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Verschollenes Rubens-Gemälde in Moskau sichergestellt +++ Jacques Charlier im Neuen Aachener Kunstverein
Verschollenes Rubens-Gemälde in Moskau sichergestelltBerlin (ddp-lbg). Ein seit dem Zweiten Weltkrieg verschollenes wertvolles Rubens-Gemälde ist jetzt in Moskau sichergestellt worden. Der derzeitige Besitzer habe es an die russischen Behörden ausgehändigt, teilte Kulturstaatsministerin Christina Weiss (parteilos) am Samstag in Berlin mit. Bei dem Gemälde aus dem Eigentum der Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg handelt es sich um das Bild «Tarquinius und Lukretia», eines der Hauptwerke von Peter Paul Rubens (1577-1640).
Die Stiftung Preußische Schlösser und Gärten Berlin-Brandenburg (SPSG) hofft auf eine baldige Rückgabe des Direktor Hartmut Dorgerloh werde die Bundesregierung bitten, für eine schnellstmögliche Rückführung nach Potsdam zu sorgen. Die Stiftung sei nicht bereit, für das Gemälde zu zahlen. Das sei prinzipiell ausgeschlossen, betonte Dorgerloh. Denn bei dem Kunstwerk handele es sich vermutlich um eine «private Beutenahme».
Das großformatige, 1610/1611 entstandene Ölgemälde ist den Angaben zufolge der gravierendste Kriegsverlust der Stiftung und zählt zu den bedeutendsten Bildern, die kriegsbedingt aus deutschen Museen verbracht wurden. Es war der Öffentlichkeit letztmalig in der Bildergalerie von Potsdam-Sanssouci zugänglich, bevor es 1942 zum Schutz vor Kriegsbeschädigungen nach Rheinsberg ausgelagert worden war. Nachdem es dort entwendet wurde, galt es seit Kriegsende als verschollen.
Weiss würdigte die Sicherstellung des Kunstwerks als einen Erfolg kooperativen Zusammenwirkens von Deutschland und Russland auf höchster politischer Ebene.
Jacques Charlier im Neuen Aachener Kunstverein
Achen (ddp). Der belgische Künstler Jacques Charlier steht im Mittelpunkt einer Ausstellung des Neuen Aachener Kunstvereins (NAK), die am Samstagabend eröffnet wurde. Die Schau unter dem Titel «The Belgian Effect» ist die erste umfassende Einzelausstellung des 1939 geborenen Künstlers, der in Lüttich lebt. Die Retrospektive umfasst nach Veranstalterangaben in zeitlich geordneten Sektionen unter anderem frühe Dokumente aus der aktionistischen Zeit der späten 60er Jahre, Karikaturen, Zeichnungen, Installationen und Gemäldeserien.
Die Ausstellung wird bis 23. November im Kunstverein zu sehen sein.