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Roni Mann & Jacob Eder | Foto: Peter Adamik

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Neue Leitung der Barenboim-Said Akademie: Jacob Eder wird neuer Rektor, Roni Mann Vizerektorin

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Zehn Jahre nach ihrer Gründung stellt sich die Barenboim-Said Akademie neu auf: Jacob Eder übernimmt zum Wintersemester 2026/27 als Rektor, Roni Mann als Vizerektorin die Leitung des Hauses. Gemeinsam mit dem neuen Dekan, dem Dirigenten und Kontrabassisten Nabil Shehata, bilden sie das neue Führungsteam der Musikhochschule mit ihrer humanistischen Vision und ihrem Schwerpunkt auf der Ausbildung junger Musiker:innen vorwiegend aus Israel, Palästina und angrenzenden Ländern. 

Der Historiker Jacob Eder tritt die Nachfolge von Regula Rapp an, die nach vier Jahren aus dem Amt der Rektorin ausscheidet. Gründungsrektor der privaten, staatlich anerkannten Hochschule war Staatsminister a.D. Michael Naumann. Beiden gilt großer Dank für ihre wichtige Arbeit. Das Amt der Vizerektorin wird mit der Philosophin Roni Mann erstmalig besetzt, um das humanistische Profil der Akademie zu stärken. Eder und Mann wurden vom Akademischen Senat der Akademie in ihre Ämter gewählt und werden weiterhin als Professor:innen in ihren jeweiligen Fächern lehren.

Daniel Barenboim, Gründer und Präsident der Akademie, erklärt dazu: „Unsere Akademie steht für Musik und Menschlichkeit. Sie ist im gegenwärtigen politischen Klima wichtiger denn je. Jacob Eder und Roni Mann sind zwei herausragende Persönlichkeiten, mit denen mich seit vielen Jahren eine enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit verbindet. Sie werden die Akademie mit Weitblick und Integrität im Geist jenes Humanismus weiterentwickeln, der auch Edward Said und mich leitete, als wir das West-Eastern Divan Orchestra gründeten.“

Jacob Eder und Roni Mann verfügen über langjährige internationale Karrieren in der Wissenschaft und spielen seit vielen Jahren eine Schlüsselrolle beim Auf- und Ausbau der Studienprogramme der Barenboim-Said Akademie. Beide haben in Führungspositionen maßgeblich zur Profilentwicklung der Akademie als Musikhochschule mit geisteswissenschaftlichem Schwerpunkt beigetragen.

Gemeinsam erklären Eder und Mann: „Die Barenboim-Said Akademie ist ein einzigartiger Ort der Musik und des Lernens, der musikalische Bildung als humanistische Bildung versteht und praktiziert. Seit Jahren kommen junge Menschen vor allem aus dem Nahen Osten, aber auch aus vielen anderen Ländern, an die Akademie mit dem Mut und der Neugier, sich musikalisch und vor allem auch menschlich weiterzuentwickeln. Gerade heute brauchen wir diese Art von Bildung, die auf Begegnung und Austausch setzt: den anderen zuzuhören und von ihnen zu lernen, anstatt sich abzuschotten – auch und vor allem dann, wenn es schwerfällt. Unsere Studierenden lernen jeden Tag, dass die Begegnung mit anderen Menschen auch die eigene Menschlichkeit erweitert. Sie tragen diese Tiefe in sich und lassen ihr Publikum daran teilhaben.“

Über die Barenboim-Said Akademie

Die vom Dirigenten und Pianisten Daniel Barenboim gegründete, staatlich anerkannte Hochschule bildet seit 2016 junge Musiker:innen vorwiegend aus Israel, Palästina und angrenzenden Ländern aus. Diese werden über das musikalische Studium hinaus in geisteswissenschaftlichen Fächern unterrichtet. Ziel ist es, musikalisch exzellente, neugierige und reflektierte Menschen hervorzubringen. Die Akademie ist neben Daniel Barenboim nach dem palästinensisch-amerikanischen Literaturwissenschaftler Edward W. Said benannt. Der Lehrkörper besteht aus international renommierten Musiker:innen und Wissenschaftler:innen; angeboten werden Bachelor- und Masterstudiengänge sowie ein Artist Diploma in allen Orchesterinstrumenten, Klavier und Komposition.

Das Orchester der Barenboim-Said Akademie und Kammermusikensembles der Studierenden treten regelmäßig gemeinsam mit renommierten Musiker:innen im von Frank Gehry entworfenen Pierre Boulez Saal auf, dessen Programm sich an ein internationales Publikum richtet. Mit ihrer Vortragsreihe „Akademie-Forum“, wissenschaftlichen Tagungen und Symposien ist die Akademie auch ein Ort des intellektuellen Austauschs und gesellschaftspolitischer Debatten.

Finanziert wird die Barenboim-Said Akademie vor allem durch eine institutionelle Förderung des Beauftragten der Bundesregierung für Kultur und Medien. Das Auswärtige Amt stellt die Stipendien für die Studierenden zur Verfügung. Das Land Berlin hat der Barenboim-Said Akademie das denkmalgeschützte Gebäude im Rahmen eines 99-jährigen Erbbaurechtsvertrages überlassen.

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