch von Mehltau über der Gesellschaft hängt, erleben wir hier die Jugend, die die Musik weitertreibt", sagte Würth. Freyer würdigte die Orchestermusiker*innen als „kompromisslos und risikofreudig“ in ihrem künstleri- schen Anspruch.

Die Laudatio hielt Dr. Markus Fein, Intendant der Alten Oper Frankfurt – hörbar auch persönlich begeistert: „An der Zukunft der Klassischen Musik tüfteln viele. Nirgendwo weht einem aber der Wind so frisch um die Ohren wie im Falle der jungen norddeutschen philharmonie!“

Die Preisverleihung fand im Reinhold Würth Saal im Carmen Würth Forum am Stammsitz der Würth-Gruppe in Künzelsau in Baden-Württemberg statt. Entsprechend dem Selbstverständ- nis eines Kollektivs agiler Musiker-Persönlichkeiten brillierten mehrere Mitglieder des Orches- ters stellvertretend mit einem kammermusikalischen Programm. Sie spannten den Bogen von Johan Halvorsens „Passacaglia“ über ein Thema von Händel für Violine und Viola vom späten 19. Jahrhundert bis hin zu Zeitgenössischem mit Florian Magnus Maiers „Slipstream“ für Po- saune und Loopstation.

Der Würth-Preis der Jeunesses Musicales Deutschland wird seit 1991 an Künstler*innen, En- sembles oder Projekte verliehen, die Werte und Zielsetzungen der JMD vorbildhaft verwirkli- chen. Der von der Stiftung Würth geförderte Preis findet die besondere Anerkennung durch den Deutschen Musikrat und ist eine der exklusiven Auszeichnungen in der deutschen Musik- landschaft. Ihn erhielten Persönlichkeiten wie der Dirigent Gustavo Dudamel (2008) oder der Perkussionist Martin Grubinger (2010), Ensembles wie das STEGREIF.orchester (2018) oder Projekte wie das Education Programm der Berliner Philharmoniker (2004).

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