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"Deutsche Welle" startet Musikkanal +++ Barbara Mirow wird Chefin von NDR Kultur +++ Kino trifft Theater - Festival «Temps d`Images» in Düsseldorf
"Deutsche Welle" startet MusikkanalBerlin (ddp) Die Deutsche Welle (DW) will 2004 mit einem eigenen Musikkanal auf Sendung gehen. Das Programm soll aus einer 24-stündigen Musikstrecke mit festgelegtem Wortanteil bestehen, kündigte DW-Intendant Erik Bettermann. Damit wolle sich die Deutsche Welle als "deutscher Kultursender aus dem Herzen Europas präsentieren". Der Kanal soll zunächst in Europa ausgestrahlt werden.
Barbara Mirow wird Chefin von NDR Kultur
Barbara Mirow wird Leiterin des Hörfunkprogramms NDR Kultur. Sie übernimmt ihre neue Aufgabe an der Spitze des von klassischer Musik geprägten Senders am 15. September 2003. Neuer Leiter der Hauptabteilung Produktion Fernsehen wird am 1. April 2004 Josef Lipp. Entsprechenden Vorschlägen von Intendant Prof. Jobst Plog stimmte der Verwaltungsrat des NDR am Freitag (5. September) in Hannover zu. Barbara Mirow ist Nachfolgerin von Wolfgang Knauer, der die Leitung des NDR um Entbindung von seinen Aufgaben als Wellenchef gebeten hatte. Josef Lipp wird im kommenden Jahr die Nachfolge von Gerd Grunwald antreten, der dann in den Ruhestand geht.
"Barbara Mirow hat ihre fachliche Eignung u.a. als Leiterin der Hörfunk-Nachrichtenredaktion unter Beweis gestellt, die rund 100 Sendungen pro Tag für die NDR Radioprogramme erstellt. Erneut übernimmt eine Frau eine wichtige Leitungsfunktion im NDR", so Plog. "Josef Lipp hat seinen Beruf von der Pike auf gelernt. Seine Berufung zeigt, dass der NDR das Thema innerbetriebliche Qualifikation ernst nimmt."
Barbara Mirow (47) wurde in Bonn geboren. Nach dem Abitur studierte sie Germanistik und Philosophie an der Universität ihrer Heimatstadt. Nach dem Staatsexamen volontierte sie ab 1982 bei der Deutschen Welle in Köln. 1983 zog sie nach Hamburg und arbeitete als freie Journalistin u.a. für die Deutsche Welle und bei Dokumentarfilmproduktionen. 1986 kam Barbara Mirow als Redakteurin in die zentrale Hörfunk-Nachrichtenredaktion des NDR. 1996 wurde sie deren stellvertretende Leiterin, seit 1997 leitet sie diesen Bereich.
Josef Lipp (48) stammt aus Kempen. Nach einer Lehre als Radio- und Fernsehtechniker qualifizierte er sich durch Zusatzausbildungen zum Bildtechniker. Diesen Beruf übte er 1979 und 1980 beim ZDF aus. Ein Studium an der Fachhochschule Wiesbaden schloss er 1983 als Diplom-Ingenieur ab. Im selben Jahr ging er als Planungsingenieur zum WDR nach Köln. 1987 wechselte er zum NDR und war dort in mehreren leitenden Funktionen tätig, u.a. bis 1997 als Leiter der Sendezentrale Fernsehen in Hamburg, derzeit als Chef der Abteilung Aufzeichnung und Bearbeitung Fernsehen.
Kino trifft Theater - Festival «Temps d`Images» in Düsseldorf
Düsseldorf (ddp-nrw). Düsseldorf ist in diesem Jahr einer der Schauplätze des europäischen Festivals «Temps d\'Images» - Zeit der Bilder. Wie das Institut Francais am Mittwoch mitteilte, werden in der «Blackbox» im Filmmuseum vom 26. bis 28. September insgesamt 15 Filme des Kultursenders Arte gezeigt. Hauptthema des Festivals ist eine Begegnung verschiedener Kunstformen wie Kino und Theater.
Zum Auftakt der dreitägigen Film-Matinee präsentiert die Blackbox am Freitag um 17.30 Uhr den Dokumentarfilm «Jan Fabre, Der Wolkenvermesser». Der Streifen zeigt den Flämen bei seinen unterschiedlichen künstlerischen Arbeiten als Regisseur, Akteur, Choreograph und Bildhauer. Ein Konzert der französischen Cellistin Sonia Wieder-Atherton mit Werken von Schubert und Brahms wird um 19.30 von der Cineastin Chantal Akerman in Bilder umgesetzt.
Am Samstag ist in einer Vorpremiere Mark Kidels Dokumentarfilm über den Star der Videokunst Bill Viola zu sehen. Viola kombinierte die neusten Videotechniken mit einfachen und tiefsinnigen Fragen zum Sinn des Lebens. Der Film «Mirage de la Grande Guerre» zeigt eine Vorstellung der «Compagnie Hotel Modern». In dem Theaterstück wird der erbärmliche Alltag des Krieges, wie er in Brieffragmenten von Soldaten aus dem Ersten Weltkrieg dargestellt wurde, auf der Bühne umgesetzt.
Mit «Chryslis» und «Black Spring» werden am Sonntag zwei prämierte Tanzfilme gezeigt. Den Abschluss der Filmaufführungen in Düsseldorf bildet am Sonntag eine Verfilmung der Wiederaufnahmen von Wolfgang Amadeus Mozarts Oper «Don Giovanni», wie Peter Brook sie 1998 auf dem Festival d´Aix-en-Provence inszenierte.
Das Festival «Temps d´Images» wurde im Februar 2002 vom Fernsehsender Arte und von «La Ferme du Buisson» in Paris ins Leben gerufen und findet dieses Jahr vom 29. August bis 2. November in zahlreichen Städten Europas statt. Die Eintritt für die Filme in der Blackbox beträgt 5, ermäßigt 3 Euro.