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Verbandsfusion bei Filmkunstkinos beschlossen +++ 3. Filmmesse Leipzig ging mit Rekordzahlen zu Ende
Verbandsfusion bei Filmkunstkinos beschlossen
Leipzig/Berlin (ddp-bln). Die Arbeitsgemeinschaft Kino und die Gilde deutscher Filmkunsttheater haben sich zusammengeschlossen. In dem neuen Verband seien jetzt 350 Kinobetriebe mit über 450 Leinwänden vertreten, teilte die Organisation am Donnerstag in Leipzig mit. Diese machten rund zehn Prozent aller bundesweiten Kinos aus. Sitz des Verbandes «AG Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater» ist Berlin.
Die Mitglieder beider Institutionen entschieden über den Zusammenschluss im Rahmen der Leipziger Filmmesse. Die Fusion stärke die Position der Filmkunstkinos in Deutschland, hieß es. Themen der ersten Sitzung des neuen Vorstandes waren die Novellierung des Filmförderungsgesetzes und die aktuelle Leihmietensituation.
3. Filmmesse Leipzig ging mit Rekordzahlen zu Ende
Leipzig (ddp-lsc). Die Arbeitsgemeinschaft Kino und die Gilde deutscher Filmkunsttheater haben sich während der 3. Filmmesse in Leipzig zu einem gemeinsamen Verband zusammengeschlossen. Das sei ein «historischer Schritt» und als ein «Signal zur Aufbruchstimmung» zu verstehen, sagte Pressesprecher Michael Eckhardt der Nachrichtenagentur ddp. Der neue Verband «AG Kino - Gilde deutscher Filmkunsttheater» mit Sitz in Berlin vertrete 350 Kinobetriebe mit 450 Leinwänden. Das seien rund zehn Prozent aller deutschen Kinos, hieß es am Freitag zum Abschluss der Filmmesse. Jetzt werde gemeinsam an Strategien gearbeitet, um anspruchsvolle Filme trotz geringer Werbebudgets an ein großes Publikum zu bringen.
Die auf der 3. Filmmesse erstmals verliehenen Kinoprogrammpreise Mitteldeutschlands seien ein weiterer Anreiz für Kinobetreiber, mehr internationale Filmkunstwerke zu zeigen. Wie die Mitteldeutsche Medienförderung mitteilte, werden auch im nächsten Jahr Preise von insgesamt 40 000 Euro vergeben.
An dem Branchentreffen in Leipzig hatten sich weit mehr als 600 Kinobetreiber und Verleiher beteiligt, fast doppelt so viel wie bei der 1. Filmmesse. «Die Besucherresonanz war so groß wie nie zuvor», sagte der Eckhardt weiter. Weit mehr als 3000 Menschen strömten an drei Tagen in die öffentlichen Vorstellungen in die Leipziger Passage-Kinos und die Schaubühne Lindenfels, um die 30 brandneuen internationalen Leinwandkunstwerke weit vor dem Bundesstart zu sehen.
Besonders großen Zuspruch fanden der isländische Streifen «Noi Albinoi», die kanadische Produktion «Die Invasion der Barbaren» und der deutsche Beitrag «Herr Lehmann» von Leander Haußmann.
http://www.filmmesse-leipzig.de