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WDR will in der ARD Profil gewinnen +++ Filmtage der Menschenrechte starten in Nürnberg
WDR will in der ARD Profil gewinnen
Köln (ddp). Der stärkste Sender im ARD-Verbund, der Westdeutsche Rundfunk (WDR) in Köln, will sein Profil im Ersten schärfen. Insbesondere solle die Europaberichterstattung ausgebaut werden, teilte der Sender im Anschluss an eine Sitzung des WDR-Rundfunkrats am Freitag in Köln mit. Dabei müsse eine «journalistische Brücke» zwischen den Entscheidungszentren in Brüssel, Straßburg, Berlin und Düsseldorf geschlagen werden.
Die Pläne sind in einem den gesamten WDR umfassenden Strategie-Papier zusammengefasst, dem der Rundfunkrat auf seiner Sitzung zustimmte. Danach will der Kölner Sender sich auch stärker in den Regionen präsentieren und seine inhaltliche Vielfalt ausbauen. Im Unterhaltungsbereich seien allerdings «Voyeurismus, Selbstentblößung und Zynismus im Umgang mit dem Publikum strikt abzulehnen», hieß es.
Die ARD bereitet derzeit eine Selbstverpflichtungserklärung vor, in der sie ihre Angebote genauer definieren wird. Im nächsten Rundfunkänderungsstaatsvertrag soll zudem die Klausel, die Öffentlich-Rechtlichen sollten «überwiegend» ein programmbegleitendes Internet-Angebot auflegen, durch das Attribut «nur noch» ersetzt werden.
Filmtage der Menschenrechte starten in Nürnberg
Nürnberg (ddp-bay). Über 30 Filme aus allen Kontinenten sind ab heute (19.30 Uhr) anlässlich der 3. Internationalen Filmtage der Menschenrechte «Perspektive 2003» in Nürnberg zu sehen. Das siebentägige Festival findet in Ergänzung zur Verleihung des Internationalen Menschenrechtspreises der Stadt Nürnberg an Teesta Setalvad aus Indien und Ibn Abdur Rehman aus Pakistan statt. Die Journalisten wurden vor einer Woche für ihren Kampf für die Rechte diskriminierter Minderheiten und für die Aussöhnung zwischen ihren verfeindeten Heimatstaaten ausgezeichnet.
Höhepunkt des um zwei auf sieben Tage verlängerten Filmfestes ist die Verleihung des mit 5000 Euro dotierten Nürnberger Filmpreises für Menschenrechte. Insgesamt wurden in diesem Jahr 450 Filme eingereicht, aus denen die Jury 11 für den Wettbewerb nominierte.