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«Zunehmende Unordnung» - Passau zeigt Werke von Uwe Bremer +++ Museum zeigt große Schau über das Judentum in der modernen Kunst +++ Aachener Ludwig Forum zeigt Arbeiten von Tacita Dean +++ Karikaturen zum deutsch-niederländischen Verhältnis
«Zunehmende Unordnung» - Passau zeigt Werke von Uwe Bremer
Passau (ddp). Das Passauer Museum Moderner Kunst zeigt ab Freitag (19.00 Uhr) Werke des Graphikers und Malers Uwe Bremer. Unter dem Titel «Zunehmende Unordnung» sind rund 80 Gemälde, Aquarelle und Radierungen aus vier Jahrzehnten zu sehen, darunter 16 großformatige Gemälde aus dem Zyklus «Aviatika. Flug und Trug», in dem sich Bremer mit dem Thema des Fliegens auseinandersetzt.
Bis in die 70er Jahre inspirierten außerdem vor allem Vampire und Dracula seine Radierungen und Holzschnitte, später widmete sich der heute 63-Jährige kosmologischen Aspekten wie Schwarzen Löchern und bizarren Gestirnen und Himmelswesen. Die Ausstellung ist bis 16. November zu sehen.
http://www.mmk-passau.de
Museum zeigt große Schau über das Judentum in der modernen Kunst
Bochum (ddp). In einer umfangreich angelegten Ausstellung zeigt das Bochumer Museum jüdische Perspektiven in der modernen Kunst. Ab Sonntag sind in der Schau «Das Recht des Bildes» über zweihundert Werke von über hundert Künstlern jüdischer Herkunft zu sehen, darunter von Max Liebermann und Marc Chagall. In den Ausstellungskomplexen werde die Frage nach den Wechselwirkungen zwischen Religion, Gedankengut und Weltbildern des Judentums in der Kunst gestellt, erläuterte ein Museumssprecher.
Wie bereits bei der Bochumer Ausstellung «ZEN und die westliche Kunst» im Jahre 2000 richtet die neue Schau «Das Recht des Bildes» den Blick darauf, inwieweit sich gerade bildende Künstler von einer nahezu bilderfeindlichen Lehre inspirieren ließen. Die Idee eines Bilderverbotes nahmen Künstler aus dem 19. Jahrhunderts wie Isidor Kaufmann ebenso auf, wie die Pop-Art-Maler Alex Katz und Jim Dine.
Zeitgenössische Perspektiven auf die jüdische Tradition präsentieren u.a. Anna Adam, Chohreh Feyzdjou sowie Piotr Nathan. Anläßlich der bis zum 4. Januar 2004 dauernden Ausstellung zeigt die Stiftung Pro Bochum im Museum Bochum zudem eine Sonderausstellung mittelalterlicher hebräischer Bibelhandschriften aus der Pariser Bibliothèque Nationale de France.
Aachener Ludwig Forum zeigt Arbeiten von Tacita Dean
Aachen (ddp-nrw). Objekte der britischen Künstlerin Tacita Dean stehen im Mittelpunkt einer Ausstellung, die das Aachener Ludwig Forum ab Freitag zeigt. Unter dem Titel «sun works» beschäftigt sich Dean vor allem mit atmosphärischen Wirkungen, die sich etwa bei einer heraufziehenden Sonnenfinsternis bemerkbar machen und im veränderten Verhalten von Tieren unmittelbar ablesen lassen.
Dabei findet Tacita Dean «immer wieder eindringliche Bilder, die vom Entschwinden der Zeit und unserer wechselnden Präsenz in ihr erzählen», wie eine Museumssprecherin am Donnerstag sagte. Zu der Schau gehören vier 16-Millimeter-Filme, Zeichnungen sowie ein akustisches Objekt.
Nach ihrer großen Einzelausstellung im Musée d\'Art Moderne de la Ville Paris und ihrem Beitrag für die Themenausstellung der Biennale di Venezia hat Tacita Dean im Ludwig Forum Aachen ihren dritten diesjährigen Auftritt. Im vergangenen Jahr erhielt sie den Aachener Kunstpreis.
Die Ausstellung wird bis zum 9. November gezeigt. Zu sehen ist die Schau täglich außer Montags von 12.00 bis 18.00 Uhr.
Karikaturen zum deutsch-niederländischen Verhältnis
Köln (ddp-nrw). Das deutsch-niederländische Verhältnis steht im Mittelpunkt einer Karikaturenausstellung, die am Mittwoch in Köln eröffnet wird. Der in der in Domstadt lebende Niederländer Koos van Weringh hat eine Privatsammlung von Karikaturen zusammengetragen, die die deutsch-niederländischem Beziehung aus niederländischer Sicht zeigen. Dabei stehen vor allem die gegenseitigen Klischees und Vorurteile im Mittelpunkt, wie der Landschaftsverband Rheinland (LVR) am Donnerstag mitteilte.
Aus dem Bestand der Sammlung entwickelte der LVR die Wanderausstellung «Zeichnen gegen den übermächtigen Nachbarn», die nun im Kölner Landeshaus zum ersten Mal präsentiert wird. Bis zum 15. Oktober ist die Schau jeden Werktag zwischen 8.00 und 18.30 Uhr zu sehen, anschließend soll sie auch in anderen nordrhein-westfälischen Städten gezeigt werden.