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Junge Künstler aus Sachsen und Bayern gesucht +++ American Season - dass Museum of Modern Art ist 2004 in Berlin +++ Ernst Ludwig Kirchner - Ausstellung im Brücke-Museum
Junge Künstler aus Sachsen und Bayern gesucht
Chemnitz (ddp-lsc). Die Vorbereitungen zur 4. JugendKunstBiennale des Sächsisch-Bayerischen Städtenetzes haben begonnen. Wie die Stadtverwaltung Chemnitz am Donnerstag mitteilte, findet die Ausstellung vom 15. Mai bis 26. Juni 2004 in der Galerie im Malzhaus in Plauen statt. Die Ausschreibungsunterlagen werden derzeit von den Städten Chemnitz, Zwickau, Plauen, Hof und Bayreuth an Schulen, Jugend- und Kultureinrichtungen verschickt.
Am Wettbewerb beteiligen können sich Jugendliche zwischen 14 und 25 Jahren aus dem Einzugsgebiet des Fünf-Städte-Netzes. Gefragt sind Arbeiten in den Genres Malerei, Grafik, Plastik, künstlerische Fotografie, Objektkunst, Video, Collage und Textil. Erstmals sind auch künstlerische Arbeiten auf CD-ROM und DVD erlaubt. Den Siegern winken zwei Hauptpreise in Höhe von jeweils 500 Euro sowie weitere Anerkennungen.
An der 3. Biennale im vergangenen Jahr hatten sich 345 junge Künstler beteiligt.
http://www.chemnitz.de/staedtenetz
American Season - dass Museum of Modern Art ist 2004 in Berlin
Berlin (ddp-bln). Die Berliner Kunst- und Kulturszene steht 2004 ganz im Zeichen Amerikas. Die Neue Nationalgalerie und ihre Partner stellten am Donnerstag im Rahmen der «Art Forum Berlin» das Programm der American Season 2004 in Berlin vor. Von Februar und September werden über 200 der bedeutendsten Werke des New Yorker Museum of Modern Art (MoMA) in der Berliner Neuen Nationalgalerie zu sehen sein. Das Rahmenprogramm mit Bühnenkunst, Bildender Kunst, Filmen, Musik und Literatur wird von den Berliner Festspielen bestritten. Zu den prominenten Partnern gehören unter anderem die Schaubühne am Lehniner Platz, die Volksbühne, das frisch fusionierte Hebbel am Ufer, die Deutsche Guggenheim und die Kunst-Werke.
Umfangreiche Umbauten und die damit verbundene Schließung des amerikanischen Leitmuseums für moderne Kunst ermöglichten die Monumentalschau im Mies-van-der-Rohe-Bau. «Dafür wird die Neue Nationalgalerie komplett - inklusive Jenny Holzers Lichtinstallation - ausgeräumt», sagte Hausherr Peter-Klaus Schuster. Der Vorsitzende des «Vereins der Freunde der Nationalgalerie» Peter Raue, bezifferte die Gesamtkosten der Ausstellung inklusive Transport der Werke auf 8 bis 8,5 Millionen Euro. Die Ausstellung zeige den Kanon der Kunst des 20. Jahrhunderts, erläuterte Schuster. Den Abschluss bilde Gerhard Richters RAF-Gemäldezyklus «18. Oktober 1977», den Schuster gerne im Besitz der Nationalgalerie sähe.
Zu der seit Monaten schwelenden Kostendiskussion versicherte Raue, dass für die Schau kein Cent öffentliches Geld aufgebracht werden müsse. Einziger staatlicher Beitrag sei die von der Bundesrepublik Deutschland übernommene Haftung für Beschädigung oder Verlust der Stücke. Bei Vergleichen mit der zehn Jahre zurückliegenden Bonner Ausstellung von Kunst aus dem MoMA solle auch die deutlich größere Zahl von Werken und die mehr als doppelt so lange Laufzeit berücksichtigt werden. Kritiker wie der Kurator Spunk Seipel wünschen sich eine stärkere Förderung der Berliner Kunstszene, «anstatt sich mit fremden Federn zu schmücken.»
Ernst Ludwig Kirchner - Ausstellung im Brücke-Museum
Berlin (ddp-bln). Unter dem Motto «Im Zentrum Ernst Ludwig Kirchner» präsentiert das Brücke-Museum in Berlin eine in den vergangenen 30 Jahren zusammengetragene Privatsammlung aus Hamburg. Der Schwerpunkt der Schau, die noch bis zum 4. Januar zu sehen ist, liegt auf der expressionistischen Kunst zwischen 1910 und 1930, sagte Museumschefin Magdalena M. Moeller am Donnerstag. Dabei nehme das Werk von Ernst Ludwig Kirchner eine zentrale Rolle ein.
Kirchner gilt heute nicht nur als der bedeutendste Künstler aus dem Kreis der Künstlervereinigung «Brücke», sondern auch als Hauptvertreter des deutschen Expressionismus. Die etwa 70 in der Hamburger Privatsammlung vorhandenen Werke Kirchners sind Moeller zufolge «mit großer Kennerschaft und einem Gespür für Qualität» zusammengetragen worden. Die Auswahl vermittle einen Überblick über die Stilentwicklung des Künstlers sowohl in den frühen Jahren in Dresden und Berlin als auch des Schaffens der 20er und 30er Jahre, die Kirchner in der Abgeschiedenheit der Davoser Bergwelt verbrachte.
Neben Kirchner werden noch die Brücke-Kollegen Emil Nolde, Max Pechstein, Otto Mueller und Erich Heckel in der Ausstellung präsentiert. Das weitere expressionistische Umfeld ist durch Werke von Oskar Kokoschka, Ludwig Meidner, Wilhelm Morgner, Otto Lange, Otto Dix, Conrad Felixmüller, Karl Hubbuch und Adolf Hoelzel sowie den Bildhauern Wilhelm Lehmbruck, Ernst Barlach und Käthe Kollwitz dokumentiert. Eigene Positionen belegen Werke von Edvard Munch, Max Beckmann, Wassily Kandinsky und Carl Hofer. Insgesamt umfasst die Hamburger Sammlung über 130 Arbeiten, aus denen für das Brücke-Museum eine besondere Auswahl getroffen wurde. Vier erst vor kurzem erworbene Werke Munchs und Kirchners werden ebenfalls in Berlin zu sehen sein.
Die Ausstellung ist mittwochs bis montags von 11.00 bis 17.00 Uhr geöffnet. In einem Katalog wird die Sammlung auf 192 Seiten mit 130 ganzseitigen Abbildungen umfassend vorgestellt.
http://www.bruecke-museum.de/pressearchiv.htm