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Chemnitz erhält Gilot-Gemälde +++ Kunstausstellung im Bunker unter dem Alexanderplatz +++ Kestner Gesellschaft erhält Siebdrucke von Christo +++ «Der blaue Reiter» - Avantgarde und Volkskunst in Bielefeld
Chemnitz erhält Gilot-Gemälde
Die Kunstsammlungen Chemnitz erhalten als erstes Museum in Deutschland ein Werk der einstigen Muse und Lebensgefährtin Pablo Picassos, Francoise Gilot. Nach Angaben eines Museumssprechers stiftet die Künstlerin, deren Werke derzeit in den Kunstsammlungen ausgestellt sind, ihr 2000 entstandenes Ölgemälde "Meteorite".
Nach Angaben von Museumsdirektorin Mössinger war die 81-jährige Künstlerin bei einem Besucht der Kunstsammlungen von dem Haus sehr angetan. "Sie malt immer noch und macht sich natürlich langsam Gedanken um den Verbleib ihres Werkes", erklärte sie. Die Schenkung des 1,62 mal 1,30 Meter großen Bildes werte die Chemnitzer Sammlung der Nachkriegsklassik auf.
Die Kunstsammlungen präsentieren derzeit 35 großformatige Bilder aus allen Schaffensperioden Gilots von 1944 bis 2002. Die Ausstellung ist bis zum 23. November zu sehen.
Im vergangenen Jahr hatte das Chemnitzer Museum mit seiner vielbeachteten Ausstellung "Picasso und die Frauen" über 100.000 Besucher angelockt.
http://www.mdr.de/nachrichten/sachsen/965570.html
Kunstausstellung im Bunker unter dem Berliner Alexanderplatz
Berlin (ddp-bln). In der Bunkeranlage unter dem Berliner Alexanderplatz stellen ab Donnerstag mehr als 100 internationale Künstler ihre Visionen vom Paradies aus. Die Ausstellung in dem öffentlich sonst nur bei Führungen zugänglichen Bunker dauert bis zum 2. November und präsentiert nach Veranstalterangaben in über 50 Räumen Installationen, Fotografie, Malerei, Bildhauerei, Video und Performance. Sie solle einen historisch belasteten Ort, an dem noch immer negative Energie spürbar sei, mit neuen Gefühlen füllen, sagte Mitinitiator Torsten Römer am Mittwoch in Berlin.
Die Ausstellungsfläche von 2500 Quadratmetern erstreckt sich über drei Stockwerke, die aus der Weimarer Republik, dem Nationalsozialismus und der DDR stammen. In der Ausstellung soll es zu einer «möglichst großen Interaktion mit dem Publikum» kommen. So können Besucher etwa in der interaktiven Installation der Armenierin Silvina Der-Meguerditchians die buddhistischen «Störgefühle» Zorn, Eifersucht, Stolz und Dummheit als Begriffe von Schildern abrubbeln und deren positiven Hintergrund entdecken.
Die Berliner Schau ist Auftakt für eine Ausstellungsreihe, die auch künftig zum Thema Paradies in Bunkern und unterirdischen Orten stattfinden soll. Nach einem großen Performance-Event am 7. Oktober in Düsseldorf sind weitere Projekte unter anderem in München, Prag und Moskau geplant.
Das Paradiesprojekt Berlin ist Teil der Deutsch-Russischen Kulturbegegnungen 2003/2004. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog. Außerdem wird das Projekt filmisch begleitet und unter www.paradiesprojekt.de in 360-Grad-Fotos im Internet zu sehen sein.
Christos Geschenk - Kestner Gesellschaft erhält Siebdrucke
Hannover (ddp-nrd). Die hannoversche Kestner Gesellschaft darf sich über ein verfrühtes Weihnachtsgeschenk freuen. Die berühmten Verpackungskünstler Christo und Jeanne Claude schenken dem Institut sieben Exemplare ihres Siebdrucks «Packed Hay» (verpacktes Heu) von 1973, wie die Kestner Gesellschaft am Mittwoch in Hannover mitteilte. Der in Deutschland vor allem durch die Verhüllung des Reichstages 1995 bekannt gewordene Künstler sei dem Haus seit einer Ausstellung 1977 freundschaftlich verbunden.
Die Arbeit «Packed Hay» entstand im Zusammenhang mit einer Ausstellung im Art Institute of Pennsylvania. Die dort verpackten Heuballen waren mehr als sechs Meter lang, 3,70 Meter hoch und 2,40 Meter breit. Mitglieder der Kestner Gesellschaft können die Graphik zum Preis von 2000 Euro erwerben.
http://www.kestner.org
«Der blaue Reiter» - Avantgarde und Volkskunst in Bielefeld
Bielefeld (ddp-nrw). Unter dem Titel «Der blaue Reiter. Avantgarde und Volkskunst» ist in Bielefeld ab Sonntag eine Ausstellung über Hinterglasbilder und Heiligenfiguren zu sehen. Mit der Schau wird zum ersten Mal die enge Beziehung zwischen der traditionellen volkstümlichen Hinterglasmalerei Oberbayerns und der avantgardistischen Kunstströmung vorgestellt, wie die Kunsthalle Bielefeld am Donnerstag mitteilte.
Nie zuvor war nach diesen Angaben bislang in einer Ausstellung ein so ausführliches Quellenstudium an Werken von Alexej von Jawlensky, Wassily Kandinsky, Franz Marc, Gabriele Münter und Marianne von Werefkin im Vergleich mit historischen Hinterglasbildern möglich. Erst in dieser direkten Gegenüberstellung werde ihre inspirierende Kraft und Bedeutung «wirklich sichtbar», hieß es weiter. So verwiesen die vielen flächigen Bildkompositionen mit ihren schwarzen Konturlinien direkt auf die Vorgaben der Hinterglastechnik.
Neben 60 Gemälden sowie einigen Holzschnitten und Zeichnungen aus deutschen und internationalen öffentlichen wie privaten Sammlungen zeigt die Kunsthalle Bielefeld zum ersten Mal ihr Konvolut historischer Hinterglasmalerei aus der Sammlung Hertha Koenig sowie acht Hinterglasbilder der «Blauen Reiter» Kandinsky, Münter und Heinrich Campendonk.
Die Ausstellung ist bis zum 11. Januar zu sehen. Geöffnet ist die Kunsthalle täglich von 11 bis 18 Uhr, mittwochs von 11 bis 21 Uhr und samstags von 10 bis 18 Uhr. Montags ist die Kunsthalle geschlossen.
http://www.kunsthalle-bielefeld.de