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Kulturhauptstädte für die Jahre 2007 und 2008 +++ Kulturpreis Europa 2004 +++ Görlitzer demonstrierten für Kulturhauptstadt-Bewerbung
Kulturhauptstädte für die Jahre 2007 und 2008
Der EU-Ministerrat hat die europäischen Kulturhauptstädte für die Jahre 2007 und 2008 ernannt. Für 2007 haben die Kulturminister Luxemburg und das rumänische Sibiu, ehemals Herrmannstadt, ausgewählt.
Im darauf folgenden Jahr werden das britische Liverpool und Stavanger in Norwegen Kulturhauptstädte sein. Neben einer Stadt innerhalb der EU haben sich die Minister zusätzlich für eine Stadt außerhalb der EU entschieden, um das Zusammengehörigkeitsgefühl der Europäer zu stärken. Außerdem stimmten die Minister einer Neuregelung zu, nach der ab 2009 die neuen EU-Staaten am Programm der Kulturhauptstadt beteiligt werden sollen. 2010 werden Deutschland und Ungarn die Kulturhauptstädte stellen.
Quelle: 3sat
Kulturpreis Europa 2004
Der Kulturpreis Europa 2004 geht an das Netzwerk der europäischen Rundfunkunion EBU/UER. Der Verein Kulturforum Europa würdigt damit die Verdienste des Zusammenschlusses von 71 Fernseh- und Rundfunkanstalten als "Kulturbotschafter", hieß es in einer Erklärung. Die Organisation trage dazu bei, kulturhistorische Barrieren zu überwinden. Der undotierte Bürgerpreis aus Kunstwerk und Urkunde soll am 5. Juni beim Musikfestival in Istanbul überreicht werden.
Quelle: 3sat
Görlitzer demonstrierten für Kulturhauptstadt-Bewerbung
Mehrere hundert Görlitzer haben vor dem Landtag in Dresden für die Kulturhauptstadt-Bewerbung ihrer Stadt demonstriert. Mit Musik und anderen Darbietungen wurden die Abgeordneten auf die Debatte über die Unterstützung der Neißestadt eingestimmt. Neben Künstlern, Schülern, Studenten und Bürgern kamen auch Oberbürgermeister Rolf Karbaum und sein Amtskollege aus der polnischen Nachbarstadt Zgorzelec, Miroslaw Fiedorowicz. Mit der Aktion wollten sie deutlich machen, wie wichtig den Görlitzern die Bewerbung als Europas Kulturhauptstadt 2010 ist.
Das Vorhaben steht auf der Kippe, weil es finanziell nicht abgesichert ist. Die Staatsregierung verlangt einen ausgeglichenen Haushalt. Bislang konnte die Stadt aber noch kein ausreichendes Sparkonzept für die nächsten drei Jahre vorlegen. Bis Mitte Juni soll eine Arbeitsgruppe unter Leitung des Landes eine Lösung finden. Spätestens Ende Juni müssen die Bewerbungsunterlagen nach Berlin geschickt werden.
Im Landtag erneuerte Kunstminister Matthias Rößler (CDU) seine Forderung nach einer stimmigen Finanzierung. Wenn die Stadt 20 Millionen Euro aufbringe, lege das Land dieselbe Summe hinzu. PDS-Fraktionschef nannte das Erpressung. Von der Stadt soviel zu verlangen wie vom Land sei unseriös. Außerdem müsse man sehen, wie Bund und Sponsoren eingebunden werden können. Rößler konterte und warf Porsch Populismus vor. SPD-Fraktionschef Jurk nannte Rößlers Angebot ein gutes Signal, kritisierte aber die geforderten Sparmaßnahmen.
Quelle: mdr.de