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Art Forum Berlin - Internationale Messe für Gegenwartskunst +++ «Bilder, die lügen» - Ausstellung im Deutschen Historischen Museum +++ Pinakothek der Moderne ist das beliebteste Museum Deutschlands +++ «Paris Photo» - Auch Künstler aus NRW an der Seine +++ Kölner Museum zeigt afrikanische Kunst über Aids
Art Forum Berlin - Internationale Messe für Gegenwartskunst
Berlin (ddp-bln). Berlin wird ab 1. Oktober wieder zur Drehscheibe der internationalen zeitgenössischen Kunstszene. Beim 8. Art Forum Berlin zeigen 100 Galerien aus 24 Ländern bis zum 5. Oktober spannende Aspekte der aktuellen Kunst ihrer Stars und Newcomer. Arbeiten von mehr als 1000 Künstlern aus allen Sparten der zeitgenössischen, bildenden Kunst werden zu sehen sein.
Erstmals ist die Schau in den historischen Tageslichthallen 18 bis 20 auf dem Berliner Messegelände zu sehen. Dies ermögliche den Kunst-Anbietern eine individuelle Gestaltung ihrer Stände, sagte die Projektleiterin der Messe, Kirsten Günther, am Montag.
Das Art Forum Berlin - Die Internationale Messe für Gegenwartskunst wurde zum ersten Mal im Jahr 1996 veranstaltet. Sie gibt seitdem jedes Jahr im Herbst Kunstliebhabern, Kuratoren, Sammlern und Journalisten aus aller Welt einen Überblick über aktuelle Trends des internationalen Kunstgeschehens. Dafür holt das Art Forum herausragende zeitgenössische Kunstwerke in die Messehallen unter dem Funkturm. Erstmals präsentiert sich die Schau in diesem Jahr in den historischen Tageslicht-Hallen 18 bis 20 auf dem Messegelände.
Die Messe legt Wert auf ihr äußeres Erscheinungsbild: Die Ausstellungskojen haben 3,50 Meter hohe Wände, die Lounges und Ruhezonen werden jeweils von Künstlern gestaltet. Zur Vorbereitung der Schau werden über 3000 Meter Spanplatten und 10 000 Quadratmeter Teppichboden verlegt sowie mehr als 100 Lichtstrahler installiert.
In der Talk Lounge finden vom 1. bis 4. Oktober täglich zwei Mal Diskussionen um 15.00 Uhr und um 17.30 Uhr über aktuelle Themen aus Kunst und Kulturpolitik statt. Am Schlusstag der Messe, dem 5. Oktober, gibt es den Talk nur um 15.00 Uhr. Diskutiert wird unter anderem über Themen wie «Was bringt die EU der Kunst?» und über die «Mischehen» zwischen Kunst und Film. Die Messe Berlin als Veranstalter lässt mehr als 2000 Plakate in der Stadt kleben sowie über 150 000 Flyer verteilen, um für die Kunstmesse zu werben.
Das Art Forum bietet vom 1. bis 5. Oktober jeweils um 14.00, 16.00 und 18.00 Uhr Führungen an. Galeristen und Kunstkenner sprechen über Ausstellungskonzepte und Kulturpolitik. Treffpunkt ist der Eingang zu Halle 19. Die Führung kostet sechs Euro, ermäßigt drei Euro.
Der Eintritt zum Art Forum kostet 13 Euro, ermäßigt neun Euro. Der ermäßigte Preis gilt auch für Gruppen ab 5 Personen und die Abendkarte (ab 17.00 Uhr). Den Katalog gibt es für 18 Euro. Das Art Forum hat vom 1. bis 4. Oktober von 12.00 bis 20.00 Uhr geöffnet, am 5. Oktober bis 18.00 Uhr. Die öffentliche Vernissage gibt es am 30. September ab 14.00 Uhr.
http://www.art-forum-berlin.de
«Bilder, die lügen» - Ausstellung im Deutschen Historischen Museum
Berlin (ddp-bln). Das Deutsche Historische Museum (DHM) präsentiert «Bilder, die lügen». Die Ausstellung im sogenannten Pei-Bau des DHM wird am 1. Oktober eröffnet und ist bis 26. Januar 2004 zu sehen, sagte ein Sprecher am Montag.
Die Bilderschau befasst sich mit der Manipulation von Plakaten und Comics über Malereien bis zu digitalen Fotografien. Sie untersucht die Methoden und Wirkungen der Fälschungen. Breiten Raum nehmen auch aktuelle Fälle wie die gefälschten Fernsehbeiträge des Journalisten Michael Born ein.
Pinakothek der Moderne ist das beliebteste Museum Deutschlands
München (ddp-bay). Ein Jahr nach Eröffnung ist die Münchner Pinakothek der Moderne zum beliebtesten Museum Deutschlands avanciert. Das Ausstellungshaus für zeitgenössische Kunst führt mit 1,3 Millionen Besuchern im ersten Jahr die Besucherstatistik sämtlicher deutscher Museen an, wie das Museum am Montag mitteilte.
Auch den internationalen Vergleich braucht das Haus, dessen vier Sammlungen allein in der ersten Eröffnungswoche rund 250 000 Besucher gesehen haben, nicht scheuen. In London besuchten in der ersten Woche dagegen nur 160 000 die Tate Modern. Nach nur sieben Wochen konnte in München der 500 000. Besucher begrüßt werden. Das ist nach eigenen Angaben «absoluter Weltrekord» und übertraf auch die Besucherzahlen, die das Guggenheim Bilbao in der gleichen Zeit verzeichnen konnte. Am 14. Mai 2003 feierte das Münchner Museum bereits die millionste Besucherin.
Zum ersten Geburtstag schenkt die Theo Wormland Stiftung dem Museum eine Serie von Fotografien der in München arbeitenden Künstler Alexander Timtschenko und Jakub Moravek. Zur Eröffnung der Pinakothek der Moderne im September 2002 erstmals präsentiert, gehen die sechs großformatigen Werke am Dienstag in den Besitz des Museums über.
Auf 12 000 Quadratmetern beherbergt das Museum Kunst des 20. und 21. Jahrhunderts, darunter bedeutende Werke der klassischen Moderne. Die Objekte verteilen sich je nach Genre auf die vier Einzelmuseen: Design, Architektur, Grafik und Staatsgalerie moderner Kunst. In allen vier Abteilungen gibt es Wechselausstellungen, die Parallelen zwischen den Sammlungen aufzeigen sollen.
Die Staatliche Graphische Sammlung zeigt ab dem 8. Oktober unter dem Titel «50 Jahre auf Papier» eine Retrospektive der Zeichnungen und des graphischen Werkes des amerikanischen Künstlers Cy Twombly. Mit seiner am 16. Oktober startenden Ausstellung zur Theaterarchitektur «SchauSpielRaum» ergänzt das Architekturmuseum die Präsentation anlässlich des Jubiläums «350 Jahre Oper».
«Paris Photo» - Auch Künstler aus NRW an der Seine
Düsseldorf (ddp-nrw). Auf der internationalen Fotomesse «Paris Photo» sind in diesem Jahr zum dritten Mal Arbeiten aus Nordrhein-Westfalen vertreten. «Mit dieser Messebeteiligung ebnen wir jungen Fotokünstlern den Weg in internationale Märkte», sagte der Staatsekretär im Düsseldorfer Wirtschaftsministerium, Jörg Bickenbach, am Montag. Die Messe sei eine der wichtigsten Leitmessen für Fotokunst in Europa; 15 von 17 deutschen Ausstellern kämen aus NRW.
Die teilnehmenden Galerien werden vom Land NRW mit einem Zuschuss von 40 Prozent der entstehenden Messekosten unterstützt. Darüber hinaus wolle das Land NRW beim Messeauftritt auf der «Paris Photo» auch über den Standort Nordrhein-Westfalen als einen der wichtigsten Kunsthandelsstandorte in Deutschland informieren, sagte Bickenbach. «Die rund 200 Galerien, 100 öffentlichen und privaten Kunstmuseen, die Kunsthochschulen in Düsseldorf und Münster und die Kunsthochschule für Medien in Köln bilden ein enormes Potenzial, das wir auf den internationalen Märkten präsentieren müssen», sagte er.
Die Fotomesse findet vom 13. bis 16. November im Carrousel du Louvre in Paris statt. Das Land bietet am 15. November erstmals Führungen für Unternehmen, Museen und Multiplikatoren zu den NRW-Galerien auf der «Paris Photo» an. In Paris werden Arbeiten von Galerien aus Bielefeld, Bochum, Düsseldorf und Köln ausgestellt. Insgesamt sind auf der «Paris Photo» rund 100 internationale Aussteller vertreten.
http://www.mwa.nrw.de
Kölner Museum zeigt afrikanische Kunst über Aids
Köln (ddp-nrw). Das Kölner Rautenstrauch-Joest-Museum präsentiert ab 19. Oktober eine Ausstellung mit afrikanischer Kunst über die Immunschwächekrankheit Aids. Zu sehen sind in der bis 25. Januar dauernden Schau Arbeiten von 20 renommierten afrikanischen Künstlern aus elf Ländern, wie das Museum am Montag mitteilte.
Die Künstler nutzten ihre Werke zum einen als Kommunikationsmittel in der Aids-Prävention. Andererseits spiegeln sich in ihrer Kunst Mythen, Traditionen und Widerstände, die den Kampf gegen die Immunschwächekrankheit oft belasten.
Von den weltweit 36 Millionen Menschen, die mit HIV infiziert sind, leben nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation WHO über 25 Millionen in Afrika. 90 Prozent aller HIV-Neuinfizierten sind Afrikaner. Betroffen sind alle gesellschaftlichen Gruppen.
Das Museum ist dienstags bis freitags von 10.00 bis 16.00 Uhr sowie samstags und sonntags von 11.00 bis 16.00 Uhr geöffnet.