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15.9.: bildende kunst aktuell +++ bildende kunst

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Menschenbilder des 20. Jahrhunderts in der Tübinger Kunsthalle +++ Duisburger Lehmbruck-Museum zeigt Werke von Ernst und Dali +++ Extremkunstaktion «10 000 Schirme für Europa» gestartet +++ Arte Povera seit Sonntags im Magdeburger Kunstmuseum zu sehen +++ Tàpies-Grafiken in Chemnitz


Menschenbilder des 20. Jahrhunderts in der Tübinger Kunsthalle
Tübingen (ddp-bwb). Mit dem künstlerischen Menschenbild des 20. Jahrhunderts setzt sich ab heute die Ausstellung «Man in the middle» in der Kunsthalle Tübingen auseinander. Bis zum 2. November werden zahlreiche Exponate aus der Sammlung Deutsche Bank präsentiert, die das sich wandelnde Menschenbild von der Moderne bis in die unmittelbare Gegenwart dokumentieren. Gemälde, Zeichnungen, Fotografien und Skulpturen sollen den Besuchern die unterschiedlichen Positionen vor Augen führen.
Die Kunsthalle Tübingen ist täglich außer montags von 10.00 Uhr bis 18.00 Uhr geöffnet. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog zum Preis von 29 Euro.
http://www.kunsthalle-tuebingen.de

Duisburger Lehmbruck-Museum zeigt Werke von Ernst und Dali
Duisburg (ddp). Unter dem Titel «So nah, so fern» ist ab heute im Duisburger Lehmbruck-Museum eine Ausstellung mit Bildern spanischer und deutscher Künstler zu sehen. Bei der Schau handelt es sich um ein gemeinsames Projekt mit dem baskischen Museum für zeitgenössische Kunst (Artium) aus Vitoria-Gasteiz. Präsentiert werden in Duisburg mehr als 60 Werke sowie sieben Skulpturen aus den Jahren 1945 bis 1960. Wie die Veranstalter weiter mitteilten, sind unter anderem Gemälde von Max Ernst und Salvador Dalí zu sehen.
Aus historischer Distanz versucht die bis zum 9. November dauernde Ausstellung eine direkte und für sich selbst sprechende Gegenüberstellung von deutschen und spanischen Werken. «Wir möchten zeigen, dass es zwischen den Ländern trotz unterschiedlicher historischer Rahmenbedingungen überraschende Übereinstimmungen gibt», sagte Kuratorin Sabine Maria Schmidt.

Extremkunstaktion «10 000 Schirme für Europa» gestartet
Magdeburg (ddp). Im Magdeburger Elbauenpark ist gestern der Startschuss für eine europaweite Kunstaktion gefallen. Teilnehmer des III. Internationalen Kunstfestivals haben am Wochenende symbolisch 24 Sonnenschirme geöffnet. Ausgehend von Magdeburg sollen bis 1. Mai kommenden Jahres europaweit 10 000 Sonnenschirme in das Vorhaben eingebunden werden. Dann sollen um 12.00 Uhr zeitgleich alle Exemplare aufgespannt werden.
Der Aktionskünstler Michael Werner aus Maxhütte Haidhof bei Regensburg will mit seinem Projekt auf die an diesem Tag beginnende Osterweiterung der Europäischen Union durch den Beitritt zehn neuer Mitglieder aufmerksam machen. Dabei ist es ihm gleich, ob sich ein Schirm in einem Museum, vor einem Rathaus, am Strand oder vor einem Atelier öffnet.
Werner knüpft mit seinem Vorhaben an eine Aktion Christos an, der 1991 insgesamt 3100 Schirme für sein Kunstprojekt «the umbrellas» in Amerika und Asien aufstellen ließ. Damals hatte er sich «still und leise» an der Christoschen Aktion beteiligt und selbst einen Schirm geöffnet.
http://www.more-umbrellas.de

Arte Povera seit Sonntags im Magdeburger Kunstmuseum zu sehen
Magdeburg (ddp-lsa). Die erste umfassende Präsentation in Ostdeutschland zur Arte Povera ist seit Sonntag im Magdeburger Kunstmuseum Kloster Unser Lieben Frauen zu sehen. Bis zum 7. Dezember werden 105 Arbeiten der wichtigsten 14 Vertreter der italienischen Kunstrichtung aus den 60er und 70er Jahren vorgestellt, wie die Veranstalter mitteilten. Zu den Künstlern gehören unter anderem Giovanni Anselmo, Luciano Fabro, Marsia Merz und Gilberto Zorio. Leihgaben kommen beispielsweise aus Museen in Berlin, Bremen, Hamburg, Weimar und dem Fürstentum Liechtenstein. Daneben steuern private Sammlern aus ganz Europa und den USA Objekte bei, weitere stammen aus dem Besitz der Künstler.
Sachsen-Anhalts Kultusminister Jan-Hendrik Olbertz (parteilos) nannte während der Eröffnung die Ausstellung «wichtig für das Verständnis der Gegenwartskunst». Es müssten immer wieder Fenster geöffnet werden, um unterschiedliche Stile der Öffentlichkeit vorzustellen. Er erinnerte daran, dass Sachsen-Anhalt große Traditionen in der Kunst aufweisen kann. Romanik und Barock gehörten dazu. Auch sie seien zu ihrer Zeit oftmals als provozierend empfunden worden. Über die Jahrhundert hätten sie klar ihre Qualität bewiesen. Beide dürften jedoch nicht zum alleinigen Maßstab eines heutigen Umgangs mit Kunst werden.
Olbertz sprach sich dafür aus, die Verantwortung für die zeitgenössischer Künstler auf viele Schultern zu verteilen. Der Staat allein könne dies auf Dauer nicht leisten. Privates Sponsoring und Engagement gehörten zur Förderung zeitgenössischen Kunstschaffens unverzichtbar dazu.
Die Arte Povera entstand zwischen 1967 und 1971 vor allem in Turin, Mailand und Rom. Mit ihr reagierten italienische Künstler auf die damaligen Trends aus den USA wie die Popart. Es entstand somit eine Art Protestbewegung. Deren Macher verließen geläufige Kunstbegriffe und definierten sie völlig neu. Traditionelle Gattungen wie die Malerei oder die Bildhauerei fanden dabei keine Anwendung.
http://www.artepovera-magdeburg.de

Tàpies-Grafiken in Chemnitz
Chemnitz (ddp-lsc). Grafiken des spanischen Malers und Grafikers Antoni Tàpies sind ab Dienstag in den Kunstsammlungen Chemnitz zu sehen. Wie das Museum mitteilte, stammen die Arbeiten aus der Sammlung «Pro Museum - Stiftung zur Förderung der zeitgenössischen bildenden Kunst» in Frankfurt/Main. Ausgewählt wurden die Bilder von dem Chemnitzer Künstler Matthias Stein, der den Spanier als sein großes Vorbild betrachtet.
Die anlässlich des 80. Geburtstages von Tàpies stattfindende Schau ist bis 2. November zu sehen. Am 9. Oktober spricht eine ehemalige Mitarbeiterin der Tàpies-Stiftung Barcelona über «Antoni Tàpies. Metamorphose in der Kunst».
http://www.chemnitz.de/kunstsammlungen