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«Augenlust» - Schau über europäische Ornamentstiche in Düsseldorf +++ Junge Künstler aus Halle stellen im Opernhaus aus +++ Kunstwettbewerb soll auf Thema Pflege aufmerksam machen +++ Wolfsburg zeigt Fischl - Erstmals Übersichtsausstellung in Deutschland +++ Grafikkabinett zeigt den «Zeichner Ernst Barlach»
«Augenlust» - Schau über europäische Ornamentstiche in Düsseldorf
Düsseldorf (ddp-nrw). Unter dem Titel «Augenlust» ist in Düsseldorf ab Samstag eine Ausstellung über den Formenreichtum des europäischen Ornaments zu sehen. Anhand von 150 druckgraphischen Blättern aus dem 16. bis 19. Jahrhundert präsentiert die Schau im «museum kunst palast» den Einfluss des Ornamentstichs auf die verschiedenen Künste, wie das Museum am Donnerstag in Düsseldorf mitteilte.
In der Ausstellung wird gezeigt, dass der Ornamentstich eine bedeutende Rolle als Mustervorlage für Architekten, Bildhauer und Kunsthandwerker spielte und damit wesentlich zur Verbreitung neuer ornamentaler Formen beitrug. So erfahren Interessierte, dass neuzeitliche Ornamente wie die Akanthuswellenranke und die Groteske sich hauptsächlich aus der Antike ableiteten und seit der Renaissance das vor allem im Norden vertretene Ast- und Laubwerk ablösten.
Zu den in der Ausstellung vertretenen Künstlern gehören unter anderem Israel van Meckenem, Lucas van Leyden, Heinrich Aldegrever, Adriaen Collaert, Agostino Veneziano, Etienne Delaune, Jean Bérain und Christoph Jamnitzer. Die Ausstellung ist vom 13. September bis 23. November zu sehen.
http://www.museum-kunst-palast.de
Junge Künstler aus Halle stellen im Opernhaus aus
Halle (ddp-lsa). Junge Künstler aus der Saalestadt stellt der Hallesche Kunstverein in seiner ersten Ausstellung nach der Sommerpause vor. Sie wird nach Angaben des Vereins am Sonntag in der Foyer-Galerie des Opernhauses eröffnet und ist bis zum 12. Oktober zu sehen. Gezeigt werden Arbeiten von Jana Böhme, Franca Bartholomäi und Steffen Christophel. Sie alle haben in den vergangenen Jahren ihr Studium der Grafik an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein abgeschlossen.
Christophel (Jahrgang 1963) liebt das kleine Format. Mit Tusche und Feder zeichnet er hintergründige Gestalten und Physiognomien. Er ist in Halle als Maler und Grafiker tätig. Von Franca Bartholomäi (Jahrgang 1975) sind vor allem Holzschnitte zu sehen. Auch ihr Hauptthema ist der Mensch mit seinen Visionen und seiner Einsamkeit. Jana Böhme (Jahrgang 1967) studierte bei Professor Otto Möhwald und Thomas Rug im Fachgebiet Malerei/Grafik. Sie zeigt meist großformatige Radierungen, deren Linien und Strukturen viele Deutungen offen lassen.
Kunstwettbewerb soll auf Thema Pflege aufmerksam machen
Stuttgart (ddp-bwb). Das Sozialministerium will mit einem Kunstwettbewerb die Aufmerksamkeit auf das Thema Pflege lenken. Sozialminister Friedhelm Repnik (CDU) stellt dafür laut Mitteilung vom Donnerstag Geldpreise von insgesamt 20 000 Euro zur Verfügung.
Die ausgewählten Exponate sollen dann in einer zweijährigen Wanderausstellung in ganz Baden-Württemberg gezeigt werden. Parallel soll es Veranstaltungen zum Thema Zukunft und Herausforderungen der Pflege geben. Das Deutsche Rote Kreuz, Kreisverband Mannheim, ist für die organisatorische Betreuung des Wettbewerbs zuständig.
Zugelassen sind Gemälde, Grafiken, Plastiken, Fotografien, Installationen und Mixed-Media-Kunstwerke. Sie dürfen höchstens 2 mal 3 Meter groß sein und maximal 100 Kilo wiegen. Jeder Teilnehmer darf zwei Arbeiten einreichen. Abgabetermin ist zwischen dem 8. und dem 10. März 2004.
(Nähere Infos: fritz.gaertner [at] kv-mannheim.drk.de (fritz[dot]gaertner[at]kv-mannheim[dot]drk[dot]de))
Wolfsburg zeigt Fischl - Erstmals Übersichtsausstellung in Deutschland
Wolfsburg (ddp). Erstmals in Deutschland zeigt das Kunstmuseum Wolfsburg eine Übersichtsausstellung des amerikanischen Malers Eric Fischl. Ab Samstag sind in dem Museum rund 80 Gemälde und Zeichnungen aus den Jahren 1979 bis 2001 zu sehen. Darunter seien seine voyeuristisch-bizarren Darstellungen von Innenräumen genauso wie seine Strandszenen, teilte das Kunstmuseum am Donnerstag in Wolfsburg mit. Zu sehen sind außerdem die ab 1989 entstandenen Bilder von Reisen sowie Selbstporträts.
Darüber hinaus werden Werke der zwischen 1999 und 2001 entstandenen Serie «The Bed, The Chair» präsentiert. Dabei arrangierte der New Yorker Künstler einem Bühnenbild gleich Menschen und Möbel in einem Schlafzimmer.
Als Grundlage für seine Malerei dienen Fischl Fotos. Seine Bilder haben oft erotische Motive und werden gelegentlich auch als voyeuristisch bezeichnet. Die Ausstellung dauert bis zum 4. Januar 2004.
http://www.kunstmuseum-wolfsburg.de
Grafikkabinett zeigt den «Zeichner Ernst Barlach»
Güstrow (ddp-nrd). Barlachs wenig bekannte Seite als Zeichner beleuchtet das Güstrower Grafikkabinett in einer neuen Ausstellung, die am Sonntag eröffnet wird. Die rund 70 Arbeiten sind eine Auswahl aus den Sammlungen des Ernst-Barlach-Hauses Hamburg der Reemtsma-Stiftung, sagte die wissenschaftliche Mitarbeiterin der Ernst Barlach Stiftung Güstrow, Inge Tessenow, am Donnerstag. Sie werden bis Anfang November im Grafikkabinett gezeigt, dass erst zu Jahresbeginn in der Barlach-Stadt eröffnet wurde.
Zu sehen sind unter anderem «Das russische Bauernpaar» und «Das russische Liebespaar», beide entstanden 1907 auf Barlachs Russland-Reise, sowie die Vorarbeit zu einem Holzschnitt «Unser Schuldbuch sei vernichtet» (1924/25). Sie zählen zu den wertvollsten Stücken der Hamburger Sammlung, die Hermann F. Reemtsma ab 1934 zusammen trug und die ab 1960 in den Besitz der heutigen Stiftung übergingen. Insgesamt umfasst die Sammlung 130 Plastiken und 400 Zeichnungen.
Ergänzt wird die Exposition im Ausstellungsforum durch etwa 30 Plastiken aus Güstrower Beständen. Darunter sind selten gezeigte Werke wie das Relief «Der Blinde und der Lahme» (1919, Stukko) sowie die Gipsmodelle «Schwebender Genius» (1912) und «Der Tänzer» (1923). Zur Ausstellung im Grafikkabinett «Der Zeichner Ernst Barlach» erscheint ein umfangreicher Katalog (Preis 34 Euro). Die Schau ist bis zum 2. November zu sehen.