Oper/Operette/Stimmen im Radio: 16. bis 30. Juni 2018


(nmz) -
Opern … im Radio. Operette und Stimmen in der zweite Hälfte Juni 2018. Charles Gounod: „Faust“, Gaspare Spontini: „Agnes von Hohenstaufen“, Benjamin Britten: „Gloriana“, Francesco Cilea: „Adriana Lecouvreur“, Antonio Mazzoni: „Aminta, il re pastore“, George Benjamin: „Lessons in love and violence“, Camille Saint-Saëns: „Samson et Dalila“, Jacopo Foroni: „Margherita“, Giuseppe Verdi: „Simon Boccanegra“, Richard Wagner: „Der fliegende Holländer“, Salvatore Sciarrino: „Ti vedo, ti sento, mi perdo – In attesa di Stradella“, Erich Wolfgang Korngold: ‚Das Lied der Liebe‘, Peter Tschaikowsky: „Eugen Onegin“ und Charles Gounod: „Le tribut de Zamora“.
14.06.2018 - Von mh

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16.06.2018

12:00 bis 13:00 | NDR Kultur
Belcanto: Hans-Jürgen Mende präsentiert die schönsten Arien

19:05 bis 22:10 | BR-KLASSIK
Opernabend: Zum 200. Geburtstag des Komponisten Charles Gounod (II) – Charles Gounod: „Faust“ – Oper in fünf Akten

In französischer Sprache. Faust – Nicolai Gedda; Marguerite – Victoria de los Ángeles; Méphistophélès – Boris Christoff; Marthe – Rita Gorr; Valentin – Ernest Blanc. und andere. Choeur et Orchestre de l'Opéra National de Paris, Leitung: André Cluytens. Aufnahme von 1958, Teil III: Sonntag, 17. Juni 2018, 7.05 Uhr

„Das goldene Kalb steht noch immer aufrecht!“ Eine Binsenweisheit, die niemandem ins Gedächtnis gerufen zu werden braucht. Charles Gounods Welterfolg „Faust“ bietet außer dieser mephistophelischen Paradenummer, dem Rondo „Le veau d'or“, eine Vielzahl von Arien, Ensembles und Chören, die das Ohr des musikalischen Kulinarikers entzücken. In der Pariser Referenzaufnahme des Jahres 1958 war der bulgarische Bassist Boris Christoff ein stimmlich agiler, farblich angemessen dämonischer Méphistophélès; die schwedische Tenor-Legende Nicolai Gedda als Faust idiomatisch perfekt unterwegs, geschmackvoll phrasierend, mit brillanter Höhe. Marguerite fand durch die Spanierin Victoria de los Ángeles zu eindringlicher Intensität: Unangestrengt strömte ihr Gesang, mit kontrolliertem Vibrato, tollem Piano. Am Dirigentenpult forderte André Cluytens vom Orchestre de l'Opéra National de Paris vor allem Esprit, auch für die energischen Faltenwürfe der überwiegend lyrischen Musik. Zum 200. Geburtstag Gounods verneigt sich BR-Klassik auf mehreren Sendeplätzen vor dem Erfinder des französischen „drame lyrique“.

19:05 bis 23:00 | Deutschlandfunk Kultur
Gaspare Spontini: „Agnes von Hohenstaufen“, Oper in drei Akten

Theater Erfurt. Aufzeichnung vom 03.06.2018. Der Begründer der Grand Opéra entwirft die deutsche Nationaloper! Man könnte Spontinis „Agnes von Hohenstaufen“ als eine Art preußischer Nationaloper bezeichnen, komponiert von einem Franzosen mit italienischen Wurzeln.

20:00 bis 23:00 | NDR Kultur
Opernkonzert: Zum 200. Geburtstag: „Un véritable talent!“

Charles Gounod und die französische Romantik. Von Sabine Lange. Am 17. Juni 1818 wurde Charles Gounod in Paris geboren, als Sohn eines Kunstmalers und einer Pianistin. Obwohl seine Mutter es gern gesehen hätte, wenn Gounod Jurist geworden wäre, war sein künstlerisches Talent doch früh schon so außergewöhnlich, dass er das Konservatorium besuchen und Musik studieren durfte. Er gewann den begehrten Rom-Preis, der ihm ein Stipendium für Lehrjahre in der italienischen Hauptstadt einbrachte. Bald schon begann er Opern zu schreiben. Seine bis heute erfolgreichsten wurden „Faust“ und „Roméo et Juliette“. Gounod gilt als einer der wichtigsten Repräsentanten der französischen Romantik.

20:04 bis 23:00 | hr2-kultur
Aus Madrid: Benjamin Brittens Oper „Gloriana“

In Benjamin Brittens 1953 uraufgeführter Oper „Gloriana“ sind die Sopranistin Anna Caterina Antonacci und der Tenor Leonardo Capalbo ein ungleiches Paar: Tudor-Königin Elisabeth I. und ihr junger Günstling, der Earl of Essex.

Elizabeth I. – Anna Caterina Antonacci; Robert Devereux – Leonardo Capalbo; Frances – Paula Murrihy; Charles Blount – Duncan Rock; Penelope – Sophie Bevan; Sir Robert Cecil – Leigh Melrose; Sir Walter Raleigh – David Soar; Henry Cuffe – Benedict Nelson u.a. Chor und Orchester des Teatro Real. Leitung: Ivor Bolton. (Aufnahme vom 14. April 2018 aus dem Teatro Real)

Als Auftragswerk für die Krönungsfeierlichkeiten von Königin Elisabeth II. schrieb Benjamin Britten die Oper „Gloriana“. Der Name steht seit dem 16. Jahrhundert für die Tudor-Queen Elisabeth I. Brittens Oper beleuchtet das schillernde Verhältnis mit ihrem 30 Jahre jüngeren Günstling, dem Earl of Essex. Nach einem missglückten Staatsstreich fiel er in Ungnade, Elisabeth ließ ihn hinrichten. Bei der Uraufführung in Covent Garden am 8. Juni 1953, wenige Tage nach der Krönung von Elisabeth II., fiel die Oper durch: zu sperrig die Musik, zu unvorteilhaft die Charakterisierung von Elisabeth I. Erst in jüngerer Zeit wird diese sehr besondere Oper hoch geschätzt, jüngst vom Publikum im Madrider Teatro Real unter der Leitung von Ivor Bolton.

20:04 bis 23:00 | SR2 KulturRadio
Francesco Cilea: „Adriana Lecouvreur“

Chor und Orchester der Wiener Staatsoper. Evelino Pidò, Dirigent. Anna Netrebko, Sopran – Adriana Lecouvreur; Piotr Beczala, Tenor – Maurizio, Graf von Sachsen; Roberto Frontali, Bariton – Micchonnet; Elena Zhidkova, Mezzosopran – Fürstin von Bouillon; Alexandru Moisiuc, Bass – Fürst von Bouillon; Raúl Giménez, Tenor – Abt von Chazeuil; Ryan Speedo Green, Bass – Quinault; Pavel Kolgatin, Tenor – Poisson; Bryony Dwyer, Sopran – Mademoiselle Jouvenot; Miriam Albano, Mezzosopran – Mademoiselle Dangeville. Aufnahme vom 12. November 2017 aus der Wiener Staatsoper

20:05 bis 21:00 | MDR Kultur
MDR KULTUR – Opernmagazin – Mit Bettina Volksdorf

Thema u.a.: „Eine Art preußische Nationaloper“ – Gaspare Spontinis „Agnes von Hohenstaufen“ nach gut 180 Jahren erstmals in der deutschen Originalsprache wiederaufgeführt am Opernhaus Erfurt

23:00 bis 00:00 | NDR Kultur
Belcanto: Hans-Jürgen Mende präsentiert die schönsten Arien


17.06.2018

20:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Opernstammtisch – Eine Expertenrunde

Im Gespräch über Richard Wagners Oper „Der fliegende Holländer“. Gäste im Studio: Ann-Christine Mecke, Jürgen Kesting, Uwe Schweikert. Gesprächsleitung: Reinhard Ermen

20:04 bis 23:00 | WDR 3
„Aminta, il re pastore“ – Opera seria von Antonio Mazzoni

Aminta: Anna-Maria Panzanella, Sopran; Tapiri: Céline Ricci, Sopran; Alessandro: Leif Aruhn-Solén, Tenor; Elisa: Delphine Gillot, Sopran; Agenore: Marina Pardo, Mezzosopran; Real Compañía Ópera de Cámara, Leitung: Juan Bautista Otero. Aufnahme im Rahmen der Tage Alter Musik in Herne

21:05 bis 22:00 | BR-KLASSIK
Operetten-Boulevard: Mit Franziska Stürz und Susanne Prinz


18.06.2018

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
con passione: Zum 200. Geburtstag des Komponisten Charles Gounod (VI)

Grand Opéra und Drame lyrique. Giacomo Meyerbeer: „Le Prophète“, Finale aus dem 3. Akt und Terzett Berthe – Fidès – Jean aus dem 4. Akt (Lynette Tapia, Sopran; Marianne Cornetti, Mezzosopran; John Osborn, Tenor; Opernchor, Extrachor und Kinderchor des Aalto-Musiktheaters; Essener Philharmoniker: Giuliano Carella); Charles Gounod: „Roméo et Juliette“, Duette Roméo – Juliette aus dem 4. und 5. Akt (Ruth Ann Swenson, Sopran; Plácido Domingo, Tenor; Münchner Rundfunkorchester: Leonard Slatkin)


23.06.2018

12:00 bis 13:00 | NDR Kultur
Belcanto: Hans-Jürgen Mende präsentiert die schönsten Arien

13:05 bis 13:58 | SWR 2
SWR2 Mittagskonzert

19:05 bis 22:00 | BR-KLASSIK
George Benjamin: „Lessons in love and violence“ – Oper in zwei Teilen

In englischer Sprache. King – Stéphane Degout; Isabel – Barbara Hannigan; Gaveston – Gyula Orendt; Mortimer – Peter Hoare; und andere. Orchestra of the Royal Opera House Covent Garden. Leitung: George Benjamin. Aufnahme vom 26. Mai 2018 im Royal Opera House Covent Garden, London

Anschließend um 21.00 Uhr: Robert Schumann: Klavierquintett Es-Dur, op. 44 (Alexander Melnikov, Klavier; Jerusalem Quartet); Ethel Smyth: Sonate a-Moll, op. 7 (Thomas Albertus Irnberger, Violine; Barbara Moser, Klavier)

Der schmale Grat zwischen Liebe und Gewalt ist schon seit jeher ein zentrales Motiv des Theaters – das enorme Spannungsverhältnis der beiden Pole, ihre Unabdingbarkeit für ein Machtverhältnis sowie die moralische Hinterfragung dieser Macht ist eine Inspirationsquelle, die seit der griechischen Tragödie nichts an Aktualität verloren hat. Die neue Oper von George Benjamin wirft nicht von ungefähr Assoziationen auf zur „Antigone“ von Sophokles – handelt das Stück doch von einem König, der agieren muss zwischen politischer Hartnäckigkeit und familiärer Zuneigung. Nach dem weltweiten Erfolg seiner Oper „Written on Skin“ (2012) setzt George Benjamin die Zusammenarbeit mit dem Librettisten Martin Crimp und der Regisseurin Katie Mitchell fort. BR Klassik sendet den Mitschnitt der Aufführung vom 26. Mai 2018 aus dem Royal Opera House, dirigiert vom Komponisten selbst und mit Barbara Hannigan und Stéphane Degout in den Hauptrollen.

19:05 bis 22:00 | Deutschlandfunk Kultur
Oper: Festival Leipziger Romantik

Thomaskirche. Aufzeichnung vom 20.05.2018. Richard Wagner: Konzertouvertüre C-Dur WWV 27. Gustav Schreck: „Christus, der Auferstandene“, Großes Oratorium (1892). Sächsischer Kammerchor / Sächsische Solistenvereinigung. Philharmonisches Orchester des Staatstheaters Cottbus. Leitung: Fabian Enders

Gustav Schreck war Thomaskantor von 1893 bis 1918, als direkter Vorgänger von Karl Straube. Sein Todestag jährt sich nun zum 100. Mal, Anlass genug, sein Oratorium ‚Christus, der Auferstandene' am Ort seiner früheren Wirkungsstätte erstmals wieder aufzuführen. Anhand der einzig erhaltenen handschriftlichen Partiturabschrift des Komponisten hat der Komponist und Editor Peter Berg das spätromantische, großbesetzte Werk eingerichtet. Im Herbst dieses Jahres soll es als Koproduktion mit Deutschlandfunk Kultur auf einer Doppel-CD bei Rondeau erscheinen.

20:00 bis 23:00 | NDR Kultur
Camille Saint-Saëns: „Samson et Dalila“ – Oper in drei Akten

Libretto von Ferdinand Lemaire. Samson: Roberto Alagna; Dalila: Elina Garanca; Hohepriester des Dagon: Carlos Alvarez; Abimelech: Sorin Coliban; Chor und Orchester der Wiener Staatsoper. Ltg.: Marco Armiliato. Aufzeichnung vom 12. Mai 2018 in der Wiener Staatsoper

20:04 bis 23:00 | hr2-kultur
Opernrarität: „Margherita“ von Jacopo Foroni

Opernraritäten sind die Spezialität des Festivals im irischen Küstenort Wexford. In der Titelrolle der „Margherita“, erste Oper des Verdi-Zeitgenossen Jacopo Foroni, brillierte die italienische Mezzosopranistin Alessandra Volpe.

Wexford Festival Chorus and Orchestra. Leitung: Timothy Myers. (Aufnahme vom 29. Oktober 2017 aus dem O' Reilly Theatre in Wexford)

Die Uraufführung seiner Oper in Mailand hat der 24jährige Jacopo Foroni nicht miterlebt: Weil er sich an revolutionären Umtrieben gegen die österreichischen Besatzer beteiligt hatte, musste er fliehen aus Italien. Er ging nach Schweden, leitete die italienische Oper in Stockholm – und starb im Alter von nur 33 Jahren an der Cholera. In Wexford wurde Foronis vergessenes Melodrama um die junge reiche Waise Margherita und ihre Liebe zu dem Soldaten Ernesto von einer erstklassigen Besetzung aufgeführt. Am Pult stand der amerikanische Dirigent Timothy Myers.

Anschließend, etwa ab 22:40 Uhr: Mozart: Klavierkonzert D-Dur KV 175 (Olivier Cavé / Divertissement / Rinaldo Alessandrini)

20:04 bis 23:00 | SR2 KulturRadio
Giuseppe Verdi: „Simon Boccanegra“

Chor und Orchester der Wiener Staatsoper. Evelino Pidò, Dirigent. Thomas Hampson, Bariton – Simon Boccanegra; Dmitry Belosselsky, Bass – Jacopo Fiesco; Francesco Meli, Tenor – Gabriele Adorno; Marina Rebeka, Sopran – Maria Boccanegra; Orhan Yildiz, Bariton – Paolo Albiani; Ryan Speedo Green, Bass – Pietro; Carlos Osuna, Tenor – Hauptmann; Lydia Rathkolb, Mezzosopran – Magd. Aufnahme vom 13. Mai 2018 aus der Wiener Staatsoper

20:05 bis 21:00 | MDR Kultur
MDR KULTUR – Opernmagazin

Mit Ausschnitten aus Erich Wolfgang Korngolds Operetten-Bearbeitung „Das Lied der Liebe“ in einer Aufnahme mit dem Ensemble der Musikalischen Komödie Leipzig unter der Leitung von Stefan Klingele

23:00 bis 00:00 | NDR Kultur
Belcanto: Hans-Jürgen Mende präsentiert die schönsten Arien


24.06.2018

20:03 bis 23:00 | SWR 2
SWR2 Oper: Richard Wagner: „Der fliegende Holländer“ – Romantische Oper in 3 Aufzügen

Der Holländer: George London; Senta: Leonie Rysanek; Daland: Giorgio Tozzi; Erik: Karl Liebl; Der Steuermann: Richard Lewis; Mary: Rosalind Elias. Chor und Orchester des Royal Opera House Covent Garden London. Leitung: Antal Dorati

20:04 bis 23:00 | WDR 3
„Ti vedo, ti sento, mi perdo – In attesa di Stradella“ – Oper in 2 Akten von Salvatore Sciarrino

Sängerin: Laura Aikin, Sopran; Musiker: Charles Workman, Tenor; Literat: Otto Katzameier, Bass; Pasquozza: Sonia Grané, Sopran; Chiappina: Lena Hasselmann, Mezzosopran; Solfetto: Thomas Lichtenecker, Countertenor; Finocchio: Christian Oldenburg, Bariton; Minchiello: Emanuele Cordaro, Bass; Giovane Cantore: Ramiro Maturana, Bariton; Chor: Hun Kim, Massimiliano Mandozzi, Chen Lingjie, Oreste Cosimo, Sara Rossini und Francesca Manzo; Orchester des Teatro alla Scala di Milano, Leitung: Maxime Pascal. Aufnahme aus der Mailänder Scala. Anschließend: WDR 3 Operntagebuch. Mit Richard Lorber

21:05 bis 22:00 | BR-KLASSIK
Operetten-Boulevard – Mit Franziska Stürz und Stefan Frey


25.06.2018

19:05 bis 20:00 | BR-KLASSIK
con passione: Zum 85. Geburtstag des Dirigenten Claudio Abbado (I)

Giuseppe Verdi: „Falstaff“, Monolog des Ford aus dem 2. Akt (Thomas Hampson, Bariton; Bryn Terfel, Bassbariton; Berliner Philharmoniker); Ludwig van Beethoven: „Fidelio“, Introduktion und Arie des Florestan aus dem 2. Akt (Jonas Kaufmann, Tenor; Mahler Chamber Orchestra); Wolfgang Amadeus Mozart: „Idomeneo“, Rezitativ und Arie der Elektra aus dem 3. Akt (Anna Netrebko, Sopran; Orchestra Mozart); Giuseppe Verdi: „Simon Boccanegra“, Szene und Duett Simon – Fiesco aus dem 3. Akt (Piero Cappuccilli, Bariton; Nicolai Ghiaurov, Bass; Orchester des Teatro alla Scala); Alban Berg: „Wozzeck“, Szene der Marie aus dem 3. Akt (Hildegard Behrens, Sopran; Wiener Philharmoniker); Gioacchino Rossini: „Il barbiere di Siviglia“, Quintett Rosina – Graf Almaviva – Figaro – Bartolo – Basilio aus dem 2. Akt (Teresa Berganza, Sopran; Luigi Alva, Tenor; Paolo Montarsolo, Hermann Prey, Bariton; Enzo Dara, Bass; London Symphony Orchestra)

„Ich bin Claudio, für alle!“ – seine Antrittsworte am Pult der Berliner Philharmoniker müssen überraschend geklungen haben für Orchestermusiker, die 25 Jahre absolutistischer Karajan-Herrschaft hinter sich hatten. Aber sie waren symptomatisch für diesen Maestro, der eigentlich keiner sein wollte. Der brillante Absolvent aus Hans Swarowskys Wiener Dirigentenschmiede, der die berühmten Opernhäuser und Traditionsorchester der Welt im Sturm eroberte, Referenzaufnahmen von Oper und Symphonik gleichermaßen vorlegte und großartige Festivals und Klangkörper gründete, blieb stets ein bescheidener Musiker mit basisdemokratischen Ansichten. Ohne viele Worte zu machen verfolgte der gebürtige Mailänder jedoch kompromisslos seine künstlerischen Ziele und machte sich durch sein Engagement für die Moderne und für unterbelichtete Werke nicht nur Freunde. Im Januar 2014 erlag Abbado der schweren Krebserkrankung, die ihn in den letzten Jahren gezeichnet hatte. Dennoch ist der liebenswürdige Unbequeme, der analytische Charismatiker und leidenschaftliche Humanist allen Musikfreunden unvergessen. Anlässlich seines 85. Geburtstags am Dienstag widmet ihm BR-Klassik die Sendungen Philharmonie (26. Juni 2018, 9.05 Uhr) und Klassik Stars (26. Juni 2018, 18.05 Uhr).


30.06.2018

12:00 bis 13:00 | NDR Kultur
Belcanto: Andrea Wilke präsentiert die schönsten Arien

13:05 bis 13:58 | SWR 2
SWR2 Mittagskonzert

19:05 bis 21:30 | Deutschlandfunk Kultur
Erich Wolfgang Korngold: ‚Das Lied der Liebe‘ – Operette nach der Musik zu ‚Das Spitzentuch der Königin' von Johann Strauß Sohn

Libretto: Ludwig Herzer. Graf Richard von Auerspach – Adam Sanchez, Tenor; Baronin Paulette – Lilli Wünscher, Sopran; Baron Gigi – Andreas Reiner, Tenor; Tini – Laura Scherwitzl, Sopran; Lori Fallhuber – Mirjam Neururer, Sopran; Oberleutnant Puchberg – Hinrich Horn, Bass; Erzähler – Cusch Jung. Orchester der Musikalischen Komödie Leipzig. Leitung: Stefan Klingele. Bethanienkirche Leipzig. Produktion vom 20./ 21.06.2018

20:04 bis 23:00 | hr2-kultur
Aus Stockholm: Tschaikowskys Oper „Eugen Onegin“

Es ist die beliebteste Oper von Peter Tschaikowsky: „Eugen Onegin“, nach dem Versroman von Alexander Puschkin. Das Drama von der Ungleichzeitigkeit der Liebe spielt vor dem Hintergrund einer untergehenden Epoche im alten Russland.

Onegin – Karl-Magnus Fredriksson; Tatjana – Cornelia Beskow; Lensky – Joel Annmo; Olga – Johanna Rudström; Fürst Gremin – Lennart Forsén; Larina – Susann Végh; Filipjewna – Katarina Leoson; Triquet – Jonas Degerfeldt; Saretzki – Martin Lissel. Chor und Orchester der Schwedischen Staatsoper. Leitung: Evan Rogister

(Aufnahme vom 28. April 2018 aus der Schwedischen Staatsoper). Als Peter Tschaikowsky seine als „Lyrische Szenen“ betitelte Oper in Moskau vorstellte, wurde schnell klar, daß ihm ein Meisterwerk gelungen war: Innerhalb  Jahre eroberte „Eugen Onegin“ das Publikum in ganz Europa. Begeistert zeigte sich auch der tschechische Komponist Antonin Dvorak: In einem Brief an Tschaikowsky lobte er dessen Werk als „eine wundervolle Schöpfung, voll warmer Empfindung und Poesie“; ihre Musik sei „bestrickend“, und dringe „so tief in unser Herz ein, dass man sie nie wieder vergessen kann“.

20:05 bis 21:00 | MDR Kultur
Charles Gounod: „Le tribut de Zamora“

Mit Judith van Wanroij (Xaïma), Edgaras Montvidas (Manoël), Jennifer Holloway (Hermosa) und Tassis Christoyannis (Ben-Saïd). Chor und Orchester des Bayerischen Rundfunks. Leitung: Hervé Niquet. Aufnahme vom 28.01.2018, München. Prinzregententheater (Teilwiedergabe). Moderation: Dieter David Scholz

23:00 bis 00:00 | NDR Kultur
Belcanto: Hans-Jürgen Mende präsentiert die schönsten Arien

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